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Elfmeter-Drama! HSV verschärft Wolfsburgs Krise – Tumulte nach Schlusspfiff

Wolfsburg – Viel mehr als nur drei Punkte! Der Hamburger SV setzte sich im richtungsweisenden Abstiegskampf beim VfL Wolfsburg mit 2:1 durch und verschärfte damit die bereits angespannte Lage bei den Wölfen. Alle Tore fielen dabei vom Punkt.

Vor fast 29.000 Zuschauern, darunter rund 10.000 mitgereiste Hamburger Fans, entwickelte sich von Beginn an ein intensives und hart umkämpftes Duell – ganz im Zeichen des Abstiegskampfes.

Die erste Möglichkeit gehörte Ransford Königsdörffer, der für die Rothosen aus kurzer Distanz aber nicht zum Abschluss kam. Gefährlicher wurde es auf der Gegenseite, als HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes in letzter Sekunde einen Treffer von Jesper Lindström verhindern konnte (14.).

In der 22. Minute war der Torhüter jedoch machtlos: Bei einem Klärungsversuch verpasste Daniel Elfadli den Ball und traf stattdessen Gerhardt am Kopf. Schiedsrichter Florian Exner zeigte sofort auf den Punkt. Christian Eriksen trat an und verwandelte sicher zum 1:0 für Wolfsburg.

Die Führung der Gastgeber hielt allerdings nicht lange: Moritz Jenz brachte Luka Vuskovic bei einem Freistoß unglücklich zu Fall, sodass Exner nach Sichtung der TV-Bilder erneut auf den Elfmeterpunkt zeigte. Vuskovic trat selbst an und traf mit etwas Glück zum 1:1-Ausgleich (33.).

Kaum war die zweite Halbzeit angepfiffen, gab es schon die nächste brenzlige Situation: Konstantinos Koulierakis vergab per Kopf eine große Chance zur erneuten Führung für Wolfsburg – zur Erleichterung der Hamburger (47.).

Elf Minuten später fand der Ball dann doch den Weg ins Netz – allerdings auf der anderen Seite! Vuskovic hatte den zweiten Strafstoß für den HSV erzwungen, den diesmal Jean-Luc Dompé verwandelte, ohne zu zögern, zum 2:1 (58.).

Doch die Partie war noch nicht entschieden. Nur sechs Minuten später kamen die Gastgeber erneut dem Ausgleich nahe, als Dzenan Pejcinovic per Kopf aus kurzer Distanz nur den Pfosten traf (64.).

Im weiteren Verlauf versuchten die Wölfe alles, um eine weitere Niederlage zu verhindern. Trotz acht Minuten Nachspielzeit brachte es nur eine Gelegenheit durch Kento Shiogai (86.) auf Seiten der Niedersachsen, doch der Ball wollte nicht mehr ins Tor – am Ende feierten die Hamburger einen enorm wichtigen Sieg.

Nach dem Schlusspfiff kam es zu unschönen Szenen: Es gab Rudelbildungen und verbale Auseinandersetzungen. Exner zeigte noch eine Rote Karte gegen Wolfsburgs Ersatzkeeper Marius Müller. Die VfL-Anhänger ließen ihren Frust mit reichlich Pyrotechnik freien Lauf und verbrannten unter anderem Schals – die Stimmung in der Autostadt ist angespannt!

Erstmeldung: 17:34 Uhr. Letzte Aktualisierung: 18:03 Uhr

Bundesliga, 25. Spieltag

VfL Wolfsburg – Hamburger SV 1:2 (1:1)

VfL-Aufstellung: Grabara – Adjetey, Jenz (77. Arnold), Koulierakis – Bürger (60. Daghim), Vinicius Souza, Gerhardt (60. Majer), Belocian, Eriksen, Lindström (60. Amoura) – Pejcinovic (69. Shiogai)

HSV-Aufstellung: Heuer Fernandes – Elfadli (46. Omari), L. Vuskovic, Torunarigha – Mikelbrencis (86. Gocholeishvili), Sambi Lokonga, Remberg, Muheim – Otele (67. Fábio Vieira), Königsdörffer (77. Downs), Dompé (67. Poulsen)

Schiedsrichter: Florian Exner (Münster)

Zuschauerzahl: 28.917 (ausverkauft)

Tore: 1:0 Eriksen (22., Elfmeter), 1:1 Vuskovic (33., Elfmeter), 1:2 Dompé (58., Elfmeter)

Gelbe Karten: Jenz (6), Lindström (2) / Elfadli (4), Fábio Vieira (2)

Bundesliga-Tabelle

Die Tabelle der Bundesliga entscheidet Folgendes: Der Spitzenreiter am Saisonende wird Deutscher Meister. Die letzten beiden Plätze (17 und 18) steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Platz 16) hat die Möglichkeit, in der Relegation gegen den Drittplatzierten der 2. Bundesliga den Klassenerhalt zu sichern.