Champions-League-Finale wird im Elfmeterschießen entschieden! PSG verteidigt den Titel, Havertz-Treffer genügt Arsenal nicht
Budapest (Ungarn) – Ein packendes Duell bis zur letzten Sekunde! Paris Saint-Germain gelingt als erstem Team seit Real Madrid in Folge die erfolgreiche Titelverteidigung. Nach 120 Minuten stand es im Champions-League-Endspiel gegen den FC Arsenal am Samstagabend 1:1. Im anschließenden Elfmeterschießen setzte sich der amtierende Champion durch.
Zunächst rückte jedoch ein deutscher Nationalspieler ins Rampenlicht: Kai Havertz brachte die Gunners bereits in der 6. Minute mit einem wuchtigen Schuss aus kurzer Distanz unter die Latte in Führung. Es war nach seinem Siegtor für Chelsea 2021 bereits sein zweites Tor in einem CL-Finale – eine Premiere für einen deutschen Spieler.
Danach verlief das erwartete Spiel: Die Mannschaft aus Nordlondon verteidigte mit großem Einsatz, während PSG immer wieder versuchte, die Abwehr zu durchbrechen, sich aber lange Zeit die Zähne ausbiss.
Der Durchbruch gelang schließlich durch ein Foul von Arsenals Verteidiger Cristhian Mosquera an PSG-Dribbler Khvicha Kvaratskhelia im Strafraum der Londoner. Weltfußballer Ousmane Dembélé ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen und verwandelte den fälligen Elfmeter zum Ausgleich (65.).
Trotz zahlreicher Chancen fiel danach kein weiteres Tor mehr – weder in der regulären Spielzeit noch in der Verlängerung. So musste das Elfmeterschießen entscheiden, in dem Arsenals Gabriel den entscheidenden Versuch über das Tor setzte und PSG den Triumph ermöglichte.
Endstand:
PSG – Arsenal 1:1, 4:3 nach Elfmeterschießen
Torschützen: 0:1 Kai Havertz (6.), 1:1 Ousmane Dembélé (65./Elfmeter)
Alle Höhepunkte der spannenden Partie könnt Ihr in unserem TAG24-Liveticker zum Champions-League-Finale noch einmal nachverfolgen.
Die Niederlage schmerzte auch den ehemaligen Gunners-Verteidiger und heutigen Akademieleiter Per Mertesacker sehr:
„Das ist wirklich bitter, nach einer so langen Saison ein Finale in der Champions League zu spielen und es so lange offen zu halten. Viele sahen PSG als klaren Favoriten, aber das Spiel war bis zum Schluss absolut ausgeglichen, auch in der Verlängerung hatte jede Mannschaft Chancen, ebenso im Elfmeterschießen. Letztlich ist es für einen Innenverteidiger, der als letzter schießt, besonders schwer. Die Mannschaft so knapp scheitern zu sehen und die Pariser feiern zu müssen, ist wirklich schmerzhaft“, erklärte der Weltmeister von 2014 im ZDF-Interview.
„Aber wenn ich einer Mannschaft zutraue, im nächsten Jahr wieder weit zu kommen – Viertel- oder Halbfinale –, dann ist es Arsenal. Hoffentlich können sie die positive Entwicklung mitnehmen.“
PSG-Coach Luis Enrique stand direkt nach dem großen Triumph Rede und Antwort:
„Es ist gerade ein Mix aus vielen Emotionen. Im Moment bin ich völlig erschöpft, aber natürlich auch überglücklich, dass wir den Titel verteidigen konnten. Wir haben es verdient, und die Fans auch“, sagte der Trainer im ZDF-Interview nach Abpfiff.
Das Elfmeterschießen im Überblick:
Abpfiff: Nach Ablauf der regulären und der Verlängerung konnte keine Entscheidung herbeigeführt werden, somit fiel die Entscheidung im Elfmeterschießen.
Die letzten Spielminuten im Detail:
120. Minute: Noch einmal ein Angriff von Arsenal! Gyökeres nimmt den Ball, wartet kurz und zieht ab. Der abgefälschte Schuss geht ins Aus, Ecke.
119. Minute: Madueke und Timber kombinieren sich rechts durch, der Niederländer versucht einen Schuss aus spitzem Winkel – nur knapp vorbei.
118. Minute: PSG hält den Ball geduldig in den eigenen Reihen, auf der Suche nach der Chance. Neves flankt in den Strafraum, Gabriel klärt, doch Doué verpasst den Nachschuss. Raya fängt sicher.
114. Minute: PSG hat weiterhin deutlich mehr Ballbesitz, doch die Spannung steigt – gelingt noch ein Lucky Punch in der Verlängerung oder entscheidet das Elfmeterschießen?
109. Minute: Madueke holt einen Freistoß auf der rechten Seite heraus, die Flanke von Rice wird souverän von Safonov abgewehrt.
107. Minute: Barcola gewinnt ein Kopfballduell, will auf Ramos ablegen, doch Raya eilt heraus und klärt – eine brenzlige Situation für Arsenal!
106. Minute: Die letzte Viertelstunde des CL-Finales in Budapest läuft!
Halbzeitpause: Nach etwa 15 Minuten in der Verlängerung wird kurz gewechselt.
105.+2 Minute: Zwei Minuten Nachspielzeit in der ersten Halbzeit der Verlängerung.
103. Minute: Declan Rice und Mikel Arteta werden für ihre lautstarken Proteste verwarnt, einen Elfmeter gibt es nicht – der VAR bleibt passiv. Die Wiederholung zeigt keine klare Fehlentscheidung.
102. Minute: Madueke setzt sich im Strafraum gegen Mendes durch, fällt, doch Schiedsrichter Siebert entscheidet sofort auf Weiterspielen. Eine knifflige Szene.
100. Minute: Hakimi versucht es aus der Zentrale mit dem schwachen linken Fuß – weit über das Tor.
98. Minute: Gyökeres begeht ein taktisches Foul und sieht Gelb.
95. Minute: Zaïre-Emery ersetzt bei PSG Fabian Ruiz.
93. Minute: Arsenal führt die erste Ecke aus, danach folgt direkt die zweite, doch beide bringen keine Gefahr.
92. Minute: Madueke zieht rechts durch, seine flache Hereingabe findet Gyökeres nicht, sondern Pacho.
91. Minute: Arsenal wechselt gleich doppelt: Havertz und Lewis-Skelly gehen vom Feld, Eberechi Eze und Martin Zubimendi kommen – damit sind alle Wechseloptionen von Trainer Arteta genutzt.
91. Minute: Die Verlängerung in Budapest läuft.
Abpfiff der regulären Spielzeit: Nach 90 Minuten steht es 1:1, Verlängerung folgt.
90.+7 Minute: Barcola hat eine weitere Chance, verfehlt aber das Tor knapp.
90.+6 Minute: Joao Neves sieht Gelb für ein Foul gegen Havertz. Kurz darauf wird Dembélé ausgewechselt, Goncalo Ramos kommt ins Spiel.
90.+3 Minute: Dembélé humpelt, seine Teilnahme an der Verlängerung ist fraglich.
90. Minute: Es gibt sechs Minuten Nachspielzeit, danach geht es in die Verlängerung.
89. Minute: Fast das 2:1! Doué legt mustergültig auf Vitinha ab, dessen Schuss geht haarscharf über die Latte.
87. Minute: Arsenal kontert, doch Martinelli trifft die falsche Entscheidung, ein PSG-Spieler ist rechtzeitig da.
85. Minute: Ein weiter Einwurf von Rice gerät fast gefährlich, Barcola sprintet auf Konter, legt sich den Ball aber zu weit vor, Raya klärt.
83. Minute: Bei PSG kommt Barcola für Kvaratskhelia.
83. Minute: Arteta bringt Madueke und Martinelli für Trossard und Saka.
80. Minute: Lewis-Skelly verliert den Ball, sprintet aber zurück und gewinnt ihn mit einem Foul zurück – eine faire Geste wird mit einer Umarmung belohnt.
77. Minute: Eine Druckphase von Arsenal endet fast mit einem Gegentor, als Kvaratskhelia nur den Pfosten trifft.
74. Minute: Havertz will auf Saka ablegen, der Pass ist jedoch zu lang, Safonov ist zur Stelle.
73. Minute: Vitinha probiert einen Fernschuss, verfehlt knapp.
72. Minute: Arsenal setzt offensiver Akzente, bietet PSG aber Räume, die Dembélé nicht nutzen kann.
70. Minute: Trinkpause – zuvor musste die Sicherheitskontrolle wegen PSG-Fans eingreifen.
67. Minute: Arsenal wechselt doppelt: Gyökeres und Timber kommen für Ødegaard und Mosquera.
65. Minute: TOOOOR für PSG! Dembélé verwandelt den Elfmeter sicher unten links.
62. Minute: Strafstoß für PSG nach Foul von Mosquera an Kvaratskhelia, Schiedsrichter Siebert zeigt sofort auf den Punkt. Mosquera bleibt ohne Gelb, da es ein Zweikampf war.
61. Minute: Das Spiel wird intensiver, viele Fouls, wie Saka gegen Neves.
60. Minute: Arsenal verteidigt kompakt, PSG hat Mühe, Chancen zu kreieren.
55. Minute: Hakimi bringt eine scharfe Flanke, Raya hat keine Probleme.
54. Minute: Saka foult Doué, PSG bekommt Freistoß in gefährlicher Position, Saka sieht Gelb.
52. Minute: Falscher Einwurf von Neves, Ballbesitz für Arsenal.
50. Minute: PSG versucht es, doch Arsenals Abwehr um Saliba und Gabriel steht sicher.
48. Minute: Arsenal gewinnt etwas Ballbesitz, kann aber keine Gefahr erzeugen.
46. Minute: Mosquera wird nach Verzögerung beim Einwurf verwarnt.
46. Minute: Zweite Halbzeit läuft!
Halbzeitfazit: Das Finale begann spektakulär mit Havertz‘ frühzeitigem Führungstreffer. Danach entwickelte sich das erwartete Duell zwischen Arsenals defensivstarker Formation und PSGs Offensivreihe, die bisher wenig Kreativität zeigte. Die Gunners verteidigten kompromisslos und zeigten, warum sie in der CL-Saison erst sechs Gegentore zugelassen haben. Dennoch bleibt es ein Spiel mit offenem Ausgang, ein Treffer kann alles verändern.
Halbzeitpause: Die Gunners führen zur Pause durch Kai Havertz mit 1:0.
45.+5 Minute: Fabian Ruiz versucht ein spektakuläres Volleytor, doch Raya hält sicher.
45.+3 Minute: Fast das 2:0! Arsenal kombiniert sich hervorragend, Havertz steht frei, doch Marquinhos blockt in höchster Not.
45.+2 Minute: Doué schießt aus der Distanz, trifft aber klar nicht das Ziel.
45.+1 Minute: Es gibt sechs Minuten Nachspielzeit.
45. Minute: Dembélé versucht es aus der Distanz, verfehlt das Tor deutlich.
43. Minute: Fabian Ruiz kommt aus guter Position zum Kopfball, setzt ihn aber über das Tor.
43. Minute: PSG hat weiterhin Probleme, Tempo aufzunehmen, Arsenal verteidigt geschickt.
40. Minute: Hakimi will schnell ausführen, Havertz greift ein und fängt den Ball. Schiedsrichter beruhigt die Situation ohne Karte.
36. Minute: Freistoß für PSG, Rice setzt Gabriel ein, doch dieser köpft das Spielgerät über das Tor – zudem pfeift Siebert Offensivfoul.
36. Minute: Arsenal kontert, wird aber durch ein Foul an Saka gestoppt.
34. Minute: PSG findet kein Mittel gegen die kompakte Defensive Arsenals, die selbst Risiken eingeht.
31. Minute: Nach einem Zweikampf bleibt Mendes am Boden, PSG spielt weiter, Doué kommt zur Chance, doch Gabriel klärt fair.
29. Minute: Safonov kann weiterspielen.
27. Minute: Safonov wird nach einem Zusammenprall mit Marquinhos behandelt, wirkt benommen.
26. Minute: Saka dribbelt an Mendes vorbei, flankt in die Mitte, Safonov rettet knapp gegen Trossard.
23. Minute: Kvaratskhelia wird von Mosquera gestoppt, kurze Trinkpause folgt.
21. Minute: Das frühe Tor gibt Arsenal Selbstvertrauen, sie konzentrieren sich auf ihre starke Defensivleistung, während PSG kaum Entlastung findet.
18. Minute: Dembélé und Kvaratskhelia versuchen einen Angriff, doch der Georgier scheitert an einem Hackentrick.
16. Minute: Saka berührt den Ball nach einer Ecke mit der Hand, doch es gibt keinen Elfmeter.
16. Minute: Arsenal verteidigt eng, PSG muss deshalb meist zurückfallen, um aufzubauen, was vorne Räume kostet.
13. Minute: Fabian Ruiz versucht einen Fernschuss, verzieht deutlich.
11. Minute: Kvaratskhelia kommt im Strafraum zum Abschluss, doch Gabriel rettet mit einer starken Grätsche.
9. Minute: PSG reagiert auf den Rückstand: Hakimi bringt den Ball nach vorne, doch Dembélé verpasst die Hereingabe.
6. Minute: TOOOOR für Arsenal! Kai Havertz erzielt die frühe Führung, nachdem Trossard einen Klärungsversuch von Marquinhos abfälscht und Havertz frei vor Safonov bleibt. Er trifft aus spitzem Winkel unter die Latte – sein zweites CL-Finaltor nach 2021.
5. Minute: PSG hat Ballbesitz, stößt aber auf eine kompakte Arsenaler Defensive ohne Lücken.
2. Minute: Rice schlägt eine Flanke auf Gabriel, der weit vom Tor entfernt ist und den Ball ins Aus köppt.
1. Minute: Hakimi foult Trossard an der Mittellinie, Freistoß für Arsenal.
1. Minute: Das Champions-League-Finale beginnt! Kann Arsenal erstmals den Titel holen oder verteidigt PSG seinen Thron?
Vor Anpfiff: Die Puskás Aréna ist bestens aufgeheizt, die Teams betreten den Rasen. Die Spannung erreicht ihren Höhepunkt, gleich rollt der Ball im größten Wettbewerb des europäischen Vereinsfußballs.
Vor Anpfiff: Die Eröffnungszeremonie läuft, die US-Band „The Killers“ heizt dem Publikum in Budapest mit ihrem Hit „Mr. Brightside“ ein.
Entscheidend könnten heute Standardsituationen werden.
Arsenal erzielte in dieser Premier-League-Saison 25 Tore nach ruhenden Bällen, davon 19 nach Eckstößen. Damit stellten die Gunners einen neuen Rekord in England auf. Über ein Drittel (rund 35 Prozent) ihrer Treffer fielen nach Standards – deutlich mehr als bei PSG, die nur knapp über zehn Prozent ihrer Tore auf diese Weise erzielen.
Für Arsenal-Stürmer Kai Havertz ist es nicht das erste CL-Endspiel.
Der deutsche Nationalspieler gewann die Champions League bereits 2021 mit dem FC Chelsea und traf damals im Finale gegen Manchester City zum 1:0-Sieg. Trainer Mikel Arteta hofft heute auf eine Wiederholung dieses Erfolgs.
Havertz hatte in dieser Saison allerdings mit Verletzungen zu kämpfen und stand in der Königsklasse nur fünfmal auf dem Platz, davon nur einmal von Anfang an. Dennoch erzielte er bereits drei Treffer.
PSG-Trainer Luis Enrique kann größtenteils auf seine Stammelf bauen und schickt die bewährte Mannschaft aufs Feld, einzig Warren Zaïre-Emery fehlt für einen Startplatz, Fabian Ruiz beginnt stattdessen. Somit stehen dieselben zehn Feldspieler auf dem Platz wie im vergangenen CL-Finale, lediglich Torwart Safonov ist neu.
PSG-Aufstellung: Safonov – Hakimi, Marquinhos, Pacho, Nuno Mendes – Ruiz, Vitinha, Neves – Doué, Dembélé, Kvaratskhelia
Die Aufstellung von Arsenal ist bekannt und hält keine großen Überraschungen bereit.
Trainer Mikel Arteta setzt erneut auf Kai Havertz im Sturm und verzichtet somit auf den 70-Millionen-Euro-Neuzugang Viktor Gyökeres. Rechts hinten spielt der spanische U21-Nationalspieler Cristhian Mosquera, da Stammverteidiger Jurrien Timber nach Verletzungspause noch nicht fit für die Startformation ist.
Arsenal-Aufstellung: Raya – Mosquera, Saliba, Gabriel, Hincapie – Rice, Lewis-Skelly, Ødegaard – Saka, Havertz, Trossard
Schiedsrichter Daniel Siebert (42) erhält heute im Champions-League-Finale eine besondere Ehre: Er leitet sein zehntes Spiel in dieser Königsklassen-Saison – ein neuer Rekord. Für Arsenal ist diese Ansetzung erfreulich, denn der Berliner pfiff bereits das Halbfinal-Rückspiel gegen Atlético und das Viertelfinal-Hinspiel gegen Sporting, beide Begegnungen gewann Arsenal. In der vergangenen Saison leitete Siebert zudem den 3:0-Gruppensieg der Gunners gegen Dinamo Zagreb und das Europa-League-Spiel 2021 gegen Piräus (3:1), das Arsenal ebenfalls gewann.
Auch PSG kann sich nicht beklagen: Unter Siebert gab es für die Franzosen drei Siege und ein Unentschieden in der laufenden Saison, zuletzt in der Gruppenphase gegen Athletic Bilbao. In der Vorsaison leitete Siebert zudem einen 1:0-Sieg Paris’ gegen FC Girona, außerdem waren Siege gegen Maccabi Haifa (3:1) und FC Brügge (5:0) dabei – allerdings schon vor einigen Jahren.
Beide Teams trafen bisher sieben Mal in Pflichtspielen aufeinander, die Bilanz ist fast ausgeglichen: Jeweils zwei Siege für Arsenal und PSG sowie drei Unentschieden. Die beiden jüngsten Erfolge gingen an Paris. Im Halbfinale der letzten Saison gewann PSG in London mit 1:0 durch ein Tor von Ousmane Dembélé und zu Hause 2:1 durch Treffer von Achraf Hakimi und Fabian Ruiz. Bukayo Saka erzielte den Ehrentreffer für Arsenal.
Arsenals letzter Sieg gegen PSG datiert aus der Gruppenphase der gleichen Saison, als Havertz und Saka die Gunners im Emirates mit 2:0 nach Hause schickten.
Leider wurde das Fußballfest in Budapest in der Nacht vor dem Spiel durch gewalttätige Auseinandersetzungen einiger Fans überschattet.
Die ungarische Polizei berichtete von „Schlägereien unter mehreren Anhängern“ und leitete ein Ermittlungsverfahren wegen „Verdachts auf kollektive Ausschreitungen“ gegen Unbekannt ein.
Videos in sozialen Medien zeigen, wie mehrere Personen Pyrotechnik zünden und aufeinander losgehen. Die Polizei prüft aktuell die Aufnahmen. Rund 4000 Einsatzkräfte sichern das Finale ab, zu den 60.000 Zuschauern in der ausverkauften Puskás Aréna sollen noch Zehntausende ohne Ticket nach Budapest gereist sein.
Nach der Gruppenphase wäre Arsenal eigentlich der Favorit im Finale gewesen. Die Gunners führten vor der K.-o.-Runde die Tabelle an, während PSG sich schwer tat.
In der Vorrunde verloren die Pariser gegen Bayern und Sporting, spielten zudem zweimal unentschieden gegen Athletic Bilbao und Newcastle und mussten als Tabellenelfter in die Zwischenrunde. Dort setzten sie sich knapp gegen Monaco durch (3:2, 2:2), ehe sie Chelsea (5:2, 3:0) und den FC Liverpool (2:0, 2:0) souverän ausschalteten. Das 5:4 im Halbfinal-Hinspiel gegen Bayern gilt als eines der besten Spiele der CL-Geschichte. Nach dem 1:1 im Rückspiel steht nun erneut das Finale bevor.
Arsenal präsentierte sich besonders in der ersten Saisonhälfte stark und gewann alle acht Partien der Gruppenphase, darunter gegen Bayern, Inter und Atlético. In den K.-o.-Runden reichten ihnen gegen Bayer Leverkusen (1:1, 2:0), Sporting (1:0, 0:0) und Atlético (1:1, 1:0) jeweils knappe Siege. In 14 Spielen kassierten die Londoner nur sechs Gegentreffer.
Blicken wir zurück: Arsenal hat die Champions League oder den Vorgänger-Wettbewerb noch nie gewonnen. In der Vereinsvitrine stehen der Europapokal der Pokalsieger (1994) und der Messe-Cup (1970), der Vorläufer des UEFA-Pokals (heute Europa League). Das letzte CL-Finale bestritt Arsenal 2006 gegen den FC Barcelona, als Jens Lehmann bereits in der 18. Minute die Rote Karte erhielt. Obwohl Arsenal früh in Führung ging, drehten Eto’o und Belletti das Spiel spät für Barcelona.
PSG hingegen läuft es international besonders seit dem Abschied ihrer Stars Neymar, Mbappé und Messi gut. Nach dem Gewinn des Europapokals der Pokalsieger (1996), des UI-Cups (2002) und einer Finalniederlage 2020 gegen Bayern feierte Paris im vergangenen Jahr einen historischen 5:0-Erfolg gegen Inter Mailand im Finale – der höchste Sieg in einem europäischen Finale, inklusive Europapokal der Landesmeister seit 1955/56.
Zumindest das Finale wird wie früher im frei empfangbaren Fernsehen gezeigt. Wer das Duell um den europäischen Titel verfolgen möchte, benötigt keinen kostenpflichtigen Zugang.
Das ZDF überträgt die Begegnung live im Free-TV sowie per Livestream in der Mediathek. Die Übertragung startet um 17 Uhr, Jochen Breyer moderiert, Per Mertesacker und Christoph Kramer sind Experten. Kommentator ist Gari Paubandt.
Parallel läuft das Spiel beim Streaming-Anbieter DAZN, ebenfalls ab 17 Uhr. Laura Wontorra moderiert, Michael Ballack und Nils Petersen liefern die Expertenkommentare, Jan Platte ist der Kommentator.
Wer nicht vor dem Fernseher sitzen kann, bleibt mit unserem TAG24-Liveticker jederzeit auf dem Laufenden.
Eine wichtige Neuerung für die Fans: Das Finale beginnt in Budapest bereits um 18 Uhr statt wie gewohnt um 21 Uhr.
Die Hintergründe dazu findet Ihr in unserem Artikel: „Ungewöhnliche Anstoßzeit – Warum das Champions-League-Finale so früh startet“.
Herzlich willkommen zu unserem Liveticker zum Champions-League-Finale zwischen PSG und Arsenal. Ab 18 Uhr steigt in Budapest das größte Ereignis des europäischen Vereinsfußballs – seid live dabei!