„El Plastico“-Spitzenspiel: Welche Erwartungen Werner jetzt an seine Mannschaft stellt
Leipzig – Wer vor Beginn der Saison darauf gesetzt hat, dass Hoffenheim vor dem Top-Duell mit RB Leipzig am 27. Spieltag drei Punkte Vorsprung auf die Sachsen haben würde, konnte sich schon freuen. Nach dem Erfolg im Hinspiel will die TSG nun auch ihre Bilanz in der Red-Bull-Arena aufbessern.
Bisher endeten von elf Auswärtspartien in der Messestadt acht mit einer Niederlage für Hoffenheim. Lediglich ein Sieg wurde hier eingefahren – ein 5:2 liegt allerdings bereits acht Jahre zurück.
Am Freitagabend (20.30 Uhr/DAZN) kommt es zum Aufeinandertreffen zweier Hochkaräter. Die Hoffenheimer, die in der letzten Saison nur knapp dem Abstieg entronnen sind, belegen aktuell den dritten Rang und liegen drei Punkte vor dem Fünftplatzierten RB Leipzig, das um die Qualifikation zur Champions League bangen muss.
Ein Sieg der von Ole Werner (37) trainierten Mannschaft würde die Punktgleichheit herstellen – und bei einem Erfolg mit mindestens vier Toren Differenz sogar zum Überholen der Leipziger führen. „Alle sind sich der Lage bewusst und wissen, wie eng es zugeht. Wir haben eine großartige Gelegenheit“, erklärte Werner am Donnerstag.
Dafür erfordere es endlich wieder „eine bessere Effizienz im gegnerischen Strafraum, woran wir mit den Spielern intensiv arbeiten“. Statistisch betrachtet sei die Verwertung der Chancen „fast das Einzige, was uns momentan noch fehlt“.
Von den letzten 13 Bundesliga-Spielen konnte Leipzig nur fünf gewinnen. Nach Siegen gegen den HSV und Augsburg mussten die Sachsen am Sonntag eine 0:1-Niederlage in Stuttgart hinnehmen. Seitdem rangieren sie auch hinter dem VfB, mit drei Punkten Rückstand.
Die Mannschaft von Trainer Christian Ilzer (48), die mit Leon Avdullahu (22) eine wichtige zentrale Kraft ersetzen muss, agiert „sehr körperbetont“, verteidigt aggressiv und unterbindet Angriffe „clever“, so Werner.
„Sie schaffen es immer wieder, Umschaltmomente durch starkes Zweikampfverhalten und zahlreiche taktisch kluge Fouls zu verhindern“, berichtete der RB-Coach.
Gegen Hoffenheim wird Werner erneut auf Torwart Maarten Vandevoordt (24) setzen, der den verletzten Peter Gulacsi (35) vertritt. Nach einem gehaltenen Elfmeter beim 2:1 gegen Augsburg verursachte der Belgier das Gegentor beim 0:1 in Stuttgart.
„Er geht professionell und ruhig mit solchen Situationen um“, bestätigte Werner. „Trotz seines jungen Alters ist er ein äußerst erfahrener Torhüter.“
1. Bundesliga Tabelle
Die Bundesliga-Tabelle hat folgende Bedeutung: Der Tabellenführer am Saisonende wird Deutscher Meister. Die Mannschaften auf den Plätzen 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Platz 16) muss in der Relegation um den Verbleib in der Liga kämpfen, wobei der Gegner der Drittplatzierte der 2. Bundesliga ist.