FC St. Pauli Blog: Eintracht-Profi zollt St.-Pauli-Spieler nach Direktvergleich Anerkennung
Hamburg – Durch das torlose Unentschieden gegen Eintracht Frankfurt sicherte sich der FC St. Pauli einen weiteren essenziellen Punkt im Kampf gegen den Abstieg.
Nach dem Spiel sorgten vor allem die Ausfälle von Manolis Saliakas und James Sands für Besorgnis, während Hauke Wahl mit viel Lob bedacht wurde.
In unserem St.-Pauli-Blog halten wir euch stets über alle Neuigkeiten rund um die Mannschaft, mögliche Transfers sowie alles Weitere aus dem Millerntor-Stadion auf dem Laufenden.
Verteidiger Hauke Wahl (31) zeigte sich im Duell gegen den Frankfurter Jonathan Burkardt (25) äußerst souverän. Der Angreifer der Eintracht fand nach dem Spiel lobende Worte für den Kiezkicker.
„Gegen ihn zu spielen ist wirklich unangenehm“, erläuterte Burkardt am Mikrofon von DAZN und führte mehrere Gründe dafür an: „Er ist ständig präsent, immer hinter mir, körperlich sehr robust. Er hat mich komplett im Griff gehabt.“
Wahl revanchierte sich umgehend mit Anerkennung: „Jonathan ist ein außergewöhnlicher Stürmer, meiner Meinung nach einer der besten deutschen Angreifer. Ehrlich gesagt hasse ich es, gegen ihn zu spielen.“
Torhüter Nikola Vasilj (30) erlebte beim 0:0 gegen Frankfurt einen eher entspannten Nachmittag. „Ich hatte kaum Arbeit, was dem super Defensivverhalten der gesamten Mannschaft zu verdanken ist“, lobte der St.-Pauli-Keeper sein Team. Wenn er jedoch gefordert wurde, war er zur Stelle.
Am kommenden Freitag steht mit dem Auswärtsspiel in Gladbach das nächste richtungsweisende Duell im Abstiegskampf an. „Wir müssen unser zuletzt hohes Niveau beibehalten. Das Spiel gegen Gladbach ist besonders wichtig, denn sie sind unser direkter Konkurrent und nur einen Punkt entfernt. Seit Beginn des Jahres fühlt sich für uns jedes Match wie ein Finale an“, betonte Vasilj.
Der Keeper könnte mit einem weiteren Spiel ohne Gegentor einen neuen Rekord aufstellen: Derzeit hält er 208 Minuten ohne Gegentor, sein persönlicher Bestwert liegt bei 287 Minuten.
Auf dem Weg zur Rückkehr: Stürmer Andréas Hountondji (23) sowie Verteidiger David Nemeth (24) sind beim FC St. Pauli wieder voll im Training und könnten bald wieder Spielzeit erhalten.
„Andréas hat noch eine weitere Woche Trainingspause, was ihm gut tut, auch wenn die Woche kurz ist. Im Training zeigte er schon tolle Aktionen“, erklärte Trainer Alexander Blessin (52). Einen Einsatz am Freitag in Gladbach schloss er nicht aus, eine Rückkehr scheint unmittelbar bevorzustehen.
Ähnliches gilt für Nemeth, der zunächst bei der stark abstiegsbedrohten U23-Mannschaft in der Regionalliga Spielpraxis sammeln soll. „Wir schauen, wie die Woche verläuft, dann macht es Sinn, ihn einzusetzen“, so Blessin.
Nach dem torlosen Remis gegen Frankfurt bangt der FC St. Pauli um zwei weitere Spieler.
Manolis Saliakas (29) musste kurz nach der Halbzeit verletzt vom Feld, nachdem er sich während eines Sprints am Oberschenkel berührte. „Ich fühle mich nicht gut. Wir müssen abwarten, was genau los ist. Beim Sprint spürte ich plötzlich etwas im Oberschenkel“, berichtete der Grieche nach dem Spiel.
Trainer Blessin äußerte sich besorgt: „Das sah nicht gut aus, ich vermute eine strukturelle Verletzung.“ Das würde einen Ausfall über mehrere Wochen bedeuten.
Bei James Sands (25) scheint die Situation etwas besser. „Er ist lediglich umgeknickt, aber wir müssen das noch genauer untersuchen“, so Blessin. Sands wurde nach der Partie jedoch von einem Betreuer auf dem Weg in die Kabine gestützt.
Ein ungünstiges Zeichen für den FC St. Pauli: Schiedsrichter Felix Zwayer (44) wird am Sonntag das Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt leiten – unter ihm hatten die Kiezkicker zuletzt keine guten Ergebnisse.
Zwayer pfiff bislang 25 Spiele der Braun-Weißen, wovon acht gewonnen und neun verloren wurden. Die letzten drei Begegnungen unter seiner Leitung endeten jeweils mit einer Niederlage für St. Pauli, zuletzt im November beim 1:3 gegen Bayern München.
Bei der Eintracht sieht die Bilanz etwas positiver aus: Mit 44 Einsätzen als Schiedsrichter gehören die Frankfurter zu Zwayers meistgepfiffenen Teams. 18 Spiele gewannen sie, 15 gingen verloren. In dieser Saison leitete er allerdings noch kein Spiel der SGE.
Am Sonntag fehlen dem FC St. Pauli gleich mehrere Spieler. Neben David Nemeth (24) stehen Trainer Blessin (52) drei weitere Akteure nicht zur Verfügung.
„Mathias Rasmussen (28) fällt erneut aus, er war diese Woche nur mit Lauftraining beschäftigt“, erklärte der Coach. „Auch Karol Mets (32) wird mindestens noch diese und nächste Woche pausieren müssen.“
Andréas Hountondji (23) wird ebenfalls fehlen, auch wenn sich sein Zustand deutlich verbessert habe. „Die Tests verliefen positiv, wir konnten ihn gut belasten. Er hat keine Schmerzen, wir sind zuversichtlich, dass er bald wieder einsatzfähig ist“, so Blessin.
Tomoya Ando (27) kehrt nach seiner Verletzung aus der Vorwoche gegen Hoffenheim zurück in den Kader.
Eric Smith (29) fehlte zuletzt beim Training. Der Schwede gab am Freitagnachmittag auf Instagram bekannt, dass er zum zweiten Mal Vater geworden ist. Voraussichtlich steht er am Sonntag gegen Frankfurt wieder zur Verfügung.
FC St. Pauli Fans aufgepasst: Die DFL hat am Donnerstag die genauen Anstoßzeiten für die Bundesliga-Spieltage 28 bis 30 bekanntgegeben. St. Pauli tritt einmal freitags, einmal samstags und einmal sonntags an.
Die Partien im Überblick:
Sonntag, 5. April (15:30 Uhr): 1. FC Union Berlin vs. FC St. Pauli
Samstag, 11. April (18:30 Uhr): FC St. Pauli vs. FC Bayern München
Freitag, 17. April (20:30 Uhr): FC St. Pauli vs. 1. FC Köln
Schlechte Nachrichten für St. Pauli: Karol Mets (33) fällt verletzt aus. Der Abwehrspieler zog sich beim Auswärtssieg in Hoffenheim eine Verletzung in der linken Wade zu und wird voraussichtlich längere Zeit pausieren müssen.
Besonders ärgerlich: Mets hatte sich nach hartnäckigen Problemen mit der Patellasehne erst in der Saison wieder zurückgekämpft und Mitte Oktober sein Comeback gefeiert.
Trainer Blessin kann jedoch auf Alternativen bauen. Lars Ritzka (27) ersetzte Mets bereits in der zweiten Halbzeit, zudem kommen auch Adam Dzwigala (30) oder Tomoya Ando (27) als Optionen in Frage.
Mit zwei aufeinanderfolgenden Siegen hat sich der FC St. Pauli im Abstiegskampf etwas Luft verschafft und befindet sich aktuell auf dem 15. Tabellenplatz. Am Sonntag wollen die Kiezkicker beim Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt nachlegen. Wann gelang ihnen zuletzt eine ähnliche Erfolgsserie?
Drei Siege in Folge feierte St. Pauli zuletzt in der Saison 2010/11. Damals besiegten sie Köln, den HSV und Gladbach – am Ende stieg das Team jedoch trotzdem ab.
Die längste Siegesserie der Vereinsgeschichte stammt aus der Saison 1989/90, als vier Partien hintereinander gewonnen wurden – gegen Dortmund, Nürnberg, Gladbach und Homburg. Diese Serie bildete die Basis für einen zehnten Tabellenplatz.
In der vorherigen Saison blieb St. Pauli sogar elf Spiele in Folge ungeschlagen, mit drei Siegen und acht Unentschieden.
Philipp Treu (25) erlebte mit St. Pauli zwei große Erfolge – den Aufstieg in die Bundesliga und den anschließenden Klassenerhalt. Dennoch wechselte der Außenverteidiger im Sommer zurück zum SC Freiburg. Im Interview mit transfermarkt.de erläuterte er seine Beweggründe.
„Nach dem starken Jahr in der 2. Liga und einem stabilen Erstliga-Jahr war für mich klar, dass der nächste Schritt folgen muss“, sagte Treu. „Ich habe auch überlegt, vielleicht bei St. Pauli zu bleiben, wollte aber zu einem größeren Bundesliga-Klub mit europäischen Ambitionen wechseln.“
Seine Entscheidung bereut er nicht: „Ich habe mich bewusst für St. Pauli entschieden. Der Sprung von der dritten Liga in die Bundesliga und den internationalen Wettbewerb war mir zu groß. Deshalb entschied ich mich für einen ambitionierten Zweitligisten. So wie es gelaufen ist, war es perfekt. Vom Aufstieg mit St. Pauli in die Bundesliga kann ich später meinen Kindern erzählen. Danach sind wir auch noch drin geblieben, das war etwas Besonderes.“
Beim SC Freiburg hat sich Treu inzwischen einen Stammplatz erkämpft und freut sich besonders auf seine Rückkehr ans Millerntor am 22. März.
Nach dem wichtigen Sieg gegen Werder Bremen wollte St. Pauli beim Auswärtsspiel in Hoffenheim nachlegen, was den Kiezkickern eindrucksvoll gelang.
„Ich bin sehr erleichtert. Es war extrem wichtig, unseren ersten Auswärtssieg außerhalb Hamburgs zu holen, gerade in unserer Situation“, sagte Verteidiger Hauke Wahl (31).
Mit dem Erfolg unterstrich das Team erneut, dass es auch gegen Top-Mannschaften der Liga bestehen kann – schließlich ist Hoffenheim Tabellen-Dritter und hatte zuvor acht Heimspiele in Folge gewonnen.
In der ersten Halbzeit war St. Pauli zwar gefordert, konnte aber immer wieder gefährliche Akzente setzen. „Wir haben es geschafft, ihnen weh zu tun. Das 1:0 kurz vor der Pause war enorm wichtig“, so Wahl.
In der zweiten Halbzeit ging es dann vor allem ums Überleben. „Da war es wirklich nur noch das pure Durchhalten, aber das haben wir gut gemacht“, ergänzte er.
Ein gutes Omen für das Spiel in Hoffenheim: Deniz Aytekin (47) wird die Begegnung am Samstag leiten. Unter seiner Schiedsrichterleitung hat St. Pauli eine starke Bilanz.
Aytekin pfiff bisher 17 Partien des FC St. Pauli, von denen zehn gewonnen und nur drei verloren wurden. Die letzten fünf Spiele mit ihm als Unparteiischen endeten alle mit einem Sieg. Seit neun Begegnungen ist St. Pauli unter seiner Leitung ungeschlagen.
Auch Hoffenheim weist unter Aytekin eine positive Bilanz auf: 14 Siege, zwölf Niederlagen und elf Remis. Beide Teams trafen unter ihm zuletzt in der Saison 2023/24 aufeinander. St. Pauli verbindet damit gute Erinnerungen – das war das letzte Saisonspiel bei Wehen Wiesbaden, in dem sie sich die Meisterschaft in der 2. Bundesliga sicherten.
Im Abstiegskampf kommt es am Samstag (15:30 Uhr) in Hoffenheim auf die Verteidiger Hauke Wahl (31) und Karol Mets (32) an. Der Tabellen-Dritte besitzt die zweitbeste Offensive der Liga.
„Sie haben viel Qualität und die richtigen Spieler auf den passenden Positionen“, sagte Mets. „Es ist ein starkes Team, das das Spiel kontrollieren möchte.“
Im Hinspiel am Millerntor zeigte die TSG diese Stärke eindrucksvoll mit einem 3:0-Sieg, bei dem St. Pauli kaum Chancen hatte. „Sie haben viel richtig gemacht“, räumte Wahl ein. Im DFB-Pokal konnte St. Pauli jedoch die Partie drehen. „Auch dort haben sie wenig falsch gemacht, aber das Spiel kippte zu unseren Gunsten.“
Aus Sicht von Wahl befindet sich Hoffenheim in einem Aufwärtstrend: „Sie sind selbstbewusst und haben aus dem letzten Jahr ihre Lehren gezogen. Die Mannschaft hat sich komplett verändert. Über die individuelle Qualität müssen wir nicht sprechen.“
Obwohl St. Pauli im Pokal bewiesen hat, dass ein Sieg möglich ist, wird der erneute Triumph am Samstag sehr schwer.
Taichi Hara (26) steht bislang erst zweimal auf dem Platz und kam insgesamt auf 22 Minuten Einsatzzeit. Trainer Alexander Blessin (52) erläuterte nun den Plan mit dem japanischen Stürmer.
„Wir wollten ihm mehr Spielzeit geben, aber im letzten Spiel passte es einfach nicht“, begründete Blessin. Er habe sich in der Situation kein gutes Gefühl gehabt.
Im Training zeigt Hara jedoch vollen Einsatz. „Er geht mit viel Tempo zur Sache und hat starke Momente. Vielleicht bekommt er bald wieder Spielzeit.“
Ein Einsatz in der Startelf sei aber noch zu früh. „Er könnte für die letzten 20 Minuten eine Option sein.“
Martijn Kaars (26) hat es derzeit nicht leicht. Für eine Rekordablöse von vier Millionen Euro verpflichtete St. Pauli den Angreifer, der zuvor 19 Tore in der 2. Liga erzielte. Der Durchbruch blieb bisher aus: In 24 Pflichtspielen gelangen ihm fünf Tore und eine Vorlage.
Trainer Blessin beurteilt Kaars jedoch nicht allein nach Toren, sondern nach seinem Beitrag für das Team. „Ich habe mich zuletzt intensiv mit ihm ausgetauscht und Videoanalysen gemacht.“
Das Hauptproblem sei offensichtlich: „Kaars misst sich als Stürmer zunächst an seinen Treffern und Torchancen. In letzter Zeit hatte er nicht viele davon, was dazu führt, dass er etwas zögert.“
Seine Mitspieler konnten ihn bisher noch nicht optimal in Szene setzen, obwohl er klare Stärken besitzt. „Seine Qualität im Strafraum ist unbestritten. Wir müssen ihm helfen, mehr Chancen zu bekommen – und er muss sie nutzen.“
Blessin ist zuversichtlich, dass Kaars mit weiter harter Arbeit bald wieder erfolgreicher wird und glücklicher über seine Tore sprechen kann.
Erfreuliche Nachrichten vom Training: Nach David Nemeth (24) ist auch Andréas Hountondji (23) wieder auf dem Platz. „Er ist draußen und absolviert Laufeinheiten“, berichtete Blessin.
Der Angreifer trainierte lange individuell getrennt vom Team, ist nun zurück. „Es geht jetzt um die nächsten Schritte der Integration. Die ersten Schritte sind gemacht, bald folgen hoffentlich weitere Fortschritte.“
Nemeth befindet sich schon etwas weiter. „Wir steigern die Belastung schrittweise und wollen ihn bald in der zweiten Mannschaft einsetzen, damit er Spielpraxis erhält“, so der Trainer.
Zudem wird Connor Metcalfe (26) wieder zum Kader gehören. Der Mittelfeldspieler trainiert seit zwei Wochen voll mit. „Er kann der Mannschaft viel geben, daher freue ich mich, ihn auf der Bank zu haben.“
Der Sieg gegen Werder Bremen war nicht nur enorm wichtig, sondern auch historisch: Mit dem 2:1 feierte St. Pauli den 50. Heimsieg in der Bundesliga.
Generell hatten die Kiezkicker zuvor erst zwei Pflichtspiele gegen Werder gewonnen: Das erste Bundesliga-Duell 1977/78 (3:1) sowie das legendäre Pokalspiel im Januar 2006, als St. Pauli als Drittligist den Favoriten aus Bremen mit 3:1 aus dem Wettbewerb warf.
Nun verkürzte sich die negative Bilanz zumindest etwas, denn neben den drei Siegen stehen weiterhin fünf Unentschieden und 13 Niederlagen.
Nach dem Erfolg gegen Bremen war die Erleichterung groß, was auch gefeiert wurde.
„Ich gönne mir heute ein oder zwei Bier“, gestand Verteidiger Karol Mets (32). „Es war ein hartes Spiel, aber der Sieg war verdient.“
Zunächst agierten die Kiezkicker aus Sicht des Esten zu nachlässig und verloren viele Bälle zu leicht. Nach der Pause zeigte das Team aber ein anderes Gesicht: „Wir hatten viele gute Szenen und Chancen. Das erste Tor fiel etwas glücklich, aber Glück muss man sich erarbeiten“, sagte Mets. Am Ende siegte St. Pauli mit 2:1 und rückte an Bremen vorbei auf den Relegationsplatz.
Für James Sands (25) war die Rolle am Sonntag ungewohnt. Zum ersten Mal in dieser Saison saß der US-Amerikaner auf der Bank, nachdem er zuvor fast immer in der Startelf stand.
Trainer Blessin erklärte die Entscheidung: „Es geht auch um Frische. Zudem ist mit Eric Smith (29) eine starke Alternative zurück im Kader.“
Die Entscheidung sei nicht leicht gefallen: „James bringt uns viel Qualität im Zweikampf. Er ist zwar unauffällig, aber sehr wichtig. Es tut weh, wenn man solche Qualität auf der Bank lässt.“
In den kommenden Spielen könnte Sands häufiger auf der Bank Platz nehmen, da mit Smith und Jackson Irvine (32) zwei Führungsspieler auf seiner Position stehen.
Ein Sieg gegen Werder Bremen könnte St. Pauli im Abstiegskampf an den Konkurrenten vorbeiziehen – die Bedeutung des Spiels ist entsprechend hoch, wie Kapitän Jackson Irvine (32) weiß.
„Der Druck ist groß, den kann man nicht ignorieren“, sagte der Australier vor dem Spiel bei DAZN. „Es ist ein wichtiges Match, auch wenn noch viele weitere folgen.“
Irvine ist sich bewusst, dass ein Sieg einen großen Schritt bedeuten würde. Gut, dass mit Hauke Wahl (31) und Eric Smith (29) zwei wichtige Stammspieler zurück sind.
Auch Trainer Blessin macht einen guten Eindruck, so Irvine: „Er wirkt ruhig und fokussiert.“
Am Sonntag (17:30 Uhr) wird Sören Storks (37) das Abstiegsduell zwischen St. Pauli und Werder Bremen pfeifen. Der gelernte Zimmerer leitete bereits das Hinspiel an der Weser, das Bremen mit 1:0 gewann.
Mit besseren Erinnerungen verbinden die Kiezkicker die Partie gegen Heidenheim im November, die sie 2:1 gewannen – trotz einer umstrittenen roten Karte für Eric Smith (29). Insgesamt gab es unter Storks zwei weitere Siege, ein Unentschieden und drei Niederlagen.
Bremen hat unter Storks eine negative Bilanz: vier Siege, drei Remis und fünf Niederlagen.
Vor dem direkten Duell zwischen St. Pauli und Bremen erreichte beide Vereine eine traurige Nachricht: Sepp Piontek ist im Alter von 85 Jahren verstorben.
Der gebürtige Pole, aufgewachsen in Ostfriesland, spielte von 1960 bis 1972 für Werder Bremen und absolvierte über 300 Pflichtspiele für die Grün-Weißen. Nach seiner aktiven Karriere trainierte er den Verein von 1971 bis 1975.
Nach Stationen bei Fortuna Düsseldorf und auf Haiti übernahm Piontek den Trainerposten bei St. Pauli und betreute die Kiezkicker in 39 Zweitliga-Spielen.
Weitere Informationen zum Tod von Sepp Piontek findet Ihr im Artikel „Er wurde Deutscher Meister und ließ sich mit Fischen bezahlen: Trainer-Legende Sepp Piontek (†85) ist tot“.
Manolis Saliakas (29) war beim 2:1-Sieg gegen den VfB Stuttgart auf der rechten Seite sehr aktiv und belohnte seine starke Leistung mit dem 1:0-Treffer. Dabei zeigte er eine besondere Jubelgeste.
„Ich habe schon beim Ballkontakt darüber nachgedacht, wie ich feiern könnte“, erzählte der Grieche nach dem Spiel. „Ich hatte so viel Platz.“ Saliakas ließ den Ball elegant über den Spann gleiten und traf sehenswert. „Es ist schön, ein Tor zu erzielen, besonders wenn es so wichtig ist.“
Sein Jubel war eindeutig: Er steckte sich den Ball unter das Trikot und hielt den Daumen im Mund. „Meine Frau ist schwanger“, verriet er stolz. „Es wird ein Junge, der Termin ist im Juni.“
Zum Glück ist zu diesem Zeitpunkt Sommerpause, sodass Saliakas sich voll auf seine neuen Vaterpflichten konzentrieren kann.
Der FC St. Pauli braucht dringend Punkte im Abstiegskampf, der VfB Stuttgart kämpft um die Champions-League-Ränge. Mit einem Sieg könnten die Schwaben einen neuen Bundesliga-Rekord aufstellen.
Stuttgart hatte zuletzt drei Auswärtssiege mit deutlichen Ergebnissen gefeiert – 4:0 in Bremen, 4:1 in Leverkusen und 3:0 in Gladbach. Gelingt ihnen nun auch am Millerntor ein Sieg mit mindestens drei Toren Differenz, wäre das Bundesliga-Geschichte.
Bislang hat das noch kein Team geschafft. Der VfB liegt aktuell gleichauf mit Bayern München (2-mal), RB Leipzig (2-mal) und VfL Bochum.
Benjamin Brand (36) wird am Samstag (15:30 Uhr) die Partie zwischen St. Pauli und dem VfB Stuttgart leiten. Er hat beide Teams bereits in dieser Saison gepfiffen.
Unter seiner Leitung erzielte St. Pauli eine ordentliche Bilanz: Von 16 Spielen wurden sieben gewonnen, zudem gab es zwei Remis. In dieser Saison pfiff Brand das 1:2 von St. Pauli beim SC Freiburg.
Beim VfB fällt die Bilanz anders aus: sechs Siege, vier Unentschieden und nur eine Niederlage. Zuletzt leitete er die Begegnung der Schwaben am 11. Spieltag beim BVB (3:3).
Dem FC St. Pauli droht am Samstag erneut der Ausfall zweier Schlüsselspieler. „Bei Hauke Wahl (31) gibt es noch Hoffnung, die schwindet aber von Tag zu Tag. Wahrscheinlich wird er gegen den VfB nicht spielen können. Bei Eric Smith (29) habe ich noch eine kleine Hoffnung, dass er einsatzfähig ist“, erklärte Trainer Blessin (52). Abgesehen davon steht ihm der erwartete Kader zur Verfügung.
Wahl und Smith fehlten bereits beim Pokalspiel am Dienstag in Leverkusen.
Nach dem Ausfall von Ricky-Jade Jones (23) erhält ein Spieler aus der U23 eine Chance. „Wir haben Romeo Aigbekaen, Max Herrmann und Nick Schmidt als Optionen. Wir werden abwarten, wen wir für das Spiel nominieren“, sagte Blessin.
Tabellenstand der 1. Bundesliga
Die Bedeutung der Bundesliga-Tabelle: Der Erstplatzierte am Saisonende ist Deutscher Meister. Die Plätze 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Platz 16) nimmt an der Relegation teil, um den Klassenerhalt zu sichern. Dabei trifft er auf den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.