Schwerer Fehler von Santos und Last-Minute-Niederlage: SGE verliert turbulentes Flutlichtspiel in Stuttgart
Stuttgart – Nach dem knappen Last-Minute-Unentschieden gegen Borussia Dortmund musste Eintracht Frankfurt sofort die nächsten Rückschläge hinnehmen. Beim VfB Stuttgart unterlag die Mannschaft mit 2:3 (1:2), wobei ein gravierender Fehler von Kaua Santos maßgeblich zum Ergebnis beitrug.
Bis zur 27. Minute schien für die Gäste zunächst alles gut zu laufen – abgesehen vom verletzungsbedingten Ausfall von Younes Ebnoutalib nach knapp 20 Minuten.
Die Frankfurter gingen bereits in der 5. Spielminute durch einen beeindruckenden Kopfball von Rasmus Kristensen in Führung und ließen defensiv kaum etwas zu. Stuttgart bemühte sich zwar, gefährlich zu werden, doch gefährliche Chancen blieben zunächst aus.
Doch dann sorgte ein eklatanter Fehler plötzlich für eine Wende im Spiel.
Eine Flanke von Maximilian Mittelstädt segelte ungefährlich in den Strafraum der Eintracht. Torhüter Kaua Santos kam heraus, hatte den Ball schon an den Händen – ließ ihn jedoch vor die Füße von Ermedin Demirović fallen.
Dieser zögerte nicht lange und schob den Ball blitzschnell an zwei Frankfurtern vorbei zum Ausgleich ins Netz.
Im Anschluss war Santos sichtlich verunsichert, was sich auch auf die Abwehr auswirkte. Das Tor löste in der Cannstatter Kurve und im Großteil des Stadions ekstatische Jubelschreie aus, während die Anhänger der Hessen enttäuscht zurückblieben.
Die Hausherren nutzten die Chance und übernahmen die Spielkontrolle. Deniz Undav, der im Strafraum der Gäste zu viel Platz bekam und von Josha Vagnoman perfekt bedient wurde, erzielte in der 35. Minute mit einem leicht abgefälschten Schuss das 2:1, das die Partie komplett drehte.
Frankfurt verlor zunehmend den Faden und hatte Glück, mit nur einem Tor Rückstand in die Halbzeitpause gehen zu können.
In der zweiten Hälfte lieferten sich beide Teams einen intensiven Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten.
Ein Beispiel gefällig? In der 57. Minute verpasste Chris Führich knapp den möglichen Vorentscheid, als sein Schuss nur knapp am rechten Pfosten vorbeiging. Im Gegenzug jagte Ansgar Knauff den Ball mit einem Volley an die Querlatte (58.). Nur zwei Minuten später scheiterte Undav knapp. Es entwickelte sich ein rasantes Hin und Her.
Vor allem die Schlussphase des nun turbulenten Spiels in der MHP Arena bot Spannung pur, die wohl jedem neutralen Zuschauer gefiel. Undav hätte mehrfach zum Matchwinner werden können, scheiterte jedoch an der Chancenverwertung.
In der 80. Minute feierte Ayoube Amaimouni-Echghouyab ein Traumdebüt für die Eintracht. Kurz nach seiner Einwechslung erzielte der Youngster den Ausgleich zum 2:2. Doch die Freude der Gäste hielt nicht lange an, denn Nikolas Nartey sorgte in der 87. Minute für den erneuten Führungstreffer und damit den 3:2-Endstand für Stuttgart.
Bei der SGE, bei der in den nächsten Tagen erneut eine hitzige Diskussion um den Torwartposten entbrennen dürfte, steht nun am Freitagabend die Auswärtsaufgabe bei Werder Bremen (20:30 Uhr) an. Der VfB Stuttgart empfängt am Sonntag Union Berlin (15:30 Uhr).
Bundesliga, 17. Spieltag
VfB Stuttgart – Eintracht Frankfurt 3:2 (2:1)
VfB Stuttgart: Nübel – Vagnoman, Chabot (74. Jeltsch), Hendriks, Mittelstädt (90.+3 Stergiou) – Karazor, Stiller, Leweling (90.+3 Assignon), Undav, Führich (75. Bouanani) – Demirović (59. Nartey)
Eintracht Frankfurt: Kaua Santos – Kristensen, Koch, Amenda, Theate – Höjlund (66. Dahoud), Skhiri (77. Collins), Doan (77. Amaimouni-Echghouyab), Knauff (66. Götze) – Kalimuendo, Ebnoutalib (20. Bahoya)
Schiedsrichter: Matthias Jöllenbeck (Freiburg) Zuschauer: 60.000
Tore: 0:1 Kristensen (5.), 1:1 Demirović (27.), 2:1 Undav (35.), 2:2 Amaimouni-Echghouyab (80.), 3:2 Nartey (87.)
Gelbe Karten: Chabot (1), Hendriks (2) / Kalimuendo (2), Theate (7)
1. Bundesliga Tabelle
Die Bundesliga-Tabelle entscheidet über Folgendes: Der Erstplatzierte am Ende der Saison wird Deutscher Meister. Die Mannschaften auf den Plätzen 17 und 18 steigen direkt in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Platz 16) hat die Möglichkeit, in der Relegation gegen den Drittplatzierten der 2. Bundesliga den Klassenerhalt zu sichern.