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Last-Minute-Wechsel bei Eintracht Frankfurt

Frankfurt am Main – Am sogenannten Deadline Day gab es normalerweise keine weiteren Aktivitäten bei Eintracht Frankfurt. Doch nun meldet der Klub aus Hessen doch noch einen Last-Minute-Transfer.

Angreifer Jessic Ngankam (25) wird auf Leihbasis an den österreichischen Pokalsieger Wolfsberger AC abgegeben, wie der Bundesliga-Vertreter aus Frankfurt mitteilte.

In Österreich startet die Liga erst an diesem Wochenende wieder, und im Gegensatz zu den meisten europäischen Ligen ist das Winter-Transferfenster dort noch bis Freitag geöffnet.

Der Grund für Ngankams Wechsel nach Kärnten ist nachvollziehbar: Der erfahrene Spieler Markus Pink (34) vom WAC hat sich im Training verletzt und fällt mehrere Wochen aus.

Pink, mit sechs Saisontreffern neben Spielgestalter Dejan Zukic (24) der erfolgreichste Torschütze der Wölfe, wird im Kampf um einen Platz in der Meisterrunde – jener Phase, in der in Österreich der Meistertitel sowie die europäischen Startplätze ausgespielt werden – schmerzlich vermisst.

Beim aktuellen Pokalsieger läuft es in dieser Saison bislang nicht wirklich rund. Am vergangenen Wochenende schied man nach einer knappen 0:1-Niederlage gegen Red Bull Salzburg aus dem Pokal aus, in der Liga steht man momentan nur auf Rang acht, zwei Punkte hinter dem sechsten Platz, der die Teilnahme an der Meisterrunde ermöglicht.

Nun stehen mit den Begegnungen gegen den Grazer AK am Sonntag sowie Blau-Weiß Linz in der kommenden Woche zwei wichtige Spiele gegen die Tabellenschlusslichter an, die unbedingt gewonnen werden müssen. Dabei soll Ngankam unterstützen.

Für den Spieler bietet sich eine gute Chance, um wieder Spielpraxis zu sammeln. Im vergangenen April hatte sich Ngankam während seiner Leihe zu Hannover 96 einen Schien- und Wadenbeinbruch zugezogen und kehrte erst im November zum Kader von Eintracht Frankfurt zurück.

Trotz der angespannten Personallage in der Frankfurter Offensive kam er bisher nur zu vier Kurzeinsätzen und stand zuletzt nicht einmal auf der Ersatzbank. Auch unter dem neuen Trainer Albert Riera (43) ist mit einer Änderung kaum zu rechnen.

Umso bedeutsamer ist es daher, dass sich der körperlich starke Mittelstürmer nun erneut beweisen und so auf sich aufmerksam machen kann.

Erstmeldung vom 6. Februar, 08:28 Uhr, aktualisiert um 17:14 Uhr.