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Eintracht Frankfurt ärgert sich über „verlorene Punkte“ beim FC St. Pauli: Welche Forderungen Riera nun stellt

Von Sebastian Stiekel

Hamburg/Frankfurt am Main – Nach dem torlosen Unentschieden bei FC St. Pauli herrschte bei Eintracht Frankfurt alles andere als Zufriedenheit. Der Champions-League-Teilnehmer läuft Gefahr, den sechsten Tabellenplatz aus den Augen zu verlieren. Welche Maßnahmen Trainer Albert Riera (43) jetzt fordert.

Nur ein Punkt gegen den abstiegsbedrohten FC St. Pauli – für die hohen Erwartungen bei Eintracht Frankfurt eindeutig zu wenig.

„Wir sind Eintracht Frankfurt und wollen stets als Sieger vom Platz gehen. Deshalb fühlen sich diese zwei verlorenen Zähler wie eine verpasste Chance an“, erklärte Abwehrspieler Nnamdi Collins (22) nach dem 0:0 gegen den derzeitigen Tabellen-16. aus Hamburg. St. Pauli sei ein Gegner, „der nicht so weit oben steht, und wir wollen noch in den Europapokal“, so Collins weiter.

„Doch betrachtet man den Spielverlauf, kann man auch nicht behaupten, das Ergebnis sei völlig unverdient oder eine Katastrophe gewesen.“

Auch Markus Krösche (45), Frankfurts Sportvorstand, zeigte sich enttäuscht über die verpasste Möglichkeit, den Abstand auf den Tabellensechsten Bayer Leverkusen zu verkürzen.

So bleibt der Rückstand von neun Punkten bestehen. „Angesichts der Spieltag-Ergebnisse hätten wir natürlich lieber drei Punkte mitgenommen. Deshalb muss man sagen, dass wir heute zwei Punkte liegenlassen haben“, kommentierte er.

Der neue Eintracht-Coach Albert Riera analysierte die Partie mit großer Differenziertheit. Auch der Spanier war mit Leistung und Resultat nicht zufrieden.

Er betonte jedoch, dass nach erst fünf Bundesliga-Spielen unter seiner Leitung noch Zeit benötigt werde, bis die Mannschaft genau so auftritt, wie er es sich vorstellt.

„Wir müssen den Umgang mit dem Ball deutlich verbessern – das ist die Realität“, so Riera. „Wenn jeder Spieler drei Ballkontakte hat, bevor er weiterspielt – drei Kontakte, drei Kontakte, drei Kontakte –, dann kannst du den Gegner kaum überraschen.“

Der Trainer verfolgt andere Zielsetzungen: „Wir arbeiten daran im Training und ich bin zuversichtlich, dass wir das in Zukunft besser umsetzen werden.“

Der ehemalige Profi des FC Liverpool nahm seine Spieler in Hamburg in Schutz. „Meine Mannschaften verlieren nie an Einstellung, Einsatz, Leidenschaft und Motivation. Das haben wir heute gezeigt. Ich wäre enttäuscht, wenn meine Spieler das nicht zeigen würden“, sagte Riera. „Hätten wir unsere Qualität heute besser abrufen können? Natürlich! Aber wir arbeiten erst seit vier Wochen zusammen. Ich stelle hohe Ansprüche. Das braucht Zeit. Willst du eine andere Leistungsstufe erreichen, ist das unerlässlich.“

1. Bundesliga – Tabelle im Überblick

Die Bedeutung der Bundesliga-Tabelle ist wie folgt: Wer am Saisonende auf Platz 1 steht, wird Deutscher Meister. Die Mannschaften auf den letzten Plätzen 17 und 18 steigen in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Rang 16) muss in der sogenannten Relegation um den Verbleib in der Liga kämpfen. Dort trifft er auf den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.