zurück

Eintracht Frankfurt entlässt Trainer Toppmöller

Frankfurt am Main – Am Samstag hielten die Verantwortlichen von Eintracht Frankfurt eine Krisensitzung ab, bei der offenbar eine endgültige Entscheidung gefallen ist: Der Klub trennt sich mit sofortiger Wirkung von Trainer Dino Toppmöller (45).

Dies berichtet Florian Plettenberg, Transfer-Experte bei Sky, auf seinem X-Kanal. Toppmöller war seit Juli 2023 im Amt und hatte einen Vertrag, der bis Ende Juni 2028 gültig war.

Ausgelöst wurde die Maßnahme durch das 3:3-Unentschieden am Freitagabend bei Werder Bremen. In den letzten neun Partien in Bundesliga und Champions League gelang den Hessen lediglich ein Sieg – am 13. Dezember mit 1:0 gegen den FC Augsburg.

Im DFB-Pokal schied das Team bereits in der zweiten Runde nach einem Elfmeterschießen gegen Borussia Dortmund aus.

Mit aktuell nur dem siebten Platz in der Tabelle steht die Teilnahme an europäischen Wettbewerben kommende Saison auf der Kippe, denn selbst die Play-offs zur Conference League wären für die Eintracht derzeit außer Reichweite.

Seit der Winterpause erreichte die Mannschaft lediglich ein 3:3 gegen den BVB , verlor anschließend mit 2:3 in Stuttgart und spielte zuletzt erneut remis bei Werder. Dabei ließ die Eintracht zweimal eine Führung aus den Händen gleiten.

Sportvorstand Markus Krösche (45) hatte direkt nach dem Spiel kein eindeutiges Statement zum Verbleib des Trainers abgegeben, doch nun zogen er und die Führungsspitze um Präsident und Aufsichtsratsvorsitzenden Mathias Beck (54) die notwendigen Konsequenzen.

Offiziell hat sich der Verein bislang nicht geäußert. Wie es in der Trainerfrage weitergeht und ob neben Toppmöller auch weitere Mitglieder seines Teams entlassen werden, bleibt ungewiss.

Die Bild-Zeitung brachte als möglichen Nachfolger den ehemaligen Leverkusen-Coach Xabi Alonso (44) ins Gespräch, der erst vor Kurzem nach nur einem halben Jahr bei Real Madrid entlassen wurde.

Ob eine derart rasche Rückkehr in die Bundesliga für Alonso realistisch ist, wird sich noch zeigen. Der Spanier soll bei mehreren europäischen Klubs auf der Wunschliste stehen.

Wer auch immer die Nachfolge antritt, er muss die Eintracht umgehend wieder auf Erfolgskurs bringen. Bereits am Mittwoch steht das vorletzte Gruppenspiel in der Champions League bei Qarabağ Ağdam an, am darauffolgenden Samstag empfängt Frankfurt die TSG Hoffenheim im heimischen Stadion.