Was ist hier los? Eintrachts Chancentod Wahi glänzt bei Nizza mit spektakulärem Debüt
Frankfurt am Main/Nizza – kaum zu fassen: Elye Wahi, der bei Eintracht Frankfurt bereits als absoluter Fehlgriff galt, kam in Frankfurt so gut wie gar nicht zum Zug. Nun aber trifft er bei seinem Debüt für OGC Nizza nach weniger als neun Minuten auf dem Platz!
Der Franzose wechselte erst am 2. Januar auf Leihbasis von den Hessen zum Ligue-1-Tabellen-13. Einen Tag nach seinem 23. Geburtstag brachte ihn der neue Trainer Claude Puel (64) im Heimspiel gegen Racing Straßburg am Samstagabend nach der Halbzeitpause beim Rückstand von 0:1 ins Spiel.
Nur wenige Minuten später, in der 54. Minute, erzielte Wahi ein sehenswertes Tor zum Endstand von 1:1!
Dieser Treffer sorgte auch unter den Fans der Frankfurter für großes Aufsehen. Bei den Anhängern der Adlerträger stand der Franzose schon seit Monaten in der Kritik, wurde zeitweise sogar ausgepfiffen.
Diese Kritik war jedoch nicht unbegründet. Für 26 Millionen Euro kam Wahi Anfang letzten Jahres von Olympique Marseille an den Main, doch die Erwartungen an ihn blieben unerfüllt.
Insgesamt gelang ihm für die Frankfurter lediglich ein Treffer: zum 4:0 im ungefährdeten 5:0-Sieg gegen den Oberligisten FV Engers in der ersten Runde des DFB-Pokals.
Sein erneuter Treffer dürfte auch Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche (45) nicht entgangen sein und sicherlich wohlwollend registriert worden sein. Nizza hat nämlich keine Kaufoption für Wahi, der somit nach Ablauf seiner Leihe im Sommer zur SGE zurückkehren wird.
Jeder Treffer in der Ligue 1 bringt den Franzosen zudem auf dem Transfermarkt weiter nach oben. Laut "Transfermarkt.de" ist sein Marktwert im letzten Jahr auf zwölf Millionen Euro gefallen.
Oder gelingt dem Stürmer doch noch die Rückkehr zu seiner früheren Form, sodass er für den Bundesligisten eine wertvolle Verstärkung sein kann?
In seiner erfolgreichsten Zeit beim HSC Montpellier, für den er von Anfang 2021 bis Sommer 2023 spielte, erzielte er in 92 Pflichtspielen beeindruckende 32 Tore und bereitete neun weitere vor.
Das machte ihn zum Shootingstar der Ligue 1 und brachte ihm das Interesse zahlreicher großer europäischer Klubs ein.