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Glücksmoment in der Nachspielzeit: Eigentor sichert RB Leipzig den Sieg gegen Augsburg!

Von Tom Bachmann

Leipzig – Obwohl Augsburg schon lange als Lieblingsgegner galt und die Voraussetzungen hervorragend waren, benötigte RB Leipzig am Samstag im Bundesliga-Spiel gegen den FC Augsburg letztlich sogar „Unterstützung“ vom Gegner, um als Sieger vom Platz zu gehen: Ein Eigentor entschied die Partie zugunsten der Sachsen, die vor heimischem Publikum mit 2:1 gewannen.

In der Nachspielzeit erzielte Arthur Chavez (90.+2) ein unglückliches Eigentor, nachdem David Raum eine Flanke geschickt in den Strafraum gebracht hatte. Dieses Tor sicherte den Roten Bullen die drei Punkte und verbessert ihre Chancen im Rennen um die Champions-League-Plätze.

RB Leipzig bleibt zwar auf dem fünften Tabellenplatz, hat nun aber punktgleich mit dem Viertplatzierten VfB Stuttgart.

Vor 41.563 Zuschauern ging Augsburg durch Robin Fellhauer (39. Minute) in Führung – eine überraschende Tatsache, da die Gäste über weite Strecken sehr defensiv agierten. Zuvor hatte Leipzigs Keven Schlotterbeck in der 23. Minute einen Handelfmeter vergeben. Der Ausgleich gelang dann Yan Diomande (76.), während das Eigentor in der Schlussphase für riesige Erleichterung und Jubel sorgte.

Nur wenige Stunden vor Anpfiff fanden bei Leipzig die regulären Abläufe statt: Bei der Mitgliederversammlung wurden ambitionierte Ziele verkündet, es gab viel Lob und Entlastung. Oliver Mintzlaff wurde erneut als Vorsitzender des Aufsichtsrats bestätigt.

Auch auf dem Spielfeld zeigte sich erwartungsgemäß ein taktisch geprägtes Spiel. Augsburgs Defensivtaktik erinnerte an das „Bus parken“ aus der englischen Premier League: Neun Spieler verteidigten eng um den eigenen Strafraum und hofften auf Konterchancen. Leipzig versuchte mit technisch starken Spielern wie Antonio Nusa, Yan Diomande und Brajan Gruda dagegenzuhalten, wirkte aber über lange Phasen zu behäbig.

Erst nach 29 Minuten gelang Diomande ein Durchbruch über die rechte Seite, sein scharfer Schuss wurde jedoch von FCA-Keeper Finn Dahmen abgewehrt. Eigentlich hätte Leipzig zu diesem Zeitpunkt auch schon zurückliegen können: Nach einer Ecke zog Mert Kömür (21.) aus der Distanz ab, doch der Ball wurde mit Hilfe des Arms von Christoph Baumgartner ins Aus gelenkt – ein Handspiel, das den Elfmeter zur Folge gehabt hätte. Keven Schlotterbeck scheiterte allerdings im Strafstoßduell an Maarten Vandevoordt (23.).

Dass Augsburg schließlich doch traf, überraschte nicht nur die Leipziger Anhänger. Fabian Rieder setzte sich mit einem cleveren Laufweg gegen Ridle Baku auf der linken Seite durch, drang in den Strafraum ein und spielte den Ball hinter die Abwehr. Robin Fellhauer hatte bei seinem zweiten Saisontor keine Probleme.

Nach dem Ausgleich tat sich Leipzig zunächst schwer. Christoph Baumgartner vergab in der 50. Minute frei vor Dahmen, zudem wurde ein Foul an Brajan Gruda im Strafraum nicht geahndet – der Schiedsrichter entschied auf Ecke.

Augsburg blieb vor allem durch schnelle Konter gefährlich. Vandevoordt parierte glänzend gegen Dimitros Giannoulis und kurz darauf auch gegen Anton Kade. Auf der Gegenseite traf Castello Lukeba (66.) bei einem Kopfball nach einer Ecke nur den Pfosten – der Auftakt der Leipziger Schlussphase, in der auch Romulo (73.) an Dahmen scheiterte.

Nach einer Vorlage des eingewechselten Conrad Harder erzielte Yan Diomande schließlich den Ausgleich. Augsburg blieb jedoch gefährlich und setzte auch nach dem Gegentreffer auf Konter. Rodrigo Ribeiro (83.) verpasste die erneute Führung mit einem Lupfer, der nur den Pfosten traf. Drei Minuten später parierte Dahmen glänzend gegen Harder.

1. Bundesliga Tabelle

Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Der Verein, der am Saisonende auf Platz 1 steht, wird Deutscher Meister. Die Plätze 17 und 18 führen zum Abstieg in die 2. Bundesliga, während der Drittletzte (Platz 16) in die Relegation muss, um den Klassenerhalt zu sichern. Dort trifft er auf den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.