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„Scholle“ wird 60! Dynamos beliebter Co-Trainer feiert runden Geburtstag

Antalya (Türkei) – „Leg dich nicht mit 'Scholle' auf Spielchen ein“, hallte es am Dienstagmorgen über den Trainingsplatz im türkischen Trainingslager von Dynamo Dresden. Heiko Scholz (60) zeigte Youngster Kofi Amoako (20) kurzerhand, wie präzise Pässe wirklich sein müssen.

Auch mit mittlerweile 60 Jahren ist er nach wie vor topfit! Heute am Mittwoch begeht Dresdens Co-Trainer seinen Ehrentag, den er wohl eher zurückhaltend feiern wird.

Denn „Scholle“ mag es nicht, im Rampenlicht zu stehen. Er arbeitet lieber unauffällig im Hintergrund, bringt aber immer wieder mit frechen Sprüchen oder Anekdoten aus früheren Zeiten gute Stimmung ins Team. Ein Beispiel gefällig?

Mit einem schelmischen Grinsen warf er seinem Co-Trainer Valentin Vochatzer (30) zu: „Die ist doch lang genug.“ Vochatzer hatte sich gerade über Schmerzen an der Nase beklagt, nachdem er beim Fünf-gegen-zwei einen Ball ins Gesicht bekommen hatte.

Spieler, Fans auf der Tribüne und auch Vochatzer selbst lachten herzhaft – eine von vielen Situationen, die verdeutlichen, welch große Bedeutung der gebürtige Görlitzer für den Teamzusammenhalt hat.

„Er ist einfach ein Sonnenschein, jemand, den man sofort umarmen möchte, wenn man ihn sieht. Ein Typ, der immer einen lockeren Spruch parat hat. Diese entspannte Art tut der Mannschaft einfach gut“, beschreibt Sportchef Sören Gonther (39) treffend.

Der nun 60-jährige Jubilar gilt zudem als Identifikationsfigur und wichtige Verbindung zu den Fans, denn „Scholle“ hat als Spieler selbst die besseren Tage der SG Dynamo Dresden erlebt.

Von 1990 bis 1992 absolvierte der spätere Bayer Leverkusen-Profi 68 Pflichtspiele in Schwarz-Gelb – in der DDR-Oberliga, der 1. Bundesliga, dem Europapokal der Landesmeister sowie im DFB- und FDGB-Pokal und erzielte dabei zehn Tore und zehn Vorlagen. 1992 wurde er darüber hinaus mit der DFB-Auswahl Vize-Europameister.

Scholz hat viele Geschichten parat, von denen einige Spieler gern hören. „Ich schätze ihn sehr. Es ist toll, wenn er aus früheren Zeiten erzählt“, sagte Christoph Daferner (27) bereits im Sommer. „Es ist gut, dass er hier ist.“ Hoffentlich bleibt er uns noch lange erhalten!

2. Bundesliga Tabelle

Die Tabelle der 2. Bundesliga zeigt Folgendes: Wer am Saisonende den ersten Platz belegt, wird Meister der Zweiten Liga und steigt direkt in die 1. Bundesliga auf. Dasselbe gilt für den zweiten Rang. Der Drittplatzierte muss in die Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga, um den Verbleib beziehungsweise Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse zu klären.