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Dynamo-Torwart Schreiber überzeugt gegen Hannover, bleibt jedoch bescheiden

Hannover – Lange Zeit blieb Dynamo-Schlussmann Tim Schreiber ohne Ballkontakt, doch in der zweiten Spielhälfte war er mehrfach gefordert. Der 23-Jährige parierte gleich drei hochkarätige Chancen und sicherte seinem Team vor 40.300 Zuschauern ein torloses Unentschieden gegen die heimstarken 96er – ein Punkt, der am Ende noch sehr wertvoll sein könnte.

Bereits in der Vorwoche zeigte Schreiber beim 1:2 gegen Elversberg eine starke Leistung, konnte die Gegentore jedoch nicht verhindern. Damals blieb der Lohn aus, diesmal nicht. Zum zweiten Mal in dieser Saison musste er keinen Treffer hinter sich hinnehmen.

Auf die Frage, ob er mit seiner Leistung zufrieden sei, antwortete der 23-Jährige nach dem Spiel zunächst etwas zurückhaltend: „Das war gut.“ Doch dann lockerte er auf: „Ein Stürmer sagt immer, das schönste Gefühl ist ein Tor zu erzielen. Ich hingegen finde: Das beste Gefühl ist es, eines zu verhindern.“

Genau das gelang ihm: Gegen Elias Saad (63.) und Boris Tomiak (78.) zeigte er bereits starke Paraden. Doch wie er in der Nachspielzeit (90.+4) den Kopfball des Isländers Stefan Thordarson aus dem Winkel fischte, war echte Spitzenklasse.

Mit dieser Vorstellung – ohne Unsicherheiten am Ball und beim Herauslaufen – hat Schreiber wohl den letzten Kritiker endgültig überzeugt. Dennoch werden die ewigen Meckerer sicher auch diesmal etwas finden.

„So eine Saison ist ein Lernprozess, ich bin noch ein junger Torwart. Viele unterschätzen, dass ich erst 23 Jahre alt bin“, erläuterte Schreiber. „Ich bleibe meinem Weg treu und arbeite weiter an mir, um mich weiterzuentwickeln. Wenn das auch von außen anerkannt wird, freut mich das natürlich.“

In Hannover war Schreiber der herausragende Spieler auf Dresdner Seite. Insgesamt präsentierte sich die Abwehr stabil. Bis zur ersten Möglichkeit von Saad kam von Hannover keine echte Gefahr, danach verteidigte Dynamo mit großem Einsatz.

„Es ist wichtig, endlich wieder einmal ein Spiel ohne Gegentor zu absolvieren. Schade, dass wir am Ende nicht trafen. Darauf können wir aufbauen – defensiv standen wir sehr sicher. Diese Stabilität ist das Entscheidende“, sagte der Keeper.

Obwohl Dynamo defensiv stark auftrat, kam offensiv nicht viel zustande. Zudem hatten die Gäste auch Glück: Der Ziehen an Alexander Rossipal (58.) im eigenen Strafraum an Daisuke Yokota war ohne Frage ein Strafstoß. Zudem hätte Rossipal für diese Aktion die Ampelkarte sehen müssen.

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2. Bundesliga – Tabelle

Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Am Saisonende wird der Erstplatzierte Meister der 2. Liga und steigt direkt in die Bundesliga auf. Dasselbe gilt für den Zweitplatzierten. Der Drittplatzierte muss in die Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga, um den Aufstieg oder Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse zu klären.