Dynamos Kapitän fordert: „Heimspiele musst du für dich entscheiden!“
Dresden – Jeder Trainer der gegnerischen Mannschaften betont stets, wie schwer es ist, in Dresden Punkte zu ergattern. Starkes Team, begeisterte Fans, mitreißende Atmosphäre – diese Argumente werden immer wieder genannt. Dennoch haben bis auf Düsseldorf und Fürth fast alle anderen Teams dort Zähler mitnehmen können. Mit lediglich neun mageren Punkten aus bisher elf Heimpartien herrscht im Dynamo-Lager wenig Zufriedenheit. Auch Vize-Kapitän Niklas Hauptmann (29) teilt diese Meinung.
In der Statistik belegt die SGD aktuell Rang 16. Nur Fürth und Magdeburg stehen noch schlechter da. „Die Heimspiele sind die Partien, die du unbedingt gewinnen musst, die wir gewinnen wollen. Die musst du für dich entscheiden“, erklärte Hauptmann nach der schmerzhaften und unnötigen 1:2-Niederlage gegen die SV Elversberg.
„Das tut gerade richtig weh“, gestand er ein. Sechs weitere Heimspiele stehen für Dynamo noch an – gegen Darmstadt, Münster, Hertha, Bochum, Kaiserslautern und Kiel. Fast alle müssen gewonnen werden, um eine realistische Chance auf den Klassenerhalt zu wahren.
Vor allem im Hinblick auf die Tabelle – viele direkte Konkurrenten konnten ebenfalls nicht alle Punkte einfahren – schmerzte die Pleite gegen Elversberg sehr. Dresden hätte den Sprung aus der Abstiegszone schaffen können.
Auch wenn die Profis immer wieder betonen, dass sie nicht auf die Tabelle schauen, hätten diese drei „Big Points“ viel bedeutet. „Ja, ganz klar. Wir sind gut in die Rückrunde gestartet, was auch nötig war, um jetzt im Kampf um den Klassenerhalt dabei zu sein. Es tut besonders weh, weil ich finde, dass zumindest mit der Leistung in der ersten Halbzeit und zum Ende hin zumindest ein Unentschieden drin gewesen wäre“, haderte er.
Dass Dynamo im neuen Jahr nicht mühelos durchs Programm marschieren würde, war allen bewusst. Nach der ersten Niederlage 2026 müssen jedoch die richtigen Schlüsse gezogen werden.
„Wir haben uns darauf eingestellt, dass Rückschläge kommen werden. Diese werden wir analysieren und dann zurückschlagen“, versprach „Haupe“.
Wo es in Dresden hakt, ist ebenfalls klar: Die Gegentore fielen zu leichtfertig. „Auf den ersten Blick wirkte der Ausgleich zu einfach. Man muss dafür sorgen, die Bälle zu klären und früh ins Pressing zu kommen“, erklärte Hauptmann.
Und vorne müssen die Chancen besser genutzt werden.