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Die neuen Spieler von Dynamo zeigen Wirkung – sowohl auf dem Rasen als auch abseits

Dresden – Der Wettbewerb belebt das Geschäft – ein Satz, den jeder Trainer irgendwann einmal geäußert hat, ebenso wie jeder Spieler, der sich mit einem Neuzugang auseinandersetzen musste. Bei Dynamo ist das nicht anders. Allerdings machen die Neulinge nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch daneben einen spürbaren Unterschied.

Torwart Elias Bethke (22) hat zwar noch keine Spielminute für die SGD absolviert, sorgt aber für ordentlich Druck auf Tim Schreiber (23). Dieser ist sich bewusst, dass er sich keine größeren Fehler erlauben darf. Während seiner Zeit auf Schalke blieben vor allem seine spektakulären Paraden, etwa kurz vor dem 2:2-Ausgleich, im Gedächtnis. Schreiber liefert konstant ab.

Auf dem Rasen haben sich Thomas Keller (26) und Robert Wagner (22) längst einen Stammplatz erkämpft. Letzterer fehlte lediglich wegen einer Gelb-Rot-Sperre. Jason Ceka (26) und Jonas Sterner (23) standen regelmäßig auf dem Feld. Ben Bobzien (22) wurde bisher zweimal eingewechselt. Alle sechs Neuankömmlinge haben die Qualität des Kaders sichtbar gesteigert.

Demgegenüber stehen bei den Feldspielern nur drei Abgänge, was es Trainer Thomas Stamm (42) zunehmend erschwert, die Mannschaftsaufstellung vorzunehmen – eine noch größere Herausforderung als im Herbst.

„Es wird immer wieder schwere Entscheidungen geben“, erklärte er vor dem Spiel auf Schalke.

Und solche schwierigen Entscheidungen gab es tatsächlich. Claudio Kammerknecht (26)? Komplett aus dem Blickfeld verschwunden. Jan-Hendrik Marx (30)? Ebenfalls nicht mehr im Fokus. Friedrich Müller (19)? So schnell weg, wie er gekommen war!

Selbst in Gelsenkirchen traf es Vinko Sapina (30), obwohl Wagner, der normalerweise seine Position einnimmt, gerade gesperrt fehlte.

Zum Thema Sapina äußerte sich Stamm nur knapp: „Er war eine von vielen schwierigen Entscheidungen, die uns in den kommenden Wochen noch bevorstehen.“

Gleichzeitig betonte er vor einigen Tagen, „dass wir im Verlauf der Rückrunde auf jeden Spieler angewiesen sein werden.“ Damit meinte er alle möglichen Szenarien wie Sperren, Krankheiten oder Verletzungen.

Besonders erfreulich für ihn dürfte sein, dass sich zuletzt Spieler, die nicht zur Startelf gehörten, mit großer Einsatzbereitschaft zurückgemeldet haben.

Ein Beispiel dafür lieferte Konrad Faber (28) bei Schalke: Er ersetzte Sterner und zeigte keineswegs eine schwächere Leistung. Im Gegenteil, Sterner hat noch nicht die Stabilität wie im Vorjahr – vielleicht wird er diese auch erst noch erreichen. Faber hingegen überzeugte, bewies seinem Trainer, dass ein Spielerausfall kein Qualitätsverlust bedeuten muss. Insgesamt eine hervorragende Situation für den Coach.

Tabellenstand der 2. Bundesliga

Die Rangliste der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Der Verein, der am Saisonende auf Platz 1 steht, wird Meister der 2. Liga und steigt direkt in die 1. Bundesliga auf. Dasselbe gilt für den Zweitplatzierten. Der Drittplatzierte hingegen muss in einem Relegationsspiel gegen den Drittletzten der Bundesliga antreten, um entweder den Aufstieg zu schaffen oder in der höchsten deutschen Spielklasse zu verbleiben.