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Dynamos „Eisenschädel“ Pauli: Selbst die Erinnerung an seinen Blackout hält ihn nicht auf

Dresden – Julian Pauli, Dynamos eiserner Kopf, gönnt sich nach seiner Verletzung etwas mehr Schonzeit als seine Teamkollegen. Beim ersten Training nach dem

2:2 auf Schalke am Dienstag fehlte der 20-Jährige noch. Nach seiner Kopfverletzung im Spiel war dies eine reine Vorsichtsmaßnahme, zumal der Youngster aus der vergangenen Saison bereits Erfahrungen mit solchen Situationen hat.

Rund eine Stunde nach Anpfiff wurde es plötzlich still in der Arena. Im Strafraum von Dynamo kollidierten Pauli und Schalkes Nikola Katic (29) mit den Köpfen, beide blieben liegen und mussten behandelt werden. Glücklicherweise konnten sie weiterspielen – jeder trug danach einen Verband um den Kopf.

„Ich wollte einfach zum Kopfball gehen, dann gab es diesen Zusammenprall. Das kenne ich noch aus der letzten Saison“, erzählt Pauli, der sich damals im Trikot des 1. FC Köln eine schwere Gehirnerschütterung zuzog und lange pausieren musste.

In Gelsenkirchen erlitt er „zumindest eine Schnittwunde“: „Es war dieselbe Stelle wie damals, die Narbe ist wieder aufgegangen.“

„Ich habe Kopfschmerzen, aber ansonsten wird alles gut“, sagt Pauli. Verständlicherweise kommen ihm die Erinnerungen an den 4. Dezember 2024 wieder in den Sinn.

Im Achtelfinale des DFB-Pokals 2024/2025 gegen Hertha BSC hatte es ihn ebenfalls erwischt. Damals war er im gegnerischen Strafraum aktiv, als Marton Dardai (23) ihn traf.

„Natürlich dachte ich kurz daran. Aber dieses Mal fühlte es sich ganz anders an, damals kam der Schlag seitlich und nicht frontal. Ich spielte sogar weiter und verursachte noch einen Elfmeter. Rückblickend war das Wahnsinn – ich war total orientierungslos und hätte nicht nach Hause gefunden“, erinnert sich Pauli an seinen Blackout vor 14 Monaten:

„Danach fiel ich vier Monate aus und hatte große Probleme damit. Im ersten Moment dachte ich wieder daran, aber diesmal war es nur ein leichtes Brummen.“

Beeindruckend ist, dass Pauli trotz seiner Verletzung in der Veltins-Arena weiterhin jedes Kopfballduell suchte und sich nicht zurückzog. In der ersten Halbzeit zeigte er gemeinsam mit dem Team eine starke Leistung. Defensiv war es die beste Halbzeit dieser Saison. „Definitiv, gegen Schalke lief bei denen gar nichts“, so Pauli.

„In der zweiten Hälfte müssen wir uns aber steigern.“ Insgesamt hatte er zusammen mit Nebenmann Thomas Keller in der Rückrunde die Dinge gut im Griff: „Wir nehmen mit, dass wir jeden schlagen können – egal, wer auf dem Platz steht. Jetzt haben wir Blut geleckt und müssen weiterhin Vollgas geben.“

Ob mit oder ohne Brummschädel.

Tabelle 2. Bundesliga

Die Bedeutung der 2. Bundesliga Tabelle ist folgende: Wer zum Saisonende den ersten Platz belegt, wird Meister der zweiten Liga und steigt direkt in die 1. Bundesliga auf – das gilt ebenso für den Zweitplatzierten. Der Drittplatzierte muss in die Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga, um den Aufstieg oder Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse zu klären.