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Der zweite Anzug passt nicht: Von der Dynamo-Reserve kommt zu wenig Unterstützung

Dresden – Nach der 1:2-Niederlage in Paderborn zog sich der Aufenthalt in der Mixed-Zone ungewöhnlich lange hin. Die Spieler wurden zunächst gemeinsam in die Kabine gebeten – ein eher seltenes Vorgehen. „Wir haben einige Dinge offen angesprochen“, erklärte Dynamo-Trainer Thomas Stamm (43) später bei der Pressekonferenz. Der 43-Jährige zeigte sich wenig zufrieden mit der Leistung im zweiten Durchgang. Liegt das an einem Qualitätsmangel?

Natürlich wollte man wissen, was genau besprochen wurde. Stamm blockte die Nachfrage jedoch sofort ab, ohne dass ein Journalist aus Dresden eine Antwort erhielt: „Das können Sie sich sparen, da kommt nichts raus.“

Vielleicht musste der Coach in diesem Moment auch anerkennen, dass seine Startelf hervorragend funktioniert, die Spieler von der Bank aber nicht vollständig überzeugen.

Zwei Beispiele: Abgesehen von den Partien in Schalke und Hannover (wo es zur Halbzeit 0:0 stand) führte seine Mannschaft in der Rückrunde in jedem Spiel zur Pause, also insgesamt acht Mal. Das ergab 26 Punkte mit dem Pausenpfiff. Am Ende standen 16 Zähler zu Buche – eine durchaus respektable Bilanz, aber dennoch hätte mehr möglich sein können.

„Der Unterschied ist einfach zu groß“, räumte auch Stamm ein.

Ein weiteres Beispiel: Bei Paderborn wurde Steffen Tigges (27) zur 46. Minute eingewechselt und veränderte die Partie entscheidend. Er erzielte beide Treffer und markierte damit die elften und zwölften Jokertore für den SCP. Dynamo kann von der Bank bisher nur drei Tore vorweisen – ein deutlicher Unterschied.

Insgesamt kommt zu wenig Impulse von der Ersatzbank. In Paderborn wurden im Verlauf der zweiten Hälfte Christoph Daferner (28), Jakob Lemmer (25), Nils Fröling (25), Luca Herrmann (27) und Stefan Kutschke (37) eingewechselt – Spieler, die durch die Neuzugänge im Winter in der Rückrunde nicht mehr die gewohnt häufige Einsatzzeit aus der Hinrunde erhalten.

Plötzlich erinnerte die Partie an den Herbst: Gut mitgespielt, nicht viel schlechter gewesen, aber ohne echte Durchschlagskraft. Die Wechsel brachten nicht den erhofften Effekt.

Am Donnerstag (15.30 Uhr) im Testspiel gegen Mlada Boleslav werden genau diese Akteure ausreichend Spielzeit erhalten. Das bedeutet, gegen Hertha könnten alle wieder besser in ihren Rhythmus finden.

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2. Bundesliga Tabelle

Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Derjenige, der am Saisonende den ersten Platz belegt, ist Meister der Zweiten Liga und steigt in die 1. Bundesliga auf. Das gilt auch für den Zweitplatzierten. Der Drittplatzierte spielt in der Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga um den Aufstieg oder den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse.