zurück

Zentrale Schwachstelle! Werden die angeschlagenen Dynamo-Innenverteidiger bis zum Endspiel fit?

Dresden – Ein Rückschlag für Dynamo! Julian Pauli (20) ist verletzt, Friedrich Müller (20) musste sich in der Nacht vor dem Spiel in Braunschweig übergeben. Nach 37 Minuten prallte Thomas Keller (26) unglücklich mit dem Kopf gegen die Schulter von Erencan Yardimci (24) und musste zur Halbzeit ausgewechselt werden. Plötzlich fehlten die drei Innenverteidiger, die in der Rückrunde bisher regelmäßig zum Einsatz kamen.

Ob alle drei bis zum Spiel gegen Kiel wieder einsatzbereit sind, bleibt ungewiss. Die Defensive im Zentrum könnte somit zu einer echten Herausforderung werden.

„Es ist natürlich immer schwierig, eine eingespielte Abwehrreihe zu verändern. Die Jungs haben in den letzten Wochen sehr gute Leistungen gezeigt, und genau diese drei sind diejenigen, die auf diesen Positionen am meisten Spielzeit erhalten haben“, erklärt Trainer Thomas Stamm (43).

Personell ähnelte die Situation bereits dem Auswärtsspiel in Nürnberg, als Keller verletzt fehlte und Müller ihn ersetzte. Zusätzlich fehlten Kofi Amoako (20) und Robert Wagner (22) wegen Gelbsperren.

„In Nürnberg war eher das zentrale Mittelfeld unser Problem. Grundsätzlich gilt aber, wie ich schon zuvor sagte: Die Chance, zum Einsatz zu kommen, bekommt jeder. Dann kommt es darauf an, wie man ins Spiel findet und welche Leistung man zeigt. Deshalb betonen wir immer, wie wichtig es ist, alle Spieler kontinuierlich einzubinden und bereit zu halten“, so der Schweizer Coach.

Jeden Morgen die wichtigsten Meldungen direkt in dein Postfach.

Für Keller wurde in Braunschweig Claudio Kammerknecht (26) eingewechselt. Um ihm Sicherheit zu geben, erhielt er zunächst viele Zuspiele. Allerdings war er beim 0:2 durch Faride Alidou (24) einen Schritt zu spät.

„In den entscheidenden Momenten haben wir nicht gut verteidigt. Das betrifft nicht nur die Innenverteidiger. Besonders bei beiden Gegentoren haben wir Fehler gemacht. Beim ersten Tor spielt die Defensivleistung vor allem die Außenmittelfeldspieler und die Achterposition eine Rolle – dort haben wir die Bälle nicht konsequent genug erobert.“

Zu Kammerknechts Verteidigung sei gesagt, dass er im weiteren Verlauf des Spiels eine starke Leistung zeigte. Ihm fehlte in der beschriebenen Situation schlichtweg die Spielpraxis.

„Mit regelmäßigem Spielrhythmus ist es natürlich einfacher, aber das darf keine Ausrede sein. Nürnberg hat gezeigt, dass man auch nach einer längeren Pause gute Leistungen bringen kann. Genau dahin wollen wir ebenfalls gelangen“, erläutert der Trainer.

Die Mannschaft hat noch einige Tage zur Regeneration und Erholung. „Jetzt müssen wir abwarten, wer uns am Sonntag zur Verfügung steht – insbesondere in der Innenverteidigung.“

Und falls Müller, Keller und Pauli ausfallen sollten, steht der werdende Vater Lars Bünning (28) sicherlich bereit und freut sich auf seinen Einsatz.

Tabelle der 2. Bundesliga

Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Saisonende auf dem ersten Platz steht, wird Meister der Liga und steigt in die 1. Bundesliga auf. Dies gilt ebenso für den zweiten Rang. Der Drittplatzierte bestreitet eine Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga, um den Aufstieg beziehungsweise den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse.