Die nackten Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Dynamo macht einen riesigen Qualitätssprung
Dresden – In der Rückrunde absolvierte Dynamo Dresden neun Partien, davon gewann die Mannschaft vier, spielte vier Mal unentschieden und erlitt eine Niederlage. Mit 16 Punkten auf dem Konto befindet sich der Klub auf Kurs Richtung Klassenerhalt. Das überzeugende 6:0 gegen Münster setzte ein deutliches Zeichen. Ein Blick zurück auf die ersten neun Spiele der Saison zeigt deutliche Unterschiede.
Nach dem 2:2 gegen Münster rangierte Dynamo auf dem 16. Platz und hatte lediglich sieben Punkte gesammelt. Lediglich ein Sieg, ein 2:1-Auswärtserfolg in Bielefeld, sowie vier Unentschieden und vier Niederlagen standen damals zu Buche. Das verdeutlicht, wie stark sich die Bilanz gewandelt hat. Bis dahin hatte Dresden 14 Tore erzielt, jedoch bereits 18 Gegentreffer hinnehmen müssen und es gelang kein einziges Mal, die Null zu halten.
Wie sieht es heute aus? Ein 2:0 gegen Fürth, ein torloses Remis in Hannover und das 6:0 gegen Münster bedeuten bereits drei Partien ohne Gegentor. Das schlägt sich natürlich in der Tordifferenz nieder. Mittlerweile stehen 20 erzielte Treffer 10 Gegentoren gegenüber. Kein Team hat in der Rückrunde mehr Tore erzielt, lediglich Düsseldorf kassierte mit acht Gegentreffern weniger. Ein klarer Fortschritt!
Aus einer Tordifferenz von minus zehn am Ende der Hinrunde wurde bis zum 26. Spieltag ein ausgeglichenes Ergebnis von 44:44 Toren. Das kann im Abstiegskampf beinahe als zusätzlicher Punkt gewertet werden.
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Einen klassischen Torjäger, der wie Schalkes Edin Dzeko alleine die Tore schießt, besitzt Dresden nicht. Die 20 Treffer der Rückrunde verteilen sich auf Niklas Hauptmann (4), Ben Bobzien, Thomas Keller, Vincent Vermeij (je 3), Christoph Daferner (2), Jakob Lemmer, Kofi Amoako, Alexander Rossipal, Jason Ceka (je 1) sowie ein Eigentor von Schalkes Hasan Kurucay.
Mit neun unterschiedlichen Torschützen bleibt Dynamo unberechenbar. Die Treffer kommen aus allen Mannschaftsteilen – das ist ein großer Vorteil.
So sehr man die aktuellen Erfolge auch feiern mag: Erst etwas mehr als die Hälfte der Rückrunde ist gespielt. Der Vorsprung ist angesichts der schwachen Hinrunde mit nur 13 Punkten nicht besonders groß.
„Um ehrlich zu sein: Nach der Hinrunde war uns klar, dass wir eine sehr starke Rückrunde brauchen, um noch Chancen zu haben. Und jetzt sind wir in der Position, diese Chance zu nutzen. Wir haben es selbst in der Hand und werden nächste Woche genauso entschlossen weitermachen“, erklärt Niklas Hauptmann die Rückrunden-Bilanz: „Wir schaffen das durch viel Einsatz, Laufbereitschaft und dann sieht man, was möglich ist.“
Dennoch ist Vorsicht geboten. Die nächsten Gegner heißen Paderborn, Hertha und Nürnberg – alle drei Begegnungen gingen in der Hinrunde verloren. Es gilt also, konzentriert und kämpferisch zu bleiben. Es ist noch nichts entschieden.
2. Bundesliga Tabelle
In der Tabelle der 2. Bundesliga hat die Platzierung folgende Bedeutung: Wer am Saisonende auf Platz 1 steht, wird Meister der 2. Bundesliga und steigt direkt in die Bundesliga auf. Das gilt auch für den zweiten Rang. Der Drittplatzierte spielt in einer Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga um den Aufstieg beziehungsweise den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse.