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Ein Tor vorne, hinten keine Gegentreffer: Was für Dynamos Keller wirklich von Bedeutung ist

Dresden – 245 lange Tage mussten die Anhänger von Dynamo Dresden geduldig sein. Doch kaum 17 Tage ins neue Jahr gestartet, war es endlich wieder da: das erste Mal in dieser Saison die begehrte Null auf der Anzeigetafel in Schwarz auf Gelb.

Zum ersten Mal in dieser Spielzeit gelang es der SGD, die normalerweise durchschnittlich zwei Gegentore pro Partie hinnehmen muss, ohne Gegentor zu bleiben.

Ein entscheidender Faktor dafür: Thomas Keller (26). Der vom FC Heidenheim ausgeliehene Verteidiger trug in der neu aufgestellten Viererkette beim 2:0-Sieg gegen Greuther Fürth maßgeblich zu einer stabilen Defensive bei.

„Das gibt uns Schwung und vor allem Selbstvertrauen für die kommenden Begegnungen. Diesen Schwung gilt es mitzunehmen und in Magdeburg weiterzuführen“, erklärt der Innenverteidiger.

Er betont: „Wir Spieler wollten das unbedingt schaffen, weil es enorm viel Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben bringt. Zu sehen, dass wir ohne Gegentor bleiben können, dass unsere Abwehr sicher steht – das ist einfach unglaublich wichtig! Wir haben alle sehr gut zusammengearbeitet. Natürlich lässt sich nicht immer alles verteidigen, doch insgesamt haben wir einander stets unterstützt.“

Zusätzlich sorgte der 1,86 Meter große Abwehrspieler mit seinem Kopfballtreffer in der 35. Minute für die Führung von Schwarz-Gelb. Mit drei Torschüssen war er an diesem Tag sogar der gefährlichste Dresdner Offensivspieler.

„Für mich als Verteidiger ist es immer vorrangig, hinten die Null zu halten. Ein Tor zu erzielen ist da das Sahnehäubchen“, gibt Keller ruhig zu.

Und er fügt hinzu: „Auf dem Spielfeld ist man mitten im Gefühlsrausch, wenn man dann direkt ein Tor schießt. Allerdings war das noch relativ früh im Spiel, da denkt man schon daran, dass noch viel Zeit zu spielen bleibt.“

Beim Torjubel vor dem K-Block zeigten sich pure Emotionen. Schon vor Anpfiff hatten Tausende Fans die Dynamos mit einem Spalier am Stadion begrüßt – eine Leidenschaft, die für Keller ein entscheidender Grund für seinen Wechsel war.

„Es macht unglaublich viel Freude, mit der Unterstützung der Fans auf dem Platz zu stehen“, sagt der 26-Jährige.

Denn „die Energie von den Rängen zu bekommen, pusht uns enorm und ist für die Mannschaft essenziell. Ich denke, wir haben deutlich gezeigt, dass wir diese Kraft aufs Spielfeld übertragen konnten. Das ist das Wichtigste.“

Nach dem fünften Sieg in dieser Saison beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz derzeit drei Punkte, zum rettenden Ufer sind es vier – also ist noch nichts entschieden.

Daher weiß auch Matchwinner Keller: „Ball flach halten und hinten gut arbeiten, das ist das Allerwichtigste.“ Damit könnte es vielleicht auch in Magdeburg wieder mit der nächsten „Null“ klappen.