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Dynamische Wende: Dynamos bislang starke Serie nach Führung ins Gegenteil verkehrt – schon 19 Punkte verspielt

Dresden – Lange Zeit galt: Dynamo verliert nicht, wenn man in Führung liegt. Diese Serie zog sich vom 34. Spieltag der Saison 2022/2023 bis zum zehnten Spieltag der laufenden Saison und umfasste insgesamt 41 Fälle. Nach einer Führung von 1:0 sicherte sich das Team stets mindestens einen Punkt. Doch diese Entwicklung hat nun eine Kehrtwende erfahren. Bisher hat die SGD nach eigenen Führungen (1:0 oder 2:1) bereits 19 Punkte verspielt – eine deutliche Schwäche.

Würde man diese verlorenen 19 Punkte hinzurechnen, befände sich Dresden auf einem Aufstiegsplatz sechs und könnte um den Aufstieg mitspielen. Doch solche Hoffnungen will momentan kaum jemand hegen.

Wäre Dynamo nach Führungen zumindest im heimischen Stadion ungeschlagen geblieben, könnte man gelassener nach vorne blicken. Doch gegen Paderborn und zuletzt gegen Elversberg, jeweils mit einer 1:0-Führung, verlor das Team noch mit 1:2. Gleiches Wiederholte sich auch in Kiel kurz vor Weihnachten.

In Elversberg, gegen Hannover, Karlsruhe (dort mit einer Führung von 2:1), Münster (sogar zweimal) und im Rückspiel gegen Bielefeld erreichte Dresden nach einer Führung lediglich ein Remis. Insgesamt lag Dynamo in elf von bisher 22 Partien, also in jedem zweiten Spiel, mit 1:0 vorne, einmal mit 2:1.

Andersherum gelang Dynamo nur ein einziges Mal ein Sieg nach einem Rückstand von 0:1 – und zwar beim 2:1 in Magdeburg.

Die Statistik verdeutlicht: Dynamo kann mit nahezu allen Teams mithalten, doch nicht gegen alle gewinnen. Gegen die gegenwärtig besten acht Teams der Liga gab es bislang keinen Sieg.

Interessanterweise ist es in der Rückrunde das erste Mal, dass Dynamo trotz einer überwiegend starken Leistung nach einer Führung komplett leer ausgeht.

„Sören Gonther hat schon vor der Rückrunde angekündigt, dass wir auch Niederlagen einstecken müssen. Das ist jetzt eingetreten. Aber wir werden uns wieder aufrappeln“, erklärte Torwart Tim Schreiber (23) nach dem Spiel gegen die SVE. Mittelfeldspieler Alexander Rossipal (29) ergänzte: „Das war der spielstärkste Gegner der Liga, der auch nach Rückständen konsequent sein Spiel durchzieht.“

Genau diese Konstanz und Abgeklärtheit fehlen Dynamo in einigen Spielen noch.