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Angriff in Einklang! Dynamos Vermeij mit anerkennenden Worten für Sturm-Kollegen

Antalya (Türkei) – Ein besonderes Lob für einen Spieler, der in letzter Zeit kaum im Rampenlicht stand: Vincent Vermeij (31) wurde zwar nicht direkt darauf angesprochen, doch der niederländische Angreifer von Dynamo Dresden fand überraschend warme Worte für seinen Mitspieler Stefan Kutschke (37).

„Stefan ist einfach ein entscheidender Bestandteil, auch beim Training, wie er mit seinen Ansprachen die Kabine motiviert. Ich denke mir jedes Mal, wenn er kurz vor Schluss eingewechselt wird, das ist beeindruckend“, erklärt Vermeij und führt weiter aus: „Wenn ich mit ihm zusammenspiele und wir lange Bälle nach vorne schlagen, dann immer auf ihn, nie auf mich. Er bringt eine ganz andere Power mit, sein Körper ist wie eine Maschine. Er gewinnt fast jeden Luftzweikampf.“

Dieses Beispiel zeigt, warum der Konkurrenzkampf im Angriff bei Dynamo etwas Besonderes ist – oder vielleicht gar keiner im klassischen Sinne. „Zu dritt, mit ähnlichen Spielertypen, finde ich es besonders spannend, wie das funktioniert“, bestätigt der Torschütze von drei Treffern, der nach einer Virusinfektion erst spät in die Hinrunde zurückfand.

„Ich habe auch schon mit anderen Stürmern zusammengespielt, die zum Beispiel vor dem Anpfiff nicht mal die Hand geben. Wenn jemand anders spielt, sage ich auch: Schieß ein Tor. Ich wünsche mir nicht, dass er leer ausgeht, damit ich dann eingreifen und selbst treffen kann.“

Mit Christoph Daferner (27, vier Treffer) versteht sich Vermeij sehr gut, weshalb er sich auch wünscht, öfter gemeinsam mit „Dafi“ aufzulaufen. Bisher kam es in der Hinrunde erst einmal zu einem Startelfeinsatz zusammen. Durch neue Flankengeber auf den Außenpositionen wie Jason Ceka (26) und Jonas Sterner (23) steigt aber die Nachfrage nach Abnehmern im Zentrum.

Vielleicht bietet das Testspiel gegen Rot-Weiss am Samstag (12 Uhr MEZ/DynamoTV) eine Gelegenheit, diese Zusammenarbeit auszuprobieren. Der Drittligist hatte im Sommer großes Interesse an Vermeij, der sich jedoch erst spät für Dresden entschied und nach seiner Erkrankung noch später wieder in Form kam.

Das Trainingslager dient daher auch als eine Art Kennenlernphase: „Hier im Hotel mit allen zusammen zu sein, ist sehr wichtig. Für mich ist das eine gute Möglichkeit, um mich besser einzufügen“, betont der Niederländer.

Was die Fitness angeht, sieht es hingegen gut aus: „Am Ende der Spiele habe ich mich sehr fit und leistungsfähig gefühlt. Auch die Läufe in der Pause liefen gut. Ich habe nicht das Gefühl, dass diese Woche meine Form noch groß verbessert. Das Wichtigste ist, verletzungsfrei nach Hause zu kommen.“

Und wer weiß, vielleicht kann er, wenn er von weiteren Rückschlägen verschont bleibt, noch vier bis fünf Jahre spielen – ähnlich wie Kutschke: „Respekt, dass Stefan das immer noch schafft. Man sieht ihm an, dass er es genießt, solange es geht“, gesteht Vermeij.

„Als Stürmer bekommt man natürlich viel ab und es ist nicht einfach. Wenn ich es schaffe, insgesamt 15 Jahre auf hohem Niveau zu spielen, wäre das großartig. Viele Spieler schaffen das nicht.“

Tabelle der 2. Bundesliga

Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Derjenige, der am Saisonende den ersten Platz belegt, wird Zweitliga-Meister und steigt direkt in die Bundesliga auf. Das gilt auch für den Zweitplatzierten. Der Drittplatzierte muss in die Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga, um den Aufstieg oder Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse zu klären.