Dynamo trotzt der "brutalen" Frühsommerhitze: "Scheint uns zu liegen"
Dresden – Bei 26 Grad im Schatten und auf dem Spielfeld sicherlich noch deutlich höheren Temperaturen gelang Dynamo Dresden am Samstag der zehnte Saisonsieg gegen den 1. FC Kaiserslautern. Es war ein regelrechtes Hitzeduell – die erste dieser Art in dieser Saison und wahrscheinlich nicht die letzte in der 2. Bundesliga 2026.
„Man muss sich darauf einstellen, zum Beispiel mit Trinkpausen. Unsere medizinische Abteilung war bestens vorbereitet. In Nürnberg war es ähnlich warm, wenn auch etwas weniger. Dort empfand ich es aber vielleicht noch unangenehmer, da die Temperaturen davor kühler waren“, erklärt Thomas Stamm (43).
Der Trainer von Dynamo meint: „Das gehört einfach dazu und betrifft alle gleichermaßen. Alle 22 Spieler auf dem Platz haben dieselben Bedingungen. Deshalb wirkt das Spiel manchmal etwas langsamer, vielleicht nicht so spritzig. Aber wir haben das sehr gut gemeistert – auch schon in Nürnberg. Das liegt uns offenbar.“
Für den Schweizer ist es fast schade, dass in den kommenden Tagen die Temperaturen wieder deutlich sinken werden. Jonas Sterner (23) sieht das hingegen entspannter:
„Ich komme aus dem Norden und kenne solche Temperaturen nicht wirklich. Es war schon extrem, muss ich sagen. Das hatte man auch im Spiel gesehen, glaube ich. Umso zufriedener bin ich, dass wir den Sieg trotz allem ins Ziel gebracht haben.“
Für eine kleine Abkühlung in Form von Gänsehaut sorgte der Rechtsverteidiger auch noch kurz vor Schluss, als er an der Außenlinie zu einem beherzten Grätscheinsatz ansetzte.
„Solche Momente sind der Grund, warum ich damals mit dem Fußballspielen angefangen habe“, gesteht der 23-Jährige. „Da bekommt man Gänsehaut und die Fans tragen dich förmlich von den Rängen. Dann fühlt sich das auch bei solchen Wetterbedingungen halb so anstrengend an.“
Sollte die SGD am kommenden Samstag in Braunschweig den Klassenerhalt sichern, wären die Emotionen sicherlich noch viel größer.
Für die Leihgabe von Hannover 96 könnte man annehmen, dass das Spiel dann noch intensiver wird. Kommt also ein bisschen Derby-Atmosphäre auf?
„Ja, gerne. Ich möchte auf jeden Fall gewinnen – egal ob gegen Hannover oder nicht. Ich weiß, dass sich die Jungs dort nicht mögen, und ich natürlich auch nicht“, sagt er mit einem Augenzwinkern.
Doch ganz gleich bei welchen Temperaturen gilt es, gegen den direkten Konkurrenten einen klaren Kopf zu bewahren.
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2. Bundesliga Tabelle
Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Der Spitzenreiter am Ende der Saison ist Meister der zweiten Liga und steigt direkt in die 1. Bundesliga auf. Das gilt ebenfalls für den Zweitplatzierten. Der Drittplatzierte spielt in einem Relegationsduell gegen den Drittletzten der Bundesliga um den Aufstieg beziehungsweise den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse.