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Dynamo-Trainer Stamm unter Zeitdruck: Ab heute wird es in der Türkei ernst

Antalya (Türkei) – Die Vorbereitung der SGD im Trainingslager begann zunächst entspannt, doch ab diesem Sonntag wird es ernst. Trainer Thomas Stamm (42) steht vor der Herausforderung, seine 29 Spieler – darunter vier Neuzugänge – rasch auf Leistungsniveau zu bringen, denn die Zeit ist knapp.

Mit den anstehenden Testspielen am Dienstag gegen Aarau und am Samstag gegen Rot-Weiss Essen sind bereits zwei Tage verplant, sodass die Trainingsintensität dazwischen eher moderat bleiben wird.

„Der Ablauf ist eigentlich ganz normal: Heute Vormittag steht Krafttraining auf dem Programm, nachmittags trainieren wir auf dem Platz. Am Montag gibt es zwei Einheiten auf dem Feld, Dienstagmorgen nochmal Training, dann am Nachmittag das Spiel. Mittwoch, Donnerstag und Freitag folgt jeweils eine Einheit“, erläutert Stamm seinen Trainingsplan.

Er ergänzt: „Der Sonntagnachmittag dient vor allem dem Ankommen, der Eingewöhnung an den Platz und den Ball. Die meisten Spieler hatten vermutlich in den letzten zehn Tagen keinen Kontakt zum Ball. Am Montagmorgen geht es dann richtig zur Sache.“

Ein besonderer Schwerpunkt im Trainingslager liegt auf Standardsituationen. Stamm erklärt: „Unsere Effektivität bei Standards, sowohl defensiv als auch offensiv, ist im Ligavergleich nicht zufriedenstellend.“

„Das muss ein wichtiger Faktor sein. Auch für die neuen Spieler ist es entscheidend, die defensiven Abläufe schnell zu verinnerlichen, damit wir spätestens im Testspiel am Samstag gegen Rot-Weiss Essen bei Standards sicher auftreten und ein gutes Gefühl für das erste Saisonspiel gegen Fürth entwickeln können.“

Wie im Vorjahr endet das Trainingslager mit einem Testspiel gegen den Drittligisten Rot-Weiss Essen – ein gutes Omen? Damals erzielte der frisch verpflichtete Innenverteidiger Andi Hoti (22) noch spät den Ausgleich nach einer Ecke.

Bereits am Dienstag wartet mit dem FC Aarau aus der Schweiz ein weiterer starker Gegner. „Zwei gute Teams, die uns auf jeden Fall fordern werden“, so Stamm.

„Die Begegnungen sind keine Highlights, sondern Teil der Belastungssteuerung. Dennoch ist es wichtig, dass wir ein gutes Gefühl aus den Spielen mitnehmen – gegen einen guten Drittligisten und einen sehr starken Zweitligisten.“

Tabelle der 2. Bundesliga

Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Am Saisonende ist der Erstplatzierte Meister der zweiten Liga und steigt direkt in die Bundesliga auf. Dies gilt auch für den Zweitplatzierten. Der Drittplatzierte hingegen muss in die Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga, um über Aufstieg oder Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse zu entscheiden.