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U21-Liga? Dynamo-Trainer Stamm äußert sich zu den Plänen der DFL

Dresden – Auf der Mitgliederversammlung der DFL, die am Dienstag in Frankfurt am Main stattfindet, stehen zahlreiche Themen zur Diskussion. Eines davon ist die Einführung einer „U21“-Liga. Dynamo Dresden möchte unbedingt daran teilnehmen, zumindest wenn es nach Trainer Thomas Stamm (43) geht.

Im Vorfeld hat sich der SGD-Coach bereits mit Sportgeschäftsführer Sören Gonther (39) zu diesem Thema ausgetauscht und betonte: „Das ist eine großartige Möglichkeit für junge Talente, mehr Spielpraxis zu sammeln. Ein sinnvoller Schritt, den man hier plant. Wir hoffen, dass diese Idee bundesweit auf große Zustimmung stößt.“

Die geplante Liga, an der vermutlich alle 38 Clubs aus der 1. und 2. Bundesliga sowie einige Drittligisten teilnehmen dürfen, soll den regulären Spielbetrieb nicht ersetzen, sondern als Ergänzung dienen.

„Es geht darum, unseren jungen Spielern, unseren besten Talenten mehr Spielzeit zu ermöglichen. Manchmal hat man Kicker im Kader, die in der 2. Bundesliga kaum zum Einsatz kommen, und dann macht es aufgrund langer Auswärtsfahrten auch wenig Sinn, sie am nächsten Tag in der zweiten Mannschaft auflaufen zu lassen“, erläutert Stamm seine Überlegungen.

Der 43-Jährige ist überzeugt: „Solche Ansätze sind sehr sinnvoll und fördern den deutschen Fußball – vor allem helfen sie den Spielern, sich optimal weiterzuentwickeln. Gerade Spielpraxis ist in jungen Jahren ein entscheidender Faktor. Wenn man dafür eine gute Ergänzung zum regulären Ligabetrieb findet, wie es angedacht ist, ist das ein äußerst positiver Schritt.“

Die neue Liga soll bereits in der Saison 2026/27 starten, wobei zunächst nur sechs Spiele pro Halbserie geplant sind. Die zusätzlichen Kosten sollen überschaubar bleiben.

Auch für erfahrenere Akteure könnte das Angebot bereits in dieser Spielzeit interessant sein, insbesondere für jene, die derzeit kaum Einsatzzeiten erhalten. Stamm betont, dass es den Spielern freisteht, ob sie den Weg in die „U21“ wählen, um Spielpraxis zu bekommen.

„Grundsätzlich steht den Jungs diese Option immer offen. Dabei ist es unerheblich, ob sie in der Sachsenliga oder einer anderen Liga aktiv sind. Wichtig ist, dass der Spieler den Vorteil erkennt, wieder in einen Spielrhythmus zu kommen. Manche sehen den Mehrwert vielleicht auch eher im individuellen Training, um ihre Kilometerleistung zu erreichen“, erklärt er.

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2. Bundesliga Tabelle

Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Der Erstplatzierte am Saisonende wird Zweitliga-Meister und steigt in die 1. Bundesliga auf. Dies gilt ebenso für den Zweitplatzierten. Der Drittplatzierte tritt in der Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga an, um entweder aufzusteigen oder in der höchsten deutschen Spielklasse zu verbleiben.