Dynamo-Trainer im Olympia-Rausch: Von Allmen weckt das Herz des Schweizer Stamms
Dresden – Franjo von Allmen (24), dreifacher Olympiasieger aus der Schweiz, avanciert zum neuen Volkshelden in den Alpen. Wenn Dynamo-Coach Thomas Stamm (42) seinen Namen hört, zaubert es ihm ein Lächeln ins Gesicht. Voller Begeisterung feiert er seinen Landsmann.
„Schon bemerkenswert. ‚Odi‘ [Marco Odermatt, Anm. d. Red.] hätte gerne noch mehr Goldmedaillen gesammelt, doch Franjo ist gerade richtig im Flow.“ Der 42-Jährige räumt ein, dass ihn die Olympischen Spiele sehr faszinieren.
„Im Trainerzimmer läuft der Fernseher ständig leise mit“, berichtet Stamm. „Wir hatten darüber auch eine Diskussion. Mein Freund Valentin, Co-Trainer und Videoanalyst, machte große Ansagen. Ich habe ihn dann mal dazu aufgefordert, den Medaillenspiegel zu überprüfen. Die Schweiz ist ja deutlich kleiner. Darauf kam dann: ‚Ja, aber ihr habt viele Berge‘“, schmunzelt Stamm.
Nach dem Erfolg der Freestyle-Athletin Mathilde Gremaud (26) lag die Schweiz sogar vor Deutschland.
„Es ist wirklich spannend zu beobachten, wie viel den Sportlern Olympia bedeutet. Da steckt natürlich auch Stolz dahinter, dass die Schweiz als kleines Land im Wintersport so hervorragend abschneidet. Dafür wurde harte Arbeit geleistet“, erklärt der Dynamo-Trainer.
„Alles ist faszinierend, beispielsweise auch Curling. Das schaue ich mir gerne an. Am Ende werden aber wohl die größeren Länder vorne liegen. Trotzdem machen wir Schweizer einen klasse Job.“
Auch die Spieler verfolgen das Geschehen in anderen Ländern, wie etwa Alexander Rossipal (29), der einen Blick nach Italien wirft.
„Als Kind habe ich Skispringen sehr gern gesehen und zufällig am Montag live mitbekommen, wie Deutschland Gold holte. Das war einfach großartig und richtig spannend. Ansonsten verfolge ich meistens das, was gerade läuft. Das interessiert mich schon“, erzählt er und gesteht, dass er selbst früher auf Skiern gestanden hat.
„Aber seit etwa 15 Jahren lasse ich es aus Sicherheitsgründen lieber bleiben. Das Risiko ist einfach zu hoch. Vielleicht nehme ich das nach meiner aktiven Karriere wieder auf.“
Robert Wagner (22) hingegen kann damit wenig anfangen: „Ich verfolge das eigentlich gar nicht. Das war nie mein Ding, ich habe nie damit angefangen und es nie verfolgt. Nein, ich bin da überhaupt nicht drin.“
Vielleicht sollte er mal mit seinem Coach sprechen – der könnte ihn sicher dafür begeistern.