Kein Grund zur Freude für Dynamo-Stürmer Vermeij: „Wir brauchen Punkte, keine persönlichen Erfolge“
Dresden – Vincent Vermeij (31) hat in dieser Rückrunde bereits mehr Tore erzielt als in der gesamten Hinserie: Mit seinen drei Treffern beim 1:2 in Paderborn steht er nun bei insgesamt sieben Toren und teilt sich damit zusammen mit Christoph Daferner (28) die Position als bester Torschütze der SGD. Doch trotz der persönlichen Leistung konnte der Niederländer nach der Partie nicht jubeln – zum Zeitpunkt seines Auswechsels führte Dynamo noch mit 1:0.
„Wenn ich zwar treffe, wir aber verlieren, freut mich das nie“, erklärt Vermeij. „In unserer Situation zählen nur Siege und Punkte, nicht individuelle Erfolge.“
Der Angreifer zeigte bis zu seiner Auswechslung nach etwa einer Stunde eine starke Leistung, erzielte per Kopf das 1:0 (32. Minute) und war stets präsent als Anspielstation. Vom Spielfeldrand musste er dann mit ansehen, wie das Spiel zugunsten Paderborns kippte – eine bittere Erfahrung für ihn.
„Ich habe großes Vertrauen in jeden einzelnen Spieler im Kader. Ich hatte nie das Gefühl, unbedingt weiterspielen zu müssen, weil die Mannschaft sonst schlechter wird. Natürlich trifft letztlich der Trainer die Entscheidungen. Außerdem habe ich angemerkt, dass ich etwas Schmerzen habe, was der Grund für meinen frühen Wechsel war“, erläutert Vermeij.
Dennoch gibt der niederländische Stürmer offen zu, dass ihn sein frühzeitiger Ausstieg ärgert.
„Das tut weh, denn man fragt sich, ob das Ergebnis anders ausgefallen wäre, wenn ich länger auf dem Platz geblieben wäre. Aber solche Gedanken bringen nichts. Man kann nicht sagen: Hätte ich länger gespielt, hätte ich vielleicht noch zwei Tore geschossen. Das Spiel entwickelt sich nun mal, wie es will“, so Vermeij.
„Wie gesagt, ich vertraue darauf, dass jeder im Team uns weiterbringen kann. Vielleicht hat uns heute insgesamt etwas an Intensität gefehlt, um am Ende noch mehr Druck auf Paderborn auszuüben.“
Das Spiel ist vorbei und nicht mehr zu ändern. Was Dynamo beeinflussen kann, sind Gegenwart und Zukunft. Nach der ersten Niederlage gegen Elversberg hat Dresden mit einer Reaktion überzeugt und in den darauffolgenden vier Partien acht Punkte gesammelt – eine Leistung, die zum Nachahmen einlädt.
„Das hoffe ich auch“, sagt Vermeij. „Die Tabelle spricht für sich. Ich denke, mit einem guten Gefühl können wir trotzdem in die Länderspielpause gehen. Was wir in den vergangenen Wochen und Monaten gezeigt haben, ist ordentlich. Dieses positive Gefühl müssen wir mitnehmen, auch wenn es momentan vielleicht noch nicht so spürbar ist. Aber es geht einfach weiter.“
Und hoffentlich mit weiteren Treffern von ihm.
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