Dynamo-Kapitän verabschiedet sich! Stefan Kutschke beendet seine Profi-Laufbahn
Dresden – Über viele Jahre hinweg war er das Gesicht von Dynamo Dresden, führte das Team sowohl auf dem Platz als auch in der Kabine als Kapitän zusammen. Nun ist Schluss: Stefan Kutschke (37) wird seine aktive Fußballkarriere zum Saisonende beenden.
Diese Entscheidung teilten der Spieler und sein Verein am Mittwochnachmittag offiziell mit. Bislang absolvierte Kutschke 187 Pflichtspiele für Dynamo Dresden, erzielte dabei 53 Tore und bereitete 16 weitere Treffer vor.
Ab der kommenden Saison wird der Stürmer eine neue Rolle außerhalb des sportlichen Bereichs bei der SGD übernehmen. "Stefan Kutschke wird seine Profifußball-Erfahrung im Rahmen eines Trainee-Programms in unterschiedlichen Abteilungen des Vereins einbringen und dabei zusätzlich Einblicke in die verschiedenen Bereiche erhalten. Außerdem wird er den Verein bei repräsentativen Aufgaben unterstützen", heißt es in der Mitteilung.
Selbst blickt der Angreifer auf seine Karriere mit Stolz zurück: "Ich bin sehr dankbar, dass ich meine Laufbahn in meiner Heimatstadt, in der ich geboren wurde und meine ersten fußballerischen Schritte gemacht habe, beenden darf. Es war ein Privileg, mein Hobby zum Beruf zu machen – das habe ich mir mit viel Einsatz erarbeitet und den Sprung bis in die Bundesliga geschafft", erklärt Kutschke zum Abschied vom aktiven Spiel.
Besonders in den letzten Jahren hat Stefan Kutschke bei Dynamo Dresden viel erlebt. Vor 19 Jahren wechselte er vom FV Laubegast erstmals zur SGD, spielte jedoch nur ein halbes Jahr in der Jugend, bevor er im Sommer 2016 per Leihe vom 1. FC Nürnberg zurückkehrte.
"Ich konnte zahlreiche großartige Persönlichkeiten kennenlernen, Freundschaften fürs Leben schließen und unvergessliche Erfahrungen sammeln, von denen ich als Kind immer geträumt habe", erzählt Kutschke.
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Auf seinem Weg zurück zu Dynamo durchlief er Stationen wie SV Babelsberg und RB Leipzig, mit denen er 2013 den Aufstieg von der Regionalliga in die 3. Liga feierte. Für den Dresdner Führungsspieler ging es sogar zwei Ligen höher: Er wechselte zum Bundesliga-Club VfL Wolfsburg und erzielte in seinem Debütspiel gegen den FC Schalke 04 sein erstes Tor in der höchsten deutschen Spielklasse.
Später spielte er für die zweite Mannschaft, wechselte zum SC Paderborn und im Jahr 2015 zum 1. FC Nürnberg. Im Januar 2016 holte ihn der damalige Sportdirektor Ralf Minge, der „Pate“, zurück nach Dresden.
Kutschke trug maßgeblich zum Aufstieg der SGD in die 2. Bundesliga bei und war ein entscheidender Faktor in der erfolgreichsten Zweitliga-Saison der Schwarz-Gelben, die 2017 den fünften Tabellenplatz erreichten.
Im Sommer 2017 kehrte er zu den Nürnbergern zurück, die ihn anschließend an Ingolstadt verkauften. Dynamo konnte die Ablösesumme von 1,5 Millionen Euro nicht aufbringen. In einem emotionalen Abschiedsvideo bedankte sich „SK30“ bei den Fans, die ihm später eine zweite Chance ermöglichten.
Nach fünf Jahren bei den Schanzern kehrte der „verlorene Sohn“ im Sommer 2022 zurück zu Dynamo Dresden, um den Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga mitzugestalten.
Kutschke identifiziert sich wie kaum ein anderer mit Dynamo im aktuellen Kader und war deshalb prädestiniert für die Kapitänsrolle. Nach zwei vergeblichen Aufstiegsversuchen unter Trainer Markus Anfang (51) gelang der Aufstieg unter Coach Thomas Stamm (43) im vergangenen Sommer.
Im „Aufstiegsfilm“ der SGD wurde deutlich, wie bedeutend Kutschke als Führungspersönlichkeit im Team ist, auch wenn seine Einsatzzeiten auf dem Feld seltener wurden.
„Stefan besitzt einen hohen Stellenwert im Verein und in der gesamten Region, den er sich über viele Jahre hinweg hart erarbeitet hat. Er kann stolz auf seine Karriere zurückblicken, in der er herausragende sportliche Leistungen gezeigt und großartige Erlebnisse gesammelt hat. Seine Führungsqualität bei Dynamo Dresden ist in den letzten Jahren stetig gewachsen, weshalb man sich frühzeitig darauf geeinigt hat, den gemeinsamen Weg auch nach seiner aktiven Zeit fortzusetzen. Wir freuen uns darauf, Stefan mit seiner Persönlichkeit und seinem Fachwissen weiterhin bei uns zu haben“, sagt Sportgeschäftsführer Sören Gonther (39).
Mit dem Ende seiner aktiven Spielzeit schließt sich für Kutschke nicht nur das Kapitel Dynamo als Spieler, sondern auch seine gesamte Profi-Karriere. Nun kann er mehr Zeit mit seiner Frau Marie und der gemeinsamen Tochter verbringen. „Mein besonderer Dank gilt all jenen, die jederzeit an mich geglaubt und mich in schwierigen Momenten unterstützt haben. Ich freue mich sehr auf das, was die Zukunft für mich bereithält“, so Kutschke abschließend.