Standardsituationen: Vom Winde verweht zur neuen Stärke des Dynamo-Teams
Dresden – „Wir haben sie trainiert“, erklärte Thomas Stamm (42) knapp und sorgte damit für einige Schmunzler. Es kam diese Saison selten vor, dass Dynamo-Coach beim Thema Standardsituationen so humorvoll war.
Beim vierten Saisonsieg gegen Greuther Fürth (2:0) erwiesen sich Ecken und Freistöße jedoch immer wieder als gefährliche Momente. Das Tor von Thomas Keller (26) war letztlich sogar der entscheidende Türöffner. Ob Jonas Sterner (23) mit seinem rechten Fuß oder Alexander Rossipal (29) mit links – die Ausführungen passten perfekt!
Das ist bemerkenswert, da das Training der Standardsituationen im Winterlager an der türkischen Mittelmeerküste mehrfach aufgrund von Wind ausfallen musste. Umso intensiver wurde in der darauffolgenden Woche in der eigenen Trainingsakademie daran gearbeitet.
„Für mich geht es dabei weniger um das wöchentliche Training, sondern vielmehr um die Überzeugung. Wir haben versucht, den Fokus noch einmal klar darauf zu richten und mit Videoanalysen den Spielern die Augen zu öffnen“, erläuterte Stamm.
„Wer sich genau anschaut, wie viele Punkte wir in der Hinrunde ohne Standards, sowohl defensiv als auch offensiv, geholt hätten – und dabei auch die Tore außer Acht lässt, die nach solchen Situationen erzielt wurden – dem wird deutlich, wie wichtig dieser Aspekt ist. Heute, nächste Woche und in den kommenden Monaten.“
Mit Thomas Keller ist sowohl offensiv als auch defensiv ein wichtiger Faktor hinzugekommen. Der auf Leihbasis vom 1. FC Heidenheim gekommene Spieler sieht seine Kopfballstärke als große Stärke an. Zwei große Chancen und das Tor nach Standardsituationen gegen Fürth bestätigen das eindrucksvoll.
„Ihr könnt ja entscheiden, ob die Variante direkt auf mich gespielt war. Es hat gut funktioniert, ich stand richtig und habe den Ball am Ende per Kopf ins Tor gebracht“, so Keller.
„Die erste Chance ärgert mich allerdings, weil sie noch größer war. Ich konnte den Ball nicht ganz kontrollieren, dann standen drei Gegenspieler vor mir und ich habe einen Schuss geblockt. Das war natürlich eine große Gelegenheit. Vielleicht klappt es ja beim nächsten Mal.“
Ein Treffer nach einem Standard in Magdeburg? Dagegen hätte sicher niemand etwas einzuwenden!
2. Bundesliga Tabelle
Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Der Tabellenführer am Ende der Saison wird Zweitliga-Meister und steigt direkt in die 1. Bundesliga auf. Gleiches gilt für den Zweitplatzierten. Der Drittplatzierte spielt in der Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga um den Aufstieg oder den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse.