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Der einzige Wermutstropfen in Dynamos Rückrunde: Wenn nur die zweite Halbzeit besser wäre!

Dresden – Zehn Spieltage sind in der Rückrunde bereits absolviert. Mit insgesamt 16 Punkten – resultierend aus vier Siegen, vier Unentschieden und zwei Niederlagen – hat sich Dynamo Dresden vom letzten auf den zwölften Tabellenplatz verbessert. Das ist eine starke Leistung, jedoch wäre deutlich mehr möglich gewesen, wenn nicht gerade die ungeliebten zweiten Halbzeiten wären, wie etwa beim 1:2 in Paderborn.

In nur zwei der zehn Begegnungen geriet Dynamo mit 0:1 in Rückstand, verlor jedoch keines dieser Spiele. In Magdeburg setzte sich das Team mit 2:1 durch, in Schalke reichte es zu einem 2:2. In Hannover blieb es torlos.

Erstaunliche siebenmal brachte Dynamo sich selbst mit 1:0 in Führung – ein Spitzenwert in der Rückrunde – allerdings folgte hier die Schwachstelle: In vier dieser Partien reichte die Führung nicht zum Sieg.

Beispiele sind Elversberg und zuletzt Paderborn, die einen 0:1-Rückstand zur Pause noch zu einem 2:1-Heimsieg umdrehen konnten. Bielefeld (1:1) und Karlsruhe (3:3) glichen nach dem Seitenwechsel aus. Insgesamt kosteten diese Situationen Dynamo zehn wertvolle Punkte. Von zwölf Gegentoren fielen zehn im zweiten Durchgang. Woran liegt das?

„Was die zweiten Halbzeiten angeht, habe ich die entscheidenden Punkte gerade in der Kabine angesprochen“, zeigte sich Trainer Thomas Stamm (43) nach der Partie in Paderborn sichtlich enttäuscht. Er wollte sich nicht weiter zu den Problemen in den zweiten 45 Minuten äußern und wirkte aufgrund der Nachfragen emotional betroffen. Dieses Thema beschäftigt ihn sehr.

Ganz anders Julian Pauli (20), der offener über die Schwierigkeiten sprach: „Die zweiten Halbzeiten setzen uns immer wieder zu. Das müssen wir dringend abstellen“, sagte er und schüttelte frustriert den Kopf.

„Das ist natürlich ärgerlich. Wenn man in Führung liegt und dann aus der Pause kommt, ist klar, dass der Gegner – vor allem vor eigenem Publikum – mehr Druck macht. Dennoch müssen wir bei unserem Spielstil bleiben, sauber von hinten heraus spielen und insgesamt mehr Variabilität und Tiefe ins Spiel bringen. Das haben wir in der zweiten Hälfte zu wenig gezeigt“, analysierte der 20-Jährige.

„Ich denke, nach etwa 60 Minuten lassen wir manchmal die Konzentration etwas nach. Das darf uns nicht passieren, da müssen wir stabiler werden.“

Nun gilt es, in der Länderspielpause weiter intensiv zu trainieren, um im nächsten Spiel gegen Hertha zu Hause wieder drei Punkte einzufahren.

„Wichtig ist, dass wir als Mannschaft zusammenhalten. Jeder macht mal Fehler, Schuldzuweisungen helfen nicht weiter. Wir müssen das gemeinsam aufarbeiten“, erklärte Pauli.

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Tabelle der 2. Bundesliga

Die Bedeutung der Tabelle in der 2. Bundesliga ist folgende: Wer am Saisonende den ersten Platz belegt, wird Meister der Zweiten Liga und steigt in die 1. Bundesliga auf. Dasselbe gilt für den zweiten Rang. Der Dritte spielt in einem Relegationsduell gegen den Drittletzten der Bundesliga um den Aufstieg beziehungsweise den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse.