Amoako hat Wechselgedanken ad acta gelegt: Jetzt zählt für ihn nur noch „Vollgas“ bei Dynamo
Dresden – "Das war echt unangenehm", beschreibt Kofi Amoako (20) die frostigen Temperaturen, als Dynamo am Sonntag nach der Rückkehr aus der Türkei aus dem Flugzeug stieg. „Auch der Kunstrasen, auf dem wir aktuell wetterbedingt trainieren, ist nicht gerade ideal“, meint er mit einem breiten Grinsen, das zum Schmunzeln einlädt. Doch eines ist sicher: Er bleibt Dynamo treu!
Während des Trainingslagers in der Türkei sorgte eine Meldung insbesondere bei den Fans für Sorge. Der italienische Erstligist US Lecce, aktuell Tabellen-17. der Serie A, zeigte großes Interesse an dem 20-Jährigen. So sehr, dass Amoako in Lara weder darüber sprechen wollte noch durfte. Am Ende des Aufenthalts am Mittelmeer platzte der Transfer endgültig.
„Ach, ich habe das ganz entspannt gesehen. Wenn es klappt, dann klappt es eben. Wenn nicht, bleibe ich gerne hier. Meine Freundin studiert in Dresden, ich wohne hier und habe viele Freunde“, erklärt er gelassen.
„Umso besser, dass ich geblieben bin“, strahlt der U20-Nationalspieler erneut: „Als alles geklärt war, habe ich sofort meine Freundin angerufen – sie hat sich natürlich sehr gefreut.“
Wer ihn während der Einheiten in der Türkei sowie in den Testspielen gegen Aarau und Essen beobachtete, konnte sehen, dass die Wechselgerüchte ihm keineswegs zugesetzt haben. Ganz im Gegenteil: Mit viel Selbstbewusstsein ging er voran.
Seine gute Stimmung ist ohnehin ungebrochen. Und auch sein Selbstvertrauen ist spürbar gewachsen. „Das tut einem schon gut. Das stärkt dein Selbstbewusstsein. Solche Situationen sind im Winter ja nicht alltäglich. Jetzt liegt mein Fokus aber voll auf Dynamo“, sagt er entschlossen.
Und genau so meint er es auch. Obwohl das Transferfenster erst am 31. Januar schließt, hat Amoako einen Wechsel für sich abgehakt: „Das Kapitel ist abgeschlossen. Am Samstag startet die Rückrunde, darauf konzentriere ich mich jetzt – frisch und ausgeruht.“
„Die Weihnachts-Pause hat mir richtig gutgetan, jetzt bin ich wieder voll da. Es gibt nur noch Vollgas“, betont er. Das Gaspedal wird durchgedrückt – mit einem klaren Ziel vor Augen: „Der Klassenerhalt“, grinst Amoako. Das wäre alles andere als schlecht.
2. Bundesliga Tabelle
Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Der Verein, der am Saisonende den 1. Platz belegt, wird Meister der zweiten Liga und steigt in die 1. Bundesliga auf. Das gilt ebenso für den Zweitplatzierten. Der Drittplatzierte kämpft in einer Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga um den Verbleib oder Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse.