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Dynamo-Leihspieler Wagner warnt: Der Klassenerhalt ist noch nicht gesichert!

Dresden – Torsten Lieberknecht (52), Trainer von Kaiserslautern, brachte es treffend auf den Punkt: "Jede Niederlage zehrt und tut weh. Deshalb fühlen wir uns stets verpflichtet, unseren Anhängern etwas zurückzugeben und für die Fanseele zu kämpfen", erklärte er vor dem Duell bei Dynamo Dresden.

Auch bei der SGD herrschte nach der Pleite in Düsseldorf sicherlich keine andere Stimmung, dennoch lässt man sich von gewissen Einflüssen nicht aus der Ruhe bringen. Selbst die deutlich vernehmbaren Pfiffe beim Pausenpfiff nach einem torlosen Unentschieden gegen die Roten Teufel können die Mannschaft nicht verunsichern. Teilweise wird auf einigen Tribünenplätzen ununterbrochen gemeckert, unzufriedene Fans senden E-Mails an Journalisten mit der Bitte, kritischer zu berichten.

Dies wirkt wenig nachvollziehbar, da bei Schwarz-Gelb das große Ziel Klassenerhalt trotz der Niederlage in Düsseldorf – und erst recht nach dem Sieg zuhause gegen Kaiserslautern – weiterhin in eigener Hand liegt! Noch zur Winterpause hatte wohl kaum jemand damit gerechnet.

"Die einzigen, die daran geglaubt haben, waren wir intern", sagt Robert Wagner (22). "Unsere Rückrunde ist wirklich beeindruckend. Besonders mit dem Druck zu Beginn sind wir hervorragend umgegangen und waren stets präsent, wenn es darauf ankam."

Es müsste schon ein Wunder geschehen, sollte die SGD in den verbleibenden zwei Begegnungen – gegen einen direkten Rivalen und bereits gerettete Kieler – noch scheitern. Dennoch warnt Wagner: "Rechnerisch ist der Klassenerhalt noch nicht endgültig, deshalb müssen wir weiter fokussiert bleiben und aus den letzten beiden Spielen so viele Punkte wie möglich holen."

Nach dem Rückschlag in Düsseldorf stand gegen Kaiserslautern vor allem die Defensive im Fokus. "Eine weiße Weste zu bewahren ist enorm wichtig. Denn ohne Gegentor verlierst du nicht. Das war die Grundlage, die wir auf den Platz bringen wollten. Die Abwehr muss stabil stehen und wenn wir dann Nadelstiche setzen und ein Tor erzielen, umso besser", erklärt der Mittelfeldspieler.

Am Samstag in Braunschweig steht laut der Freiburger Leihgabe das nächste „extrem schwierige Spiel“ an. "Dort wollen wir erneut drei Punkte einfahren und den Klassenerhalt endgültig klar machen."

Das große Ziel rückt somit in greifbare Nähe. "Wenn man es am Ende geschafft hat, ist das sicherlich ein befreiendes Gefühl. Aber das erlebst du erst nach dem Spiel – bis dahin müssen wir über die vollen 90 Minuten fokussiert bleiben. Deshalb hilft es uns, nicht zu weit vorauszuschauen, sondern stets im Hier und Jetzt zu bleiben und jedes Spiel voll anzunehmen."

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2. Bundesliga Tabelle

Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Saisonende auf Platz 1 steht, wird Meister der Zweiten Liga und steigt in die Bundesliga auf. Dies gilt ebenfalls für den zweiten Rang. Der Drittplatzierte spielt in einer Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga, um den Aufstieg beziehungsweise den Klassenerhalt in der höchsten deutschen Spielklasse.