Dynamo kann nicht auf eine Rettung vom Sofa hoffen – Entscheidung im Relegations-Endspiel gegen Kiel
Dresden – Nach der 1:2-Niederlage am Samstag in Braunschweig richteten sich alle Blicke im Dynamo-Lager auf die Partien von Düsseldorf und Fürth. Hätten beide Teams nicht gewonnen, wäre die Saison für Dynamo theoretisch vorbei gewesen. Fürth leistete sich den Gefallen und verlor mit 1:2 gegen Hertha BSC. Fortuna Düsseldorf hingegen setzte sich mit 3:1 gegen den Zweitplatzierten Elversberg durch. Somit steht für Dynamo am Sonntag (Anstoß: 15.30 Uhr) ein absolutes Endspiel gegen Kiel an – es geht um den Einzug in die Relegation!
Eine Rettung auf der heimischen Couch ist damit ausgeschlossen. Man könnte sagen, Dynamo hat es sich selbst zuzuschreiben. Sowohl in Düsseldorf (1:3) als auch in Braunschweig wurden genügend Chancen vergeben, um entspannt in den letzten Spieltag zu gehen. Nun wird es spannend und nervenaufreibend. Das Relegations-Finale gegen die Störche steht bevor.
Kiel hat seine Probleme rechtzeitig gelöst und ist bereits gerettet. Dennoch könnte die Ausgangslage für Dynamo schlechter sein. In dieser verrückten Liga ist allerdings alles möglich. Wer hätte zum Beispiel mit einem so deutlichen Sieg Düsseldorfs gegen Elversberg gerechnet? Kaum jemand.
Eine Entscheidung im Tabellenkeller ist bereits gefallen: Preußen Münster steht nach einem 1:1 gegen Darmstadt als erster Absteiger fest. Direkt dahinter rangiert Fürth (34 Punkte, -22 Tore) auf Platz 17 mit den schlechtesten Chancen. Bielefeld (36 Punkte, -3 Tore) belegt aktuell den Relegationsplatz 16, kann allerdings noch direkt absteigen oder sich komplett retten.
Braunschweig (37 Punkte, -17 Tore) und Düsseldorf (37 Punkte, -16 Tore) sollten durch ihre Erfolge am Wochenende den direkten Abstieg vermeiden können. Für sie sowie für Dynamo (38 Punkte, 0 Tore Differenz) geht es nur noch um die Relegation. Selbst Magdeburg (39 Punkte, -5 Tore) ist noch nicht vollkommen gesichert.
Bei der SGD geht es nicht ohne Dramatik. Nach dem Spiel am Samstag in Braunschweig gab es bereits einen gemeinsamen Schwur: Gegen Kiel wird nun alles gegeben. „Absolut, anders ist es nicht machbar“, betonte Kapitän Stefan Kutschke (37).
„Das war unsere Marschroute während der gesamten Saison, besonders in der Rückrunde. Wir mussten immer wieder Rückschläge einstecken. Aber die Mannschaft ist sich so sicher, dass sie am Sonntag den Sack zumacht“, zeigte sich „Kutsche“ überzeugt.
Dynamo hält alle Karten selbst in der Hand. Ein Sieg würde alles klar machen. Selbst ein Unentschieden wäre nur mit Schützenhilfe ausreichend, da ein Konkurrent nicht gewinnen darf. Doch auch eine Niederlage könnte am Ende ausreichen – verrückt!
Düsseldorf tritt in Fürth an, Bielefeld empfängt Hertha, und Braunschweig reist zum Meister Schalke.
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2. Bundesliga Tabelle
Die Tabelle der 2. Bundesliga erklärt sich wie folgt: Der Tabellenführer am Saisonende wird Meister der 2. Liga und steigt in die 1. Bundesliga auf. Gleiches gilt für den Zweitplatzierten. Der Drittplatzierte kämpft in der Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga um den Aufstieg oder den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse.