Dynamo Dresden mit zu großem Kader: Welche Spieler stehen noch vor einem Abschied?
Dresden – Im Winter hat Dynamo Dresden sechs neue Spieler verpflichtet, während lediglich Aljaz Casar (25) den Verein bislang verlassen hat. Der Kader ist dadurch deutlich aufgebläht, sodass nicht allen Akteuren ausreichend Einsatzzeiten garantiert werden können. Wie sieht es also aktuell auf der Abgangsseite aus?
Dominik Kother (25) äußerte bereits zum Jahreswechsel seinen Wunsch, den Verein zu verlassen. Dynamo zeigte sich offen für einen Transfer, verpflichtete mit Ben Bobzien (22) bereits einen Ersatz für die Außenbahn und soll sich auch mit einem interessierten Klub weitgehend einig gewesen sein.
Bislang kam es jedoch zu keinem Abschluss. Warum das so ist, bleibt reine Spekulation. Fakt ist jedoch, dass Kother seit Wochen nur noch mit der "U21" der SGD trainiert. Jonas Oehmichen (21) hingegen nimmt weiterhin an den Testspielen der Nachwuchsmannschaft teil, gehört aber weiterhin zum Zweitliga-Kader.
Für den Youngster wird es trotzdem schwierig werden, regelmäßig Spielzeit zu erhalten. Ein Drittligist soll Interesse angemeldet haben, bestätigt wurde dies bislang aber nicht.
Dagegen könnte Kother wohl zurück zu Jahn Regensburg wechseln, wo er in der Saison 2023/24 als Aufstiegsheld gefeiert wurde, sich anschließend jedoch ebenso wenig in der 2. Bundesliga durchsetzen konnte wie bei Dynamo.
„Wir wollen nicht verschweigen, dass es auf dem Trainingsplatz Situationen gibt, in denen einige Spieler keine Einsatzzeiten bekommen, wenn zehn gegen zehn gespielt wird. Das ist für die Betroffenen keine einfache Lage“, erklärt auch Sören Gonther (39).
Der Sportgeschäftsführer von Dynamo zeigt Verständnis für die Unzufriedenheit mancher Spieler, hebt aber zugleich die Geschlossenheit des Teams hervor: „Für uns steht die Mannschaft über allem. Wenn jemand anfängt, zu stänkern, gibt es Ärger. Doch das passiert nicht – alle ziehen mit. Es sind harte Entscheidungen, die für den einen oder anderen eine schwierige Situation bedeuten.“
Vor allem in der Innenverteidigung wird es bei Dynamo immer enger. Durch die Umstellung auf eine Viererkette ist ein Platz weniger frei, wobei Julian Pauli (20) und Thomas Keller (26) mehr oder weniger gesetzt sind.
Das bedeutet für Lars Bünning (27), Lukas Boeder (28), Friedrich Müller (19) und Claudio Kammerknecht (26), sich Gedanken über ihre Zukunft zu machen. Zudem soll mit Andi Hoti (22), dessen Verpflichtung nur noch von der Ablöse abhängt, ein siebter Innenverteidiger dazukommen. Für Kammerknecht, der bei zwei Spielen nicht in den Kader berufen wurde und dessen Vertrag am Saisonende ausläuft, könnte man nun wenigstens noch eine Ablösesumme erzielen.
Gonther betont: „Das Transferfenster ist noch bis zum 2. Februar geöffnet. Ich kann jeden verstehen, der das Gespräch sucht und sagt: Wir müssen reden. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, und bei dem einen oder anderen sind wir sicher gesprächsbereit.“