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Ausgerechnet gegen die Teufel: Dynamos Entscheidungskampf im Abstiegskampf

Dresden – Der Blick richtet sich nach vorne. Der entscheidende Endspurt hat begonnen, noch drei Partien stehen bis zum regulären Saisonabschluss aus. Allerdings könnte danach am 22. und 26. Mai noch die Relegation folgen. Dynamo kennt diese Situation bereits aus drei Gelegenheiten, zuletzt vor vier Jahren. Der Gegner damals? Genau: der 1. FC Kaiserslautern. Dynamo kämpfte als Zweitligist, Lautern spielte in der dritten Liga – das Resultat ist bekannt. Jetzt ist die Zeit für eine Revanche gekommen.

Die Anhänger sind hochmotiviert und haben das Erlebnis nicht vergessen. Sie wollen die Jungs vom „Betze“ sprichwörtlich in die Schranken weisen. Ein 0:0 in Kaiserslautern und eine 0:2-Niederlage vor heimischer Kulisse schmerzen nach wie vor. Drei lange Jahre benötigte der Verein, um den Weg zurück in die 2. Liga zu schaffen. Ein erneuter Abstieg nach nur einer Saison, wie im Mai 2022, soll diesmal verhindert werden – und dafür ist der dreimalige Deutsche Meister gerade der richtige Gegner.

Diese Niederlagen sollen wettgemacht werden – sowohl die aus dem Hinspiel (1:3) als auch die Pleite in Düsseldorf. Drei Ziele auf einmal: ein gutes Spiel, Freude am Fußball und vor allem drei wichtige Punkte holen.

Dynamo-Coach Thomas Stamm (43) ist sich der Brisanz dieser Begegnung und der gesamten verbleibenden Saisonphase bewusst. Er verlangt Klarheit und Fokus für die finale Phase. „Jetzt ist nicht der Moment, alles zu hinterfragen“, betont er.

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Die Niederlage am Rhein wird er gründlich analysieren, doch schon bald wartet das Duell gegen Lautern. „Wir müssen einen klaren Kopf bewahren und Düsseldorf hinter uns lassen. Es sind enge Spiele. Zuhause gegen Kaiserslautern, in Braunschweig und gegen Kiel haben wir die Möglichkeit, die Punkte wieder einzufahren“, zeigt sich der 43-Jährige optimistisch und fügt hinzu: „Vorausgesetzt, wir sind effizienter.“

Gerade hier hatte Dynamo in der Rückrunde teils Schwächen gezeigt. Während gegen Darmstadt (3:0) und Münster (6:0) alles klappte, lief es gegen Hertha (0:1) nicht rund. In Nürnberg und gegen Bochum (jeweils 2:0) waren die Abläufe wieder besser, in Düsseldorf jedoch lief wenig zusammen. Jetzt gilt es, die Mannschaft erneut in die richtige Spur zu bringen.

„Wir wussten, dass Rückschläge kommen würden. Ich habe überhaupt keine Bedenken“, zeigt sich Torwart Tim Schreiber (24) vor dem wichtigen Spiel gegen Kaiserslautern kämpferisch.

Er war vor vier Jahren noch nicht Teil des Teams, weiß aber als Einheimischer aus Erzählungen, wie schwer die Situation für die Fans damals war. So etwas möchte er nicht noch einmal erleben.

2. Bundesliga Tabelle

Die Tabelle der 2. Bundesliga entscheidet Folgendes: Der Erstplatzierte am Saisonende ist Meister der 2. Liga und steigt direkt in die Bundesliga auf. Dies gilt ebenso für den Zweitplatzierten. Der Drittplatzierte muss in der Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga antreten, um den Aufstieg oder Klassenerhalt in der höchsten deutschen Spielklasse zu klären.