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Dynamo feiert ersten Erfolg im neuen Jahr – Stamm kritisiert einfache Gegentore

Antalya (Türkei) – Die SGD hat ihren ersten Sieg in diesem Jahr erzielt, zeigte dabei jedoch in den beiden Spielhälften deutliche Leistungsunterschiede. Der 3:2 (1:0)-Erfolg gegen den FC Aarau sollte daher nicht überbewertet werden. Die Spieler spüren die Belastungen des Trainingslagers und müssen zudem vier Neuzugänge in das Team integrieren.

"Es wäre wünschenswert gewesen, die Null zu halten. Das war eigentlich unser Ziel. Die beiden Gegentore fielen völlig unvermittelt. Abgesehen davon hatten wir das Spielgeschehen im Griff. Wichtig ist vor allem, dass sich niemand verletzt hat", zog Thomas Stamm sein Fazit.

Dynamos Trainer trat gegen den Schweizer Zweitligisten mit zwei unterschiedlichen Mannschaften an.

Die Startelf mit den vier Neuzugängen Thomas Keller, Jonas Sterner, Jason Ceka und Robert Wagner könnte durchaus auch die Grundformation für den Rückrundenstart gegen Greuther Fürth sein.

"Ich bin mit allen Neuzugängen zufrieden. Bei einigen, die zuletzt wenig Spielpraxis hatten, war zu erkennen, dass sie im Verlauf der Partie immer besser ins Spiel fanden", so Stamm. "Darauf lässt sich aufbauen."

Keller bildete zusammen mit Sterner, Julian Pauli und Alexander Rossipal die Viererkette, die offenbar für die kommenden 17 Ligaspiele eine Option darstellt. Besonders Rossipal setzte auf der linken Seite immer wieder starke offensive Akzente.

Sein Schuss in der 16. Minute war zwar ungefährlich, hätte aber unter anderen Umständen durchaus brenzlig werden können, da er sich in guter Position befand.

Deutlich zielstrebiger waren hingegen die Versuche von Niklas Hauptmann (15.), Kofi Amoako (21.) und Jason Ceka (35.). Auf der Gegenseite hatte Schwarz-Gelb allerdings auch das eine oder andere Mal Glück – insbesondere beim Kopfball von Henri Koide in der 12. Minute.

So ging es mit einer knappen 1:0-Führung in die Halbzeitpause, nachdem Vincent Vermeij (45.) kurz vor dem Pausenpfiff eine Vorlage von Ceka eiskalt verwandelte. In der zweiten Hälfte zeigte sich jedoch auch wieder die Anfälligkeit bei Gegentoren.

Im Schnitt kassierte das Team in Liga zwei zwei Gegentore pro Spiel – so auch am Dienstagnachmittag. Daniel Afriyie (63.) und Berdan Senyurt (72.) kamen zu leicht zum Abschluss, sodass der Spielstand plötzlich auf 1:2 drehte.

"Die Gegentore ärgern mich sehr, und das gilt auch für die Spieler. Wir hatten uns vorgenommen, in beiden Halbzeiten keinen Treffer zuzulassen. Wir müssen in Ballbesitzphasen sauberer agieren, denn nur so behält man mehr Kontrolle und vermeidet solche Gegentore wie das erste", erklärte Dynamos Trainer.

Doch auch die zweite Elf von Dresden bewies Qualität. Das zeigte sich etwa, als das aggressive Pressing erfolgreich war: Luca Herrmann eroberte den Ball, legte per Hacke auf Jakob Lemmer ab (77.), der zum Ausgleich traf.

Zwei Minuten später brachte Herrmann Dynamo wieder in Führung – das war der Endstand!