Endlich spielt das Glück für Dynamo
Magdeburg – "Ich habe immer gelernt, dass man sich das Glück erarbeiten muss. Und ich denke, genau das haben wir heute über die gesamten 90 Minuten gezeigt", erklärte Jonas Sterner (23) nach dem wichtigen 2:1-Sieg von Dynamo Dresden im Kellerduell beim 1. FC Magdeburg.
Der Außenverteidiger selbst hatte dabei einiges an Glück, nachdem ihm ein schwerer Fehler unterlief, obwohl Dynamo die Auswärtspartie an der Börde eigentlich gut kontrollierte.
"Ich bin da auch selbstkritisch. Das war nicht mein stärkstes Spiel, aber es zeigt, was für ein tolles Team wir sind, dass meine Mitspieler mich aufgefangen haben und wir am Ende den Derbysieg feiern konnten", freute sich die Winterausleihe von Hannover 96.
In der 29. Minute unterschätzte Sterner einen langen Ball, der bei den frostigen Temperaturen so lange in der Luft hing, dass er fast schon gefroren zu Boden kam. Baris Atik (31) hinter ihm schnappte sich den Ball sauber und legte direkt für Mateusz Zukowski (24) auf, der nicht richtig gedeckt wurde – 0:1.
"Solche Situationen hatte ich in meiner Karriere schon öfter. Normalerweise kläre ich die problemlos, aber das zeigt, was für eine großartige Mannschaft wir sind", betonte Sterner immer wieder.
"Die Jungs ziehen mich da raus und dann gewinnen wir. Wir sind eine geschlossene Einheit. Man merkt das jeden Tag beim Training – das ist etwas Besonderes und genau so holen wir gerade unsere Siege."
Und zumindest beim derzeitigen Team der Stunde in Magdeburg (fünf Spiele, 13 Punkte) gehörte auch eine ordentliche Portion Glück dazu! Denn defensiv leistete sich der FCM vor 27.815 Zuschauern viele Fehler und vergab zahlreiche klare Chancen.
Allein in den letzten beiden Minuten der Nachspielzeit war Marcus Mathisen (29) zweimal völlig frei vor dem Tor, einmal schoss er drüber (90.+11), zwei Minuten zuvor parierte Dynamo-Keeper Tim Schreiber (23) einen Kopfball aus knapp zehn Metern.
Die beiden Aluminiumtreffer in der ersten Halbzeit waren ebenfalls pures Glück. Zukowski (27. Minute), der plötzlich völlig frei vor Schreiber auftauchte, traf den Innenpfosten, auch Noah Pesch (20, 37. Minute) scheiterte nur am Metall – Dynamo hatte in dieser Saison bereits zum zehnten Mal das nötige Quäntchen Glück mit dem Aluminium. Kein anderes Team der 2. Bundesliga profitiert mehr davon!
Wer so viel Glück hat und zudem deutlich mehr Qualität zeigt, wird am Saisonende auch über dem Strich stehen ...
2. Bundesliga Tabelle
Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Der Erstplatzierte am Saisonende wird Zweitliga-Meister und steigt direkt in die 1. Bundesliga auf. Dasselbe gilt für den Zweitplatzierten. Der Drittplatzierte spielt in der Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga um den Aufstieg oder den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse.