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DFB verhängt gleich vier Strafen – Dynamo muss tief in die Tasche greifen

Dresden – Gleich vier Disziplinarentscheidungen des DFB trafen Dynamo Dresden am Mittwoch auf einmal, was für den Klub eine hohe Geldstrafe bedeutet: Insgesamt mehr als 100.000 Euro müssen wegen Fehlverhaltens der Fans bei den Hinspielen gegen den 1. FC Nürnberg, Darmstadt 98, den VfL Bochum sowie beim DFB-Pokalspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 gezahlt werden.

Die höchste Geldbuße fällt für das Duell mit dem 1. FC Nürnberg am 7. November an.

Im heimischen Rudolf-Harbig-Stadion entzündeten die Dynamo-Fans eine umfangreiche Pyro-Show, bei der die DFB-Richter 92 Bengalische Feuer und einen Böller zählten.

Da das Spiel aufgrund dieser Zündelei der schwarz-gelben Anhänger mehrere Minuten unterbrochen werden musste, wurde die Strafe um 50 Prozent erhöht. Folglich beläuft sich die Geldstrafe für die 1:2-Niederlage gegen Nürnberg auf 79.800 Euro.

Auch für das Pokalspiel am 18. August gegen Mainz wurde eine fünfstellige Strafe verhängt, die vor allem auf den Einsatz von Pyrotechnik im Fanblock zurückzuführen ist. Der DFB ahndete insgesamt 45 pyrotechnische Gegenstände sowie das Werfen von drei Bechern in den Innenraum, wodurch sich die Strafe auf 28.500 Euro summiert.

Beim Auswärtsspiel gegen den VfL Bochum am 21. November registrierte das DFB-Schiedsgericht mindestens acht pyrotechnische Gegenstände, was Dynamo eine Geldbuße von 4.800 Euro einbringt. Ein am 26. September in Darmstadt aufs Spielfeld geworfener Gegenstand verursacht außerdem eine Strafe von 500 Euro.

Zusammen ergeben diese Summen 113.600 Euro, die Dynamo Dresden an den DFB zahlen muss. Ein Drittel dieser Summe kann der Zweitligist allerdings für eigene Maßnahmen im Bereich Sicherheit oder Gewaltprävention nutzen.

Die SGD hat den Strafen bereits zugestimmt, womit die Urteile verbindlich sind.

Infolgedessen müssen die Dresdner in dieser Saison wegen Fansünden bereits 137.600 Euro zahlen, hinzu kommen 7.500 Euro wegen verspäteter Anreise in Bochum.

Im Vergleich zu den Zahlen der vergangenen Saison ist das jedoch deutlich weniger: Damals musste Dynamo fast eine halbe Million Euro an Strafen begleichen.