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Dynamo-Trainer Stamm weiß genau: Darauf kommt es im Duell gegen Lautern an

Dresden – „Was unsere Defensivarbeit, die Einstellung und das Gegenpressing betrifft, war das kein gelungener Tag für uns“, zog Thomas Stamm (43) ein Fazit nach der Niederlage in Düsseldorf. Möglicherweise gibt es dafür sogar nachvollziehbare menschliche Gründe – sicher ist: Am Samstag (13 Uhr) gegen Kaiserslautern wird eine ganz andere Dynamo Dresden Mannschaft auf dem Feld stehen.

„Es geht um Wachsamkeit, Konzentration und Verantwortung, um die Räume zu schließen“, erklärte der SGD-Coach. „Wir müssen den Fokus wieder neu setzen. Eine einzelne Ursache gibt es nicht, aber wir haben das klar benannt. Die Art und Weise, wie die Spieler diese Woche daran gearbeitet und es umsetzen wollten, war wirklich sehr überzeugend.“

In der Rückrunde sicherte sich Schwarz-Gelb seine Punkte mit „unangenehmem Verteidigen“ und Effektivität im Angriff – in Düsseldorf fehlte davon einiges. Lauterns Trainer Torsten Lieberknecht (52) rechnet jedoch damit, dass er auf ein Team trifft, das „mit größtem Einsatz und Kampfgeist alles geben wird, um den Klassenerhalt zu schaffen“.

Eine Entscheidung in Sachen Liga-Verbleib wird am Wochenende noch nicht fallen. Dennoch wäre die Chance auf den Klassenerhalt mit zusätzlichen drei Punkten am Samstag deutlich gestiegen.

„Es zählt nur dieses eine Spiel, da muss man alles geben. Es gibt nichts Schöneres, als – wie schon im Vorjahr – drei Spieltage vor Saisonende alles selbst in der Hand zu haben“, unterstrich Dresdens Cheftrainer.

In der Aufstiegssaison erlitt das Team in der Schlussphase noch einen Rückschlag (0:1) gegen den VfL Osnabrück. Das 1:3 vor einer Woche in Düsseldorf soll ähnlich als Weckruf dienen. Stamm fügte hinzu: „Manchmal ist es gut, wenn man einen Dämpfer bekommt, um wieder aufzuwachen. Wir werden in drei Wochen wissen, ob uns dieses Spiel geholfen hat, gerade defensiv mit neuem Fokus aufzutreten.“

Übrigens wurde für die entscheidende Phase im Abstiegskampf offenbar auch hinter den Kulissen im Bereich Teambuilding gearbeitet – ganz ohne Öffentlichkeit. In den letzten Wochen habe man sich immer wieder „Gedanken gemacht, was der Mannschaft gut tun kann“ und diese Maßnahmen umgesetzt. „Das allein wird aber nicht der Schlüssel zum Erfolg sein. Trotzdem bin ich ein Befürworter davon, gezielt Impulse zu setzen.“

Steht am Ende ein Sieg gegen den FCK und der Klassenerhalt, kann der Schweizer Coach auf jeden Fall auf eine erfolgreiche Arbeit zurückblicken.

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Tabelle der 2. Bundesliga

Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Saisonende den ersten Platz belegt, ist Meister der Zweiten Liga und steigt in die 1. Bundesliga auf. Dies gilt auch für den zweiten Rang. Der Drittplatzierte muss in der Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga antreten, um den Aufstieg oder Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse zu klären.