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Drei Partien, sieben Zähler: Dynamo ist das stärkste Team der Rückrunde

Dresden – Am Ende überwogen eher enttäuschte Gesichter, denn der große Befreiungsschlag aus dem Tabellenkeller blieb Dynamo Dresden beim 1:1 gegen Arminia Bielefeld verwehrt. Dennoch ist Schwarz-Gelb nach drei Rückrunden-Spielen weiterhin das erfolgreichste Team im Unterhaus der Bundesliga!

"Im Grunde war es ein Duell gegen einen direkten Verfolger. Gegen Bielefeld haben wir im direkten Vergleich jetzt vier Punkte gesammelt", zog Dynamo-Trainer Thomas Stamm ein recht positives Fazit.

"Außerdem stehen sieben Punkte aus den ersten drei Spielen zu Buche. Natürlich hätten wir auch heute gern drei Punkte mitgenommen. Aber manchmal muss man eben auch akzeptieren, wenn es nicht klappt."

Je nachdem, wie man das dritte Kellerduell innerhalb von drei Wochen bewertet, hat sein Team einen Punkt gewonnen oder doch zwei liegen lassen. Denn nach dem Führungstreffer von Christoph Daferner (43.) – erneut nach einer Standardsituation – wäre durchaus mehr möglich gewesen.

Dynamo befand sich zu diesem Zeitpunkt erstmals seit Ende November (14. Spieltag) wieder auf einem Platz außerhalb der Abstiegsränge, und Jakob Lemmer (45./56./65.) hätte diesen Vorsprung weiter absichern können. "Im letzten Drittel waren wir nicht so präzise, wie wir es gebraucht hätten, um den Dreier einzufahren", zeigte sich Stamm enttäuscht. Zumal die Aktionen von Lemmer die einzigen gefährlichen waren.

Insgesamt fehlte Schwarz-Gelb – ohne die verletzten Niklas Hauptmann und Vincent Vermeij – im Spiel nach vorne die nötige Entlastung. "Mit dem Elfmeter hat sich das Spiel etwas gedreht. Danach fehlen dir die Entlastungsmomente und die Chancen, die du brauchst", erklärte Dynamos Coach.

Alexander Rossipal erwischte in der 63. Minute ein ungeschicktes Tackling, Monju Momuluh nutzte die Gelegenheit und Tim Handwerker verwandelte den Strafstoß eine Minute später souverän.

Im Anschluss musste Tim Schreiber seine Klasse unter Beweis stellen. Der Dynamo-Torwart überzeugt seit Wochen mit starken Leistungen und parierte unter anderem Marius Wörl (71.) glänzend. Unter dem Strich ein wichtiger Punktgewinn, zumal die SGD in der zweiten Halbzeit kaum Torgefahr ausstrahlte. 19 der 29 Saisontore fielen in der ersten Hälfte – ebenso vier der fünf Treffer in der Rückrunde.

Positiv bleibt außerdem: Kein anderes Team in der 2. Bundesliga ist in der Rückrunde bislang ungeschlagen. Sieben Punkte aus drei Begegnungen sind eine beachtliche Ausbeute, die wohl jeder während der Winterpause unterschrieben hätte, zumal alle Zähler gegen direkte Konkurrenten eingefahren wurden.

"Ich würde sagen, das Unentschieden ist ein solides Ergebnis für uns. Das nehmen wir so mit", resümierte Torschütze Daferner. "Klar, nach den letzten zwei Spielen hätten wir gern nahtlos weitergemacht. Trotzdem bin ich der Meinung, dass man mit sieben Punkten aus drei Partien zufrieden sein kann."

Nächste Woche reist der Tabellen-16. nach Gelsenkirchen. Auch der Spitzenreiter FC Schalke 04 – der übrigens mit zwei Punkten Rückrunden-Vorletzter ist – erwartet eine starke Dresdner Mannschaft.

2. Bundesliga Tabelle

Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Saisonende Platz 1 belegt, ist Zweitliga-Meister und steigt direkt in die 1. Bundesliga auf. Das Gleiche gilt für den zweiten Rang. Der Drittplatzierte kämpft in einer Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga um den Verbleib oder Aufstieg in Deutschlands höchste Fußballklasse.