Dynamo-Bubis sichern sich Hallenmasters-Titel nach hitzigem Finale gegen FSV, CFC landet auf Rang vier
Zwickau – Pfiffe, „Schieber“-Rufe und hitzige Wortgefechte zwischen Spielern, die sich kurz Nase an Nase gegenüberstanden: Das 21. ZEV-Hallenmasters endete äußerst emotional! Die U21 von Dynamo Dresden besiegte im ausverkauften Finale in der Stadthalle Zwickau den FSV Zwickau mit 3:2 (2:2) und sicherte sich den Gerd-Schädlich-Pokal.
Die Schlüsselszene ereignete sich 4:13 Minuten vor Schluss, als Zwickaus Oliver Fobassam sich an der Bande mit gleich drei Dresdner Spielern anlegte und schließlich gegen Collin Förster zur Tätlichkeit griff. Schiedsrichter Lars Albert bestrafte dies mit einer Zwei-Minuten-Strafe.
Diese Überzahlsituation nutzten die Dynamo-Talente umgehend aus: Arne Seemann durchkreuzte damit die Triple-Träume der Zwickauer.
„Dynamo hat den Sieg verdient, uns fehlte heute die nötige Cleverness“, räumte FSV-Trainer Rico Schmitt ein.
Schon in der Vorrunde überraschten die Dresdner die Gastgeber, als sie in der letzten Minute einen 1:3-Rückstand noch in ein 3:3 verwandelten. „Das ärgert mich sehr, so etwas darf uns nicht passieren. Das Unentschieden tut richtig weh“, kommentierte Schmitt diese Situation.
Dieser kleine Rückschlag war jedoch zu verkraften, da das zweite Gruppenspiel gegen den VFC Plauen klar mit 6:3 gewonnen wurde.
Unbeschadet schaffte der Chemnitzer FC den Einzug ins Halbfinale, nachdem er Carl Zeiss Jena (4:2) und die Westsachsen-Auswahl (3:1) besiegt hatte. Einziger Wermutstropfen: Jungtalent Aaron Mensah zog sich beim Auftakt eine Knöchelverletzung zu und verpasst daher das Türkei-Trainingslager, wie Pressesprecher Henry Buschmann gegenüber TAG24 bestätigte.
Im Halbfinale trafen die Himmelblauen auf den späteren Turniersieger. Johannes Pistol brachte die Gastgeber früh in Führung, doch Zwickau drehte das Spiel durch die ehemaligen CFC-Nachwuchsspieler Nico Künzel und Rick Wuchrer. Jonas Marx glich noch einmal aus, aber nach einem Torwartfehler von Cedric Wimmer sicherten die Dynamos ihren Platz im Finale.
Der Weg der Zwickauer ins Endspiel führte über Jena, das nach einer starken zweiten Halbzeit mit 3:1 besiegt wurde. Im Duell um Platz drei kam es erneut zum Aufeinandertreffen zwischen dem CFC und dem FCC, bei dem diesmal die Thüringer mit 5:3 die Oberhand behielten. Interessanterweise treffen beide Teams schon am Sonntag am Flughafen Leipzig/Halle wieder aufeinander.
Kurios: Carl Zeiss ist eigentlich schon im Türkei-Trainingslager, entsandte für das Turnier aber eine kleine Delegation, die am Sonntag mit dem CFC-Flieger zum Team von Volkan Uluc stoßen wird.
Der FSV wird ebenfalls am Sonntag in die Türkei reisen, allerdings über den Flughafen BER.