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Gegner-Trainer überschüttet Dynamo mit Lob: „Mit beeindruckender Intensität auf dem Platz“

Dresden – Manchmal lohnt sich auch ein Blick auf den Gegner, um die Leistung von Dynamo besser einordnen zu können. Zum einen wirken nicht alle so sympathisch wie Vincent Wagner (39) von der SV Elversberg, zum anderen zeigt es, dass Dynamo keineswegs so schwach war, wie es die zweite Hälfte beim 1:2 vielleicht vermuten ließ.

„Ich wünsche den Dresdnern viel Erfolg im Kampf um den Klassenerhalt. Wenn ihr die zuletzt gezeigte Leistung beibehaltet, wird das schon klappen“, meinte Wagner, Trainer der SVE.

„Wir sind in diesem großartigen Stadion als glückliche Sieger vom Platz gegangen. Nicht unverdient, aber glücklich. Wenn wir hinten den Ausgleich erzielen, dürfen wir uns nicht beschweren“, bezog er sich dabei auf die beiden Großchancen von Christoph Daferner (28., 83.) und Jakob Lemmer (25., 90.+4). Außerdem verpasste Thomas Keller (26) die letzte Flanke kurz vor dem Abpfiff nur knapp.

„Die Dresdner haben mittlerweile ein exzellentes Pressing entwickelt. Das zeigten sie schon in der Vorrunde, doch inzwischen agieren sie mit einer richtig starken Intensität. Das 1:0 war zudem ein klasse Treffer, da knallt er den Ball extrem hart ins Eck“, lobte Wagner den Treffer von Alexander Rossipal (29).

Der entscheidende Unterschied zwischen den beiden Teams lag in der Gelassenheit der Elversberger, die sich trotz Rückstand nicht aus der Ruhe bringen ließen und sich Schritt für Schritt in die Partie zurückarbeiteten – obwohl „wir die beste erste Halbzeit gespielt haben, die ich je von uns gesehen habe“, wie Dynamo-Keeper Tim Schreiber (23) betonte.

Auch in den Schlussviertelstunden zeigte sich Dynamo wieder als die bessere Mannschaft. „Da hatten wir Glück. Die Kurve steht immer lichterloh hinter uns. Am Ende war es ein glücklicher Sieg gegen einen Gegner, der inzwischen richtig stark ist“, so Wagner weiter.

Sein Gegenüber dürfte diese Worte gern gehört haben, konnten sie die Kritik jedoch nicht vergessen. Besonders störte ihn die Passivität nach der Pause bis zum 1:2.

„In der zweiten Halbzeit ist es uns nicht gelungen, mit der notwendigen Intensität Druck aufzubauen. Der Gegner hatte oft viel Raum zum Spielen. Elversberg war diesmal effizienter als wir. Solche Effektivität braucht man, um gegen eine sehr gute Mannschaft Punkte zu holen“, erklärte Stamm und fügte hinzu: „Wenn du ihre Spielmuster und Abläufe kennst, musst du am Ende besser verteidigen.“

Die nächste Gelegenheit, sich zu verbessern und gegen ein Top-Team der Liga drei Punkte einzufahren, bietet sich kommende Woche in Hannover – dort haben beide Teams mit 41 Punkten denselben Zählerstand.

2. Bundesliga Tabelle

Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Saisonende den 1. Platz belegt, wird Meister der zweiten Liga und steigt direkt in die Bundesliga auf. Das gilt ebenso für den 2. Rang. Der Drittplatzierte spielt in der Relegation gegen den Drittletzten der Bundesliga um den Aufstieg beziehungsweise den Verbleib in der höchsten deutschen Spielklasse.