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Frust in der Dritten Liga nach Jena-Niederlage bei Lok Leipzigs Seitz: „Geht mir echt auf die Nerven“

Leipzig – Nach der ersten Halbzeit sah es so aus, als könnte Lok Leipzig im Rennen um die Meisterschaft endgültig davonziehen. Doch Carl Zeiss Jena drehte das Spiel am Sonntagabend noch von einem 0:1 in einen 2:1-Sieg und sorgte damit für neue Spannung in der Regionalliga Nordost – vor allem im Hinblick auf den Aufstieg. Einer möchte davon allerdings nichts mehr hören.

„Um ehrlich zu sein, nervt mich das ganze Gerede über die Dritte Liga mittlerweile ziemlich. Es stehen noch zahlreiche Partien aus, und immer wieder werden irgendwelche Interpretationen reininterpretiert. Sieben Punkte Vorsprung, zehn oder vielleicht auch 15 – das spielt keine Rolle. Spannend wird es erst, wenn wir am letzten Spieltag ganz vorne stehen, und bis dahin müssen wir uns noch ordentlich ins Zeug legen“, sagte Loks Trainer Jochen Seitz (49) nach dem Abpfiff.

Die Erwartungen an Blau-Gelb sind mittlerweile natürlich enorm gestiegen. Seit dem verpassten Aufstieg im letzten Jahr sehnen sich die Sachsen nach einem zweiten Anlauf.

Der Hallesche FC will als weiterer Verfolger dagegen nicht in die 3. Liga aufsteigen, da er bekanntermaßen keine Zulassungsunterlagen eingereicht hat. Somit bleibt fast nur Jena als ernsthafter Konkurrent – und am Sonntag verpasste Lok die Gelegenheit, den Rivalen auf Distanz zu halten.

Der Vorsprung in der Tabelle beträgt noch sieben Punkte. Carl Zeiss hat jedoch ein Spiel weniger absolviert und könnte den Rückstand auf vier Zähler verkürzen. Das sind klare Anzeichen dafür, dass die Spannung wohl noch lange anhalten wird und Seitz sich auch in den kommenden Wochen mit dem Thema auseinandersetzen muss.

Ein möglicher Grund für die Niederlage war zudem die zwangsweise Auswechslung von Seitz’ Torschützen zum 1:0 während der Halbzeitpause.

„Wir mussten Stefan Maderer leider in der Pause vom Feld nehmen. Er hatte bei seinem Treffer einen Schlag auf den Kopf bekommen und klagte anschließend über Schwindelgefühle“, erklärte der Trainer auf der Pressekonferenz nach dem Spiel.

Der Spieler selbst konnte im Interview mit dem „MDR“ nach dem Spiel aber Entwarnung geben: „Mir geht es auf jeden Fall besser. Ich habe keinen starken Kopfschmerz mehr. Der Kopf ist zwar etwas angeschwollen, aber mir ist nicht übel oder so – zum Glück ist alles in Ordnung.“

Das lässt darauf schließen, dass einem Einsatz am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen die zweite Mannschaft von Hertha BSC nichts im Weg stehen dürfte.

Regionalliga Nordost – Tabelle

Der Meister der Saison 2026 bestreitet am Ende zwei Aufstiegsspiele gegen den Champion der Regionalliga Bayern. Der Sieger dieser Duelle steigt in die 3. Liga auf. Insgesamt können bis zu vier Mannschaften absteigen, abhängig von den Absteigern aus der 3. Liga.