Drei Tage vor dem Pokalfinale: Shubitidze trifft Entscheidung zur Torwartposition, SFV-Präsident Winkler richtet Appell an die Anhänger
Zwickau – „Seht euch diesen Pokal an“, brachte SFV-Präsident Hermann Winkler bei der Pressekonferenz zum Sachsenpokal-Endspiel seine offensichtliche Begeisterung für das Duell zwischen dem FSV Zwickau und Erzgebirge Aue zum Ausdruck. Das Finale in der GGZ-Arena stellt nicht nur das Saison-Highlight für die beiden westsächsischen Rivalen dar, sondern ist auch das zentrale Ereignis des elften Finaltages im Amateurbereich.
„Wir sind stolz darauf, eine so attraktive Begegnung auf nationaler Ebene zeigen zu können“, betonte Winkler. Gleichzeitig appellierte der Verbandschef an die Fans beider Lager, sich so zu verhalten, „dass wir deutschlandweit ein positives Bild abgeben – so, wie es dem sächsischen Fußball gebührt“, so Winkler weiter.
Auf Wunsch beider Mannschaften erhöhte der SFV die erlaubte Kadergröße von 18 auf 20 Spieler, um den gestiegenen Belastungen zum Saisonende gerecht zu werden und beiden Teams mehr Flexibilität bei ihren fünf Wechseloptionen zu ermöglichen.
Was die Wechsel betrifft: Im Tor der Veilchen wird es definitiv Veränderungen geben. Nach vorheriger Absprache erhielt zuletzt Louis Lord (22) viermal den Vorzug vor dem 38-jährigen Martin Männel. Im womöglich letzten Spiel als Stammtorwart kehrt der Routinier nun wieder auf die Torwartposition zurück. „Es war Martins Wunsch, den Pokal in den Händen zu halten“, erklärte Khvicha Shubitidze (51) auf Nachfrage von TAG24.
Unter dem vor Kurzem zum Cheftrainer beförderten Fußballlehrer hat sich der Verein in den vergangenen Wochen stabilisiert und gefestigt. Nun soll ein versöhnlicher Abschluss vor der Sommerpause folgen. Shubitidze ergänzte: „Ich freue mich für die Mannschaft, nach einer so schwierigen Saison noch die Gelegenheit zu haben, etwas zu gewinnen.“
Sein Gegenüber, Trainer Rico Schmitt (57), will mit seinen Schwänen dieses Vorhaben durchkreuzen, obwohl er sich vor dem Spiel eher zurückhaltend gibt.
„Wir sind der Regionalligist, Aue spielt in der Drittklassigkeit. Wir setzen auf die Ein-Prozent-Regelung. Alles ist gut vorbereitet – ohne Zweifel“, sagte Schmitt, fügte aber hinzu: „Wenn die unterklassige Mannschaft alles gibt, wird es für das höherklassige Team schwierig.“
Dafür erhielt er von Shubitidze zustimmendes Nicken: „Ich denke nicht, dass die Liga-Zugehörigkeit eine entscheidende Rolle spielt.“