Diese Niederlage schmerzt! Cottbus-Profi spricht von einem „Knacks“ – Wollitz widerspricht
Cottbus/Aachen – Die Rückfahrt wird für Energie Cottbus lang und schwerwiegend! Beim Aachener Wetterspiel kassierte das Team eine deutliche 1:4-Niederlage und machte sich enttäuscht auf die 700 Kilometer lange Heimreise. Wird diese erste Pleite des Jahres die Mannschaft aus der Bahn werfen?
Dominik Pelivan (29), erfahrener Stammspieler, bezeichnete im Interview mit MagentaSport das Ergebnis als „definitiv einen kleinen Knacks“, besonders wenn man zuvor so viele Spiele ungeschlagen geblieben ist.
Neun Spieltage vor Saisonende befinden sich die Lausitzer – unabhängig von den Resultaten am restlichen Wochenende – weiterhin unter den Top drei der Tabelle. Dennoch entwickelte sich die von starken Regenfällen geprägte Partie in Aachen auch zu einer mentalen Herausforderung.
Ausgerechnet der technisch versierte Tolcay Cigerci (31) vergab innerhalb von nur einer Minute (30., 31.) die zwei besten Chancen in der ersten Halbzeit. Der Cottbuser Schlüsselspieler wirkte im Saisonverlauf bereits mehrfach etwas gehemmt und unsicher.
In der zweiten Halbzeit verlor Energie bei zwei Eckstößen der Aachener die Zuordnung und ließ seine Gegenspieler unbewacht. Trotz eines deutlichen Eckball-Übergewichts von 9:4 für Cottbus fiel das Team zweimal im eigenen Strafraum in Rückstand – unter anderem kurz nach der Pause und unmittelbar nach dem Anschlusstreffer zum 1:2.
Pelivan zeigte sich enttäuscht: „Wir bekommen so ein unnötiges 1:3 direkt im Anschluss an den Anschlusstreffer. Am Ende darf man nicht mit 4:1 verlieren, das Ergebnis ist viel zu deutlich.“
Trainer Pele Wollitz (60) machte klar, dass solche „billigen“ Gegentore bei einem Aufstiegskandidaten nicht noch einmal passieren dürfen. Angesichts des rutschigen Bodens war es keine Überraschung, dass Standardsituationen spielentscheidend sein könnten.
Immerhin gab Energie nicht auf, warf nach dem 1:3 alles nach vorne und kassierte noch das 1:4 – ein Treffer, der besonders schmerzte.
Diese Niederlage stellt den ersten richtigen Dämpfer in der Rückrunde dar, bestätigt jedoch auch den Trend, dass offensiv ohne den glücklosen Cigerci und den erneut schwachen Erik Engelhardt (27) wenig funktioniert.
Nun gilt es für Energie vor allem, ein Zeichen zu setzen und gegen Ulm am kommenden Samstag das Momentum zurückzugewinnen.
Wollitz kämpferisch: „Wenn wir aufsteigen wollen, dann wischen wir uns den Mund ab und machen weiter. Wenn man am 29. Spieltag noch voll im Rennen ist, dann sehe ich keinen Knacks, sondern analysiere das, nehme es mir zu Herzen und gebe nächste Woche die richtige Antwort.“
3. Liga Tabelle
Die Bedeutung der 3. Liga Tabelle im Überblick: Der Erstplatzierte am Ende der Saison ist Meister der 3. Liga und steigt direkt in die 2. Bundesliga auf. Auch der Zweitplatzierte steigt direkt auf, während der Drittplatzierte in die Relegation gegen den Drittletzten der 2. Bundesliga geht, um den Aufstieg oder den Verbleib in der Liga zu klären.