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Der Pechvogel von Hansa ist weg! In anderthalb Jahren kam er nicht zu einem Liga-Einsatz

Bocholt/Rostock – Hansa Rostock setzt seine Kaderverkleinerung fort: Am Montag wurde der Abgang von Dominik Lanius (28) bestätigt.

Der Innenverteidiger wechselt sofort zum Regionalliga-West-Verein 1. FC Bocholt, wo er einen Vertrag „über die laufende Saison hinaus“ unterschrieben hat.

In Rostock wäre sein Vertrag am Saisonende ausgelaufen, doch die Zeit an der Ostsee war von Rückschlägen geprägt.

Der 1,95 Meter große Abwehrspieler absolvierte in eineinhalb Jahren bei Hansa kein einziges Pflichtspiel in der Liga.

Symbolträchtig erwähnt auch Hansa-Sportchef Amir Shapourzadeh (43) in der Abschiedsmitteilung die anhaltenden Verletzungsprobleme des Unglücksraben: „Leider konnte er bei uns verletzungsbedingt nie dauerhaft sein Können und seine Stärken unter Beweis stellen, obwohl er im Training und bei Testspielen immer wieder sein Potenzial gezeigt hat.“

Vor seinem Engagement bei Hansa galt Lanius als einer der besten Verteidiger in der Viertliga.

In Rostock folgten die Verletzungen Schlag auf Schlag. Bereits in der Sommer-Vorbereitung 2024 zog er sich eine Knieverletzung zu, die ihn rund zwei Monate außer Gefecht setzte.

Kaum wieder ins Training eingestiegen, erlitt er einen Innenbandriss und fiel weitere sechs Monate aus.

Im vergangenen September kam eine langwierige Oberschenkelverletzung hinzu, sodass Lanius den Anschluss verlor und zum Ende der Hinrunde nicht mehr zum Kader von Hansa gehörte.

Auch zum Start der Rückrunde gegen Aue wurde er nicht berücksichtigt – die Trennung war daher konsequent. In Bocholt, etwa anderthalb Stunden mit dem Auto von seiner Geburtsstadt Köln entfernt, soll der 28-Jährige wieder Spielpraxis sammeln und zu alter Form zurückfinden.

Nach den Leih-Abgängen von Tim Krohn (20, nach Oberhausen) und Dario Gebuhr (22, zum Chemnitzer FC) ist Lanius der dritte Spieler, der Hansa im Winter verlässt.

3. Liga Tabelle

Die Tabelle der 3. Liga hat folgende Bedeutung: Der Tabellenführer am Saisonende wird Meister und steigt in die 2. Bundesliga auf. Auch der Zweitplatzierte steigt direkt auf. Der Drittplatzierte spielt in einer Relegation gegen den drittletzten der 2. Bundesliga um Aufstieg oder Verbleib in der Liga.