HSV-Blog: Der Endspurt steht fest – Die letzten Spieltage der Rothosen im Überblick
Hamburg – Eine kurze Verschnaufpause steht an: Nach der knappen 2:3-Niederlage bei Borussia Dortmund kann der HSV die bevorstehende Länderspielpause nutzen, um seine Kräfte für den finalen Saisonabschnitt zu sammeln.
Erst am 4. April (15:30 Uhr) geht es für die Hanseaten weiter, wenn sie im Volksparkstadion auf den FC Augsburg treffen. Die DFL hat am Freitag außerdem die Begegnungen der Spieltage 31 bis 34 offiziell angesetzt.
In unserem HSV-Blog halten wir Euch stets mit den wichtigsten Neuigkeiten rund um die Mannschaft, mögliche Transfers und sonstige Entwicklungen im Volkspark auf dem Laufenden.
Die erste Bundesliga-Saison nach sieben Jahren für den HSV neigt sich dem Ende zu. Für den Saisonabschluss hat die DFL den Hamburgern noch einmal ein echtes Topspiel zugelost.
Am 31. Spieltag, Samstag, den 25. April, empfangen die Aufsteiger die TSG Hoffenheim zur Flutlichtpartie um 18:30 Uhr im heimischen Volkspark.
Die weiteren Spieltermine lauten wie folgt:
32. Spieltag – Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt: Samstag, 2. Mai, 15:30 Uhr
33. Spieltag – Heimspiel gegen den SC Freiburg: Sonntag, 10. Mai, 15:30 Uhr
34. Spieltag – Auswärts bei Bayer Leverkusen: Samstag, 16. Mai, 15:30 Uhr
Luka Vuskovic (19) setzt seine beeindruckende Entwicklung fort: Der HSV-Verteidiger erzielte im Länderspiel Kroatiens gegen Kolumbien sein erstes Tor für die Nationalmannschaft. Beim 2:1-Erfolg markierte er den zwischenzeitlichen Ausgleich.
Mit 19 Jahren, einem Monat und drei Tagen ist Vuskovic nun der zweitjüngste Torschütze in der Geschichte Kroatiens – nur Luka Ivanusec (18 Jahre, ein Monat und 19 Tage) war bei seinem Treffer noch jünger.
Ein großer Transfercoup für den HSV? Nach Angaben von Transferexperte Fabrizio Romano stehen die Rothosen kurz vor der Verpflichtung des ungarischen Nachwuchs-Stürmers Andrej Vasiljevic (16).
Demnach soll Sportdirektor Claus Costa (41) intensiv an den Verhandlungen mit dem Teenager vom MTK Budapest gearbeitet haben, die bereits weit fortgeschritten sind.
Neben dem HSV, der bereits Ende letzten Jahres mit Vasiljevic in Verbindung gebracht wurde, zeigen auch Borussia Dortmund, Inter Mailand und weitere Spitzenklubs Interesse an dem 16-Jährigen.
Neun HSV-Profis sind während der Länderspielpause für ihre Nationalmannschaften im Einsatz.
Hier eine Übersicht der Spieler und ihrer Partien:
Philip Otele
27. März: Iran – Nigeria (Testspiel)
31. März: Jordanien – Nigeria (Testspiel)
Miro Muheim
27. März: Schweiz – Deutschland (Testspiel)
31. März: Norwegen – Schweiz (Testspiel)
Giorgi Gocholeishvili
26. März: Georgien – Israel (Testspiel)
29. März: Litauen – Georgien (Testspiel)
Luka Vuskovic
26. März: Kolumbien – Kroatien (Testspiel)
31. März: Kroatien – Brasilien (Testspiel)
Ransford Königsdörffer
27. März: Österreich – Ghana (Testspiel)
31. März: Deutschland – Ghana (Testspiel)
Damion Downs
28. März: Südkorea – USA (U21 Testspiel)
31. März: Südkorea – USA (U21 Testspiel)
Fabio Baldé
27. März: Portugal – Schweiz (U20 Elite League)
30. März: Tschechien – Portugal (U20 Elite League)
Hannes Hermann
26. März: Deutschland – Tschechien (U20 Testspiel)
31. März: Polen – Deutschland (U20 Testspiel)
Otto Stange
25. März: Deutschland – Schweden (Eliterunde U19-EM)
28. März: Deutschland – Griechenland (Eliterunde U19-EM)
31. März: Österreich – Deutschland (Eliterunde U19-EM)
Fast noch ärgerlicher als die Niederlage: Beim 2:3 in Dortmund sah HSV-Defensivspieler Nicolai Remberg (25) seine zehnte Gelbe Karte – als erster Profi der Liga in dieser Saison.
Besonders bitter: Schiedsrichter Dr. Matthias Jöllenbeck pfiff bereits zur Halbzeit ab, nachdem der Mittelfeldspieler mit Dortmunds Karim Adeyemi (24) aneinandergeraten war. Beide erhielten eine Verwarnung.
Dadurch fehlt Remberg dem HSV beim wichtigen Heimspiel gegen Augsburg Anfang April. Bei seiner ersten Gelbsperre unterlagen die Rothosen im Dezember zuhause Hoffenheim deutlich mit 1:4.
Überraschend war die Nachricht am Wochenende: Am Samstag saß Sebastian Kehl (46) noch beim 3:2-Erfolg des BVB gegen den HSV auf der Bank, am Sonntag verkündete Dortmund jedoch die sofortige Trennung von seinem Sportdirektor.
Sport-Geschäftsführer Lars Ricken (49) teilte mit, dass die Entscheidung einvernehmlich gefallen sei und sofort wirke. Kehl selbst betonte, es sei an der Zeit, neue Wege zu gehen.
Führt dieser Weg vielleicht zum HSV? Der 46-Jährige gilt seit Wochen als Top-Kandidat für die vakante Position des Sportvorstands bei den Rothosen. Kehl selbst soll den Wunsch geäußert haben, im Management aufzusteigen – eine Chance, die ihm beim BVB verwehrt blieb.
Das Bundesliga-Topspiel zwischen BVB und HSV am Abend wird von Dr. Matthias Jöllenbeck (39) geleitet.
Bislang haben die Hanseaten acht Pflichtspiele unter seiner Leitung bestritten, mit einer positiven Bilanz von vier Siegen, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen.
Der BVB absolvierte zehn Partien mit Jöllenbeck als Schiedsrichter und weist ebenfalls eine gute Statistik auf: fünf Siege, drei Remis und zwei Niederlagen.
HSV-Coach Merlin Polzin (35) hatte am Donnerstag die mögliche Ausmusterung von Robert Glatzel (32) nach dessen unangekündigtem Frust-Interview noch offen gelassen. Mittlerweile steht fest: Der Stürmer ist beim Spiel gegen den BVB nicht im Kader.
Als die Rothosen am Freitag nach Dortmund aufbrachen, fehlte Glatzel aus disziplinarischen Gründen, wie übereinstimmende Medienberichte berichteten.
Die Sperre gilt allerdings nur für die Partie beim Tabellenzweiten und nicht darüber hinaus.
Ungewöhnliche Strafe für Jean-Luc Dompé (31) nach seiner Alkoholfahrt: Neben einer hohen Geldstrafe muss sich der Franzose auch sozial engagieren, kündigte der Verein an.
Wie die "BILD" berichtet, hat Dompé 10.000 Warnwesten organisiert und selbst bezahlt, die im Straßenverkehr zur Sicherheit verteilt werden.
Ein Teil der Westen soll der Spieler persönlich in Hamburger Kindertagesstätten und Grundschulen austeilen – Details dazu sind noch offen.
Voller Vorfreude: Fábio Vieira (25) verpasste das Hinspiel gegen den BVB wegen einer Sperre, wird beim Rückspiel am Samstag jedoch wieder in der Startelf stehen.
„Das ist ein riesiges Spiel! Es wird nicht einfach für uns. Wir wissen um Dortmunds Qualität. Wenn wir uns bestmöglich vorbereiten und als Team auftreten, können wir Großes erreichen. Unser Ziel sind die drei Punkte“, sagte der Spielmacher im HSV-„Spieltagscheck“.
Dort verriet der Portugiese auch, was er in Hamburg am liebsten unternimmt: „An freien Tagen gehe ich gerne ins Portugiesenviertel, um mich heimischer zu fühlen, portugiesisch zu essen und mich mit Landsleuten auszutauschen.“
Der HSV startete am Dienstag in die Vorbereitung für die Partie am Samstagabend (18:30 Uhr) beim BVB. Personell gab es einige Veränderungen.
Nicolas Capaldo (27) trainierte nach seiner Bauchmuskelverletzung weiterhin individuell auf dem Rasen. „Capi hat schnell Fortschritte gemacht, zuletzt stagnierte die Entwicklung allerdings etwas. Er spürt noch Schmerzen, weshalb sein Einsatz gegen Dortmund ungewiss ist“, erklärte Trainer Merlin Polzin (35).
Zudem fehlten Philip Otele (26) und Albert Grönbaek (24) beim Training. „Philip ist leicht angeschlagen, wir hoffen, dass er morgen wieder dabei ist. Albert ist weiterhin krank; eigentlich sollte er gegen Köln spielen, verschlechterte sich aber tagsüber mit Fieber. Wir müssen abwarten, was morgen möglich ist“, so Polzin.
Bakery Jatta (27), Yussuf Poulsen (31) und Alexander Rössing-Lelesiit (19) absolvierten weiterhin Reha-Einheiten.
Matthias Ostrzolek (35) steht aktuell noch als Spielertrainer für den Regionalligisten Schwaben Augsburg auf dem Platz, wird den Klub aber zur neuen Saison verlassen und Sven Bender (36) als Coach bei Wacker Burghausen ablösen.
„Mir wurde von Anfang an klar vermittelt, welche sportlichen Ziele der Verein verfolgt. Deshalb freue ich mich sehr auf die neue Herausforderung“, sagte Ostrzolek. „Als Trainer will ich die Mannschaft weiterentwickeln, das vorhandene Potenzial optimal nutzen und gemeinsam mit Spielern, Betreuern, Vereinsumfeld und Fans die ambitionierten Ziele verfolgen.“
Spannend wird zudem das direkte Duell am 18. April in der Regionalliga Bayern zwischen Schwaben Augsburg und Wacker Burghausen.
William Mikelbrencis (22) hat sich durch starke Leistungen in den letzten Wochen ins Rampenlicht gespielt. Doch sein Vertrag beim HSV läuft im Sommer aus.
Laut dem Portal Jeunes Footeux zeigt der RC Lens Interesse an dem Rechtsverteidiger. Der Ligue-1-Zweite, der nur einen Punkt hinter Paris Saint-Germain liegt, sucht einen Ersatz für Saud Abdulhamid (26), der wohl zurück zur AS Roma kehrt.
Mikelbrencis passe perfekt zum Profil von Lens: jung, in Frankreich ausgebildet und flexibel auf der rechten Seite einsetzbar. Sollte er nicht verlängern, wäre er ablösefrei zu haben.
Beraterwechsel deuten häufig auf einen bevorstehenden Vereinswechsel hin, doch bei HSV-Torwart Daniel Heuer Fernandes (33) scheint die Lage anders zu sein.
„Man kann nicht alles kontrollieren. Ich konzentriere mich auf meine Leistung und bin froh, dass ich diese Woche für Woche abrufen kann“, sagte der Schlussmann nach dem Remis gegen Köln. „Der Rest wird sich in Zukunft regeln.“
Bislang war davon ausgegangen worden, dass sein Vertrag nach dieser Saison ausläuft. Er selbst hatte sich eine Frist bis März gesetzt. „Jetzt kann ich keinen Zeitpunkt mehr nennen“, schmunzelte Heuer Fernandes – was wohl einen guten Grund hat.
Nach Informationen der „Bild“ verlängert sich sein Vertrag beim Klassenerhalt automatisch um ein Jahr. Somit haben sowohl der Spieler als auch der HSV momentan keine Eile – denn die Rothosen stehen wohl auch im nächsten Jahr in der Bundesliga.
Mit neun Punkten Abstand auf den direkten Abstiegsplatz und sechs Zählern Vorsprung auf den Relegationsrang befinden sich die Hamburger nach 26 Spieltagen in einer komfortablen Ausgangslage, um das große Ziel Klassenerhalt zu schaffen.
„Sky“-Experte Lothar Matthäus (64) sieht den HSV bereits so gut wie gerettet. Nach dem Unentschieden gegen Köln schätzte der ehemalige Weltfußballer die Chance auf „85 bis 90 Prozent“ ein.
HSV-Coach Merlin Polzin (35) reagierte schmunzelnd: „Ich würde Lothar Matthäus niemals widersprechen.“ Gleichzeitig erinnerte er aber daran, dass noch ein weiter Weg vor der Mannschaft liege.
Am Abend wird Schiedsrichter Tobias Welz (48) die Partie zwischen dem HSV und dem 1. FC Köln leiten.
Unter Leitung des Wiesbadeners bestritten die Rothosen bislang 28 Spiele, die Bilanz fällt negativ aus: acht Siege, neun Unentschieden und elf Niederlagen.
Für Köln waren es bisher 21 Partien mit Welz als Schiedsrichter, die Statistik ist noch schlechter: fünf Siege, vier Remis und zwölf Niederlagen.
Mit dem HSV und dem 1. FC Köln treffen an diesem Samstag zwei ehemalige Klubs von Davie Selke (31) aufeinander. Offenbar wäre der Stürmer im Sommer beinahe bei einem anderen Bundesliga-Klub gelandet.
Nach Angaben von „Sky“ hatte der 1. FSV Mainz 05 großes Interesse und legte sogar ein konkretes Angebot vor. Ebenso wie Celtic Glasgow aus Schottland blieben die Bemühungen jedoch erfolglos.
Selke spielt seit letztem Sommer für Basaksehir Istanbul und erzielte in 15 Einsätzen bisher sieben Tore.
Ein herber Rückschlag für einen Ex-HSV-Profi: Romeo Castelen (42), der von 2007 bis 2011 für die Rothosen spielte, wurde in den Niederlanden wegen Geldwäsche zu einer Haftstrafe verurteilt.
Das Gericht in Zwolle verhängte gegen den 42-Jährigen eine Freiheitsstrafe von 18 Monaten, davon sechs Monate zur Bewährung, sowie eine Geldstrafe von zwei Millionen Euro.
Castelen soll über den chinesischen Klub Zhejiang Yiteng mehrere Millionen Euro Schwarzgeld gewaschen haben. 2019 wurde er am Amsterdamer Flughafen mit 139.000 Euro in bar erwischt.
Die Staatsanwaltschaft hatte ursprünglich drei Jahre Haft gefordert. Castelen kündigte an, gegen das Urteil Berufung einzulegen.
William Mikelbrencis (22) kämpft derzeit um seine Zukunft beim HSV. Sein Vertrag läuft im Sommer aus, doch seine Leistungen lassen auf eine positive Vertragsverlängerung hoffen.
„Wenn man eine Chance erhält, muss man liefern. Das hat er in der ganzen Saison getan“, lobte Trainer Merlin Polzin (35). Dabei musste Mikelbrencis auch mal auf der Bank Platz nehmen. „Taktische Entscheidungen führten dazu, dass wir manchmal seine Konkurrenten bevorzugten. Das konnte er nicht beeinflussen, aber was er beeinflussen konnte, hat er verbessert.“
In seinen ersten beiden Jahren kam Mikelbrencis auf nur zwölf Einsätze mit insgesamt 571 Minuten. Bereits in der Aufstiegssaison spielte er 25 Partien, in dieser Spielzeit stehen schon 19 Einsätze zu Buche, davon neun von Beginn an.
„William kam als sehr junger Spieler zu uns. Damals sprach er weder Deutsch noch Englisch. Er hat hart an sich gearbeitet und musste vermutlich öfter auf der Bank sitzen, als er wollte“, erklärte Polzin.
Die Entwicklung sei aber noch nicht abgeschlossen. „Er weiß genau, welche nächsten Schritte er gehen muss. Auf dem Platz ist er schnell und zudem ein feiner Junge.“
Schlechte Nachrichten für den HSV: Stürmer Yussuf Poulsen (31) fällt erneut für mehrere Wochen aus. Trainer Merlin Polzin (35) berichtete am Donnerstag, dass sich Poulsen eine Verletzung im rechten hinteren Oberschenkel zugezogen hat.
„Das ist sehr ärgerlich“, sagte Polzin und erklärte, dass Poulsen nach der Diagnose niedergeschlagen gewesen sei. „Weder für ihn noch für uns ist das zufriedenstellend.“ Der Däne war mit großen Erwartungen zum HSV gekommen, musste aber immer wieder verletzungsbedingt passen.
„Die Saison ist noch nicht vorbei“, gab Polzin zu Protokoll, auch wenn die genaue Ausfalldauer noch offen ist. „Er wird weiterhin seinen Beitrag leisten, damit wir eine gute Saison spielen und unsere Ziele erreichen.“
HSV-Coach Merlin Polzin (35) äußerte sich deutlich zu Rayan Philippes (25) Fehlen beim Spiel in Wolfsburg. „Ich wollte Rayan klar machen, woran er arbeiten muss. Das haben wir intern besprochen“, sagte der Trainer. „Ich freue mich darauf, wie er darauf reagiert.“
Es wird also erwartet, dass Philippe nach schwächeren Leistungen wieder stärker auf sich aufmerksam macht. Ein Einsatz am Samstag gegen den 1. FC Köln ist daher nicht ausgeschlossen, allerdings muss er zeigen, dass er die Anforderungen erfüllt.
„Ich habe höhere Ansprüche an Rayan“, betonte Polzin. „Er hat schon deutlich bessere Leistungen gezeigt.“ Zwar ist Philippe mit fünf Treffern gemeinsam mit Luka Vuskovic (19) der beste HSV-Torschütze, doch der Angreifer schwankt immer wieder in seiner Form.
Polzin fügte hinzu: „Er muss sich noch zurechtfinden.“ Dabei ist Philippe bereits seit acht Monaten in Hamburg, die Eingewöhnungszeit sollte eigentlich vorbei sein. „Ich sehe das nicht dramatisch“, relativierte der Coach. „Wir versuchen, Rayan aufzuzeigen, woran wir arbeiten wollen. Es ist normal, dass man mal eine Phase hat, in der es nicht rund läuft. Da muss er durch.“
Der HSV kann bereits mehr oder weniger für die kommende Erstliga-Saison planen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Luka Vuskovic (19) noch ein Jahr im Volkspark bleibt, wird mit jedem Spiel geringer – seine herausragenden Leistungen ziehen Begehrlichkeiten nach sich.
Deshalb suchen die Verantwortlichen nach einem Nachfolger. Laut dem griechischen Portal SDNA hat der HSV sein Augenmerk auf Lorenzo Pirola (24) von Olympiakos Piräus gerichtet und soll den Innenverteidiger sogar beim letzten Spiel vor Ort beobachtet haben.
Pirola stammt aus der Jugend von Inter Mailand und absolvierte zahlreiche Einsätze für diverse italienische U-Auswahlen. Seit Sommer 2024 ist er in Piräus unter Vertrag, der noch bis Saisonende 2027/28 läuft. Sein Marktwert wird auf etwa neun Millionen Euro geschätzt.
Der HSV startete am Dienstag die Vorbereitung auf das Topspiel am Samstagabend gegen den 1. FC Köln. Mit dabei war auch Winterneuzugang Albert Grönbaek (24). „Ich freue mich, ihn wieder im Mannschaftstraining zu sehen. Er braucht noch etwa eine Woche, in der er voll integriert werden kann und nicht dosiert wird. Ich hoffe, er kann bald einsatzbereit sein“, äußerte sich Trainer Polzin (35).
Aus Gründen der Belastungssteuerung fehlten Ransford Königsdörffer (24) und William Mikelbrencis (22) im Mannschaftstraining. Nicolas Capaldo (27), Bakery Jatta (27) und Alexander Rössing-Lelesiit (19) absolvierten individuelle Reha-Übungen.
Insbesondere Capaldo könnte gegen Köln sein Comeback feiern. „Es könnte eine Punktlandung werden. Das Ziel ist, dass wir es schaffen“, erklärte Polzin. Gleichzeitig schränkte er ein: „Als Trainer ist man manchmal mehr Träumer als Realist.“
Beim 2:1-Erfolg des HSV in Wolfsburg war Luka Vuskovic (19) der herausragende Akteur. Der Verteidiger war an der Entstehung beider Elfmeter beteiligt und verwandelte einen davon, wenn auch mit etwas Glück, selbst.
Der ehemalige HSV-Sportvorstand Jonas Boldt (44) lobte den jungen Kroaten bei Sky90: „Für mich ist er der Schlüsselspieler.“ Er hob hervor, wie fußballverrückt die ganze Familie Vuskovic sei.
Gleichzeitig übte Boldt Kritik an seinem Ex-Klub: „Es ist fast fahrlässig, so viel Verantwortung auf seine Schultern zu legen.“ Vuskovic hat bereits fünf wichtige Tore erzielt. Beide Elfmeter gegen Wolfsburg wurden durch ihn verursacht. Obwohl er eigentlich Abwehrspieler ist, spielt er eine zentrale Rolle im Offensivspiel des HSV. Wie Rayan Philippe (25) ist er mit fünf Saisontoren der beste Torschütze.
Generell hat Vuskovic großen Einfluss auf den HSV. Boldt ist überzeugt, dass der Aufsteiger ohne ihn nicht auf dem zehnten Platz stehen würde. „Die zwei Spiele vor seiner Ankunft waren weit entfernt von Bundesliga-Niveau. Er bringt enormen Schwung rein.“
Zunächst brachte Christian Eriksen (34) Wolfsburg in Führung, doch Luka Vuskovic (19) und Jean-Luc Dompé (30) drehten die Partie mit Elfmeter-Toren und sorgten so für Bundesliga-Geschichte.
Die meisten Elfmeter in einem Spiel gab es in der Saison 1965/66 zwischen Gladbach und Dortmund. Damals zeigte der Schiedsrichter fünfmal auf den Punkt, vier wurden verwandelt. Das Spiel endete 5:4 für Dortmund.
Die Top-Klubs stehen Schlange: Der HSV muss sich darauf einstellen, dass Luka Vuskovic (19) im Sommer zu Tottenham Hotspur zurückkehrt. Ob er dort bleibt, ist noch offen.
Der 19-jährige Kroate steht bei nahezu allen europäischen Topvereinen auf dem Zettel, zuletzt wurde auch dem FC Barcelona Interesse nachgesagt.
Sein Berater Pini Zahavi (83) äußerte sich in spanischen Medien zu den Spekulationen: „Ich kann zum jetzigen Zeitpunkt nichts sagen. Der Spieler gehört weiterhin zum HSV und konzentriert sich voll auf den Verein. In genau zwei Monaten, nach Ablauf seiner Leihfrist und der Rückkehr zu Tottenham, kann ich Neuigkeiten verkünden.“
Nach dem Sieg in Wolfsburg dürfte HSV-Profi Daniel Elfadli (28) besonders erleichtert gewesen sein – nach einer Horror-Halbzeit.
Der Verteidiger, der diesmal Warmed Omari (25) den Vorzug erhielt, leistete sich in der 18. Minute einen katastrophalen Fehlpass, aus dem Wolfsburg jedoch nichts machte.
Zwei Minuten später geriet er zum Unglücksraben, als er beim Klären unglücklich VfL-Profi Yannick Gerhardt (31) am Kopf traf. Der darauffolgende Elfmeter wurde von Christian Eriksen (34) zur Führung für Wolfsburg verwandelt.
Elfadli erhielt für das Foul Gelb und wäre kurz vor der Pause beinahe mit einer zweiten Gelben Karte vom Platz geflogen.
Nach einer deutlichen Ermahnung durch Schiedsrichter Florian Exner (35) zog Trainer Merlin Polzin (35) in der Halbzeit den Verteidiger vom Feld.
Die Verantwortung für die Partie Wolfsburg gegen den HSV trägt Schiedsrichter Florian Exner (35).
Die Rothosen bestritten bisher fünf Spiele unter seiner Leitung und weisen eine ordentliche Bilanz auf: drei Siege, ein Remis und nur eine Niederlage.
Bei den Wolfsburgern fällt die Bilanz schlechter aus: Drei Spiele mit Exner, nur ein Sieg, zwei Niederlagen.
Wie es im Sommer mit Luka Vuskovic (19) weitergeht, ist noch offen. Bleibt er beim HSV, um mit seinem Bruder Mario zu spielen? Wird Tottenham ihn zurückholen? Oder wechselt er gar zu einem anderen Klub?
Sky berichtet, dass FC Barcelona ein Auge auf den kroatischen Abwehrspieler geworfen hat, da im Sommer wohl eine Lücke in der Innenverteidigung bei den Katalanen entsteht.
Besonders interessant: Vuskovic und Barca-Trainer Hansi Flick (61) haben mit Pini Zahavi (83) denselben Berater.
Ein herber Verlust für den HSV: Bakery Jatta (27) fällt in den kommenden Wochen aus.
Der Verein teilte mit, dass sich der Gambier im Nachholspiel gegen Bayer Leverkusen eine Verletzung im linken hinteren Oberschenkel zugezogen hat und bereits in der 29. Minute ausgewechselt werden musste.
Unter Trainer Merlin Polzin (35) spielte Jatta lange keine Rolle, kämpfte sich aber Ende 2025 zurück und absolvierte seitdem zehn von zwölf Spielen.
HSV-Fans aufgepasst: Die DFL hat am Donnerstag die genauen Ansetzungen der Spieltage 28 bis 30 bekanntgegeben. Der HSV spielt – unter anderem im Nordderby gegen Werder Bremen – zweimal samstags um 15:30 Uhr und einmal sonntags um 17:30 Uhr.
Die Spiele im Überblick:
Samstag, 4. April (15:30 Uhr): HSV – FC Augsburg
Sonntag, 12. April (17:30 Uhr): VfB Stuttgart – HSV
Samstag, 18. April (15:30 Uhr): Werder Bremen – HSV
Sören Storks (37) wird die Nachholbegegnung gegen Bayer 04 Leverkusen am Mittwochabend leiten.
Der aus Ramsdorf (Nordrhein-Westfalen) stammende Schiedsrichter pfiff bereits im vergangenen Jahr eine Partie des HSV, die die Hanseaten trotz Unterzahl und hektischer Schlussphase spät gewannen.
Storks hatte Alexander Rössing-Lelesiit (19) in der 81. Minute mit Gelb-Rot vom Platz gestellt, nachdem der Norweger Josha Vagnoman (25) von Stuttgart zu hart angegangen war.
Der Schiedsrichter leitete bisher erst fünf Erst- und Zweitligaspiele des HSV. Die Bilanz spricht klar für die Rothosen: Nur eine Niederlage wurde unter seiner Leitung kassiert.
Besteht Grund zur Sorge bei HSV-Fans? Daniel Heuer Fernandes (33) hat sich nach dem Bundesliga-Aufstieg als einer der besten Torhüter etabliert, doch sein Vertrag läuft im Sommer aus.
Der Schlussmann erklärte kürzlich, dass er mit dem Verein über seine Zukunft spreche. Das „Hamburger Abendblatt“ berichtet nun, dass Heuer Fernandes seinen Berater gewechselt hat und sich im Guten von seiner bisherigen Agentur trennte.
Der HSV zeigte sich über diese Entscheidung überrascht. Was dies für die Zukunft des Keepers bedeutet, bleibt offen. Möglicherweise will er seine Verhandlungsposition verbessern oder prüft einen Wechsel.
Fábio Vieira (25) trägt maßgeblich dazu bei, dass der HSV eine starke Saison spielt. Nach seiner Leihe vom FC Arsenal hat er sich zum Leistungsträger entwickelt. Doch wie sieht seine Zukunft aus?
Laut SPORT BILD hat sich der Portugiese entschieden, im Sommer nicht nach London zurückzukehren. Bei den „Gunners“ konnte er sich seit seinem Wechsel 2023 nicht durchsetzen.
Vieira fühlt sich in Hamburg und beim HSV sehr wohl und kann sich grundsätzlich einen Verbleib vorstellen. Problematisch ist jedoch die Ablöse: Die Kaufoption liegt bei über 20 Millionen Euro – zu teuer für die Hanseaten.
Die Verantwortlichen hoffen, die Ablösesumme senken zu können, besonders wenn Vieira sich für einen festen Wechsel ausspricht. Der Ausgang bleibt offen.
Diagnose steht fest: HSV-Profi Nicolas Capaldo hat sich im Spiel gegen Leipzig eine Bauchmuskelverletzung zugezogen. Das ergab eine MRT-Untersuchung am Montag im Athletikum am Volkspark.
Der Argentinier wird dem HSV laut Mitteilung „einige Wochen“ fehlen, nachdem er gegen RB bereits nach etwa 20 Minuten ausgewechselt werden musste. Anfangs wurde noch von einer Adduktorenverletzung ausgegangen.
So wenige Gästefans waren selten: Obwohl das Volksparkstadion beim Spiel HSV gegen RB Leipzig mit 57.000 Zuschauern ausverkauft war, reisten nur rund 1.500 Leipziger mit – die geringste Zahl in dieser Saison.
Das Portal „falsche9“ berichtet, dass selbst der Tabellenletzte 1. FC Heidenheim mit knapp 2.100 Anhängern mehr mitgebracht hatte.
Erst im März waren beim torlosen Unentschieden gegen SV Elversberg nur etwa 1.000 Gästefans ins Stadion gereist.
Bitterer Rückschlag: Neben der Niederlage gegen Leipzig verlor der HSV am Sonntagabend auch zwei Verteidiger.
Miro Muheim (27) erhielt vom Schiedsrichter Bastian Dankert (45) für ein hartes Foul seine fünfte Gelbe Karte der Saison und wird daher das Nachholspiel gegen Leverkusen verpassen. „Wir haben drei, vier Spieler, die als Ersatz infrage kommen“, erklärte Trainer Merlin Polzin (35).
Sorgen bereitet zudem Nicolas Capaldo (27). Der Argentinier musste wenige Minuten nach Spielbeginn wegen Schmerzen im Oberschenkel-/Adduktorenbereich ausgewechselt werden und wirkte sichtlich niedergeschlagen.
Polzin berichtete, dass Capaldo nach einem Sprint einen Muskelriss gespürt habe und kündigte für Montag weitere Untersuchungen an. Ein Einsatz gegen Leverkusen ist fraglich, möglicherweise droht ein längerer Ausfall.
Im Volkspark muss Schiedsrichter Bastian Dankert (45) einen kühlen Kopf bewahren, wenn er die Partie HSV gegen RB Leipzig leitet.
Die Hamburger spielten bisher 18 Partien unter seiner Kontrolle. Die Bilanz ist negativ: sieben Siege und ein Unentschieden stehen zehn Niederlagen gegenüber.
Leipzig absolvierte 17 Begegnungen mit Dankert, hier fällt die Bilanz positiv aus: neun Erfolge, fünf Unentschieden und nur drei Niederlagen.
Gute Voraussetzungen für einen magischen Abend im Volkspark: Der HSV kann beim Spiel gegen RB Leipzig fast in Bestbesetzung antreten.
Nur die verletzten Albert Grönbaek (24) und Alexander Rössing-Lelesiit (19) stehen laut Coach Polzin nicht zur Verfügung. Alle anderen Spieler sind „heiß und einsatzbereit“, so der Trainer.
Auch Leistungsträger Albert Sambi Lokonga (26) ist nach seiner Außenbandverletzung im Sprunggelenk wieder eine Option für den Kader. Ob er spielen kann, wird spätestens eine Stunde vor Anpfiff entschieden.
Bundesliga-Tabelle
Die Bundesliga-Tabelle hat folgende Bedeutung: Der Erstplatzierte am Saisonende wird Deutscher Meister. Die Plätze 17 und 18 steigen in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Platz 16) nimmt an der Relegation teil, um den Klassenerhalt zu sichern. Dort trifft er auf den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.