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Harte Strafe für den 1. FC Magdeburg! Blocksperre bereits beim nächsten Heimspiel

Magdeburg – Aufgrund der schweren Ausschreitungen beim Derby gegen Dynamo Dresden hat der DFB eine drastische Sanktion gegen den 1. FC Magdeburg verhängt. Der Verein muss im kommenden Heimspiel gegen den SV Darmstadt 98 mit einer Blocksperre rechnen. Außerdem wurde eine hohe Geldstrafe gegen den Club ausgesprochen. Dies gaben sowohl der Verein als auch der DFB am Dienstag bekannt.

Geisterspiele, wie sie in den vergangenen Wochen von der Polizeigewerkschaft mehrfach gefordert wurden, sind jedoch nicht vorgesehen. Stattdessen wurde ein Teilausschluss verhängt, der die Blöcke 3 bis 6 betrifft. Dadurch ist fast die gesamte Nordtribüne, also die Heimkurve, von der Sperre betroffen.

Darüber hinaus wurde eine weitere Teilausschluss-Sanktion auf Bewährung erteilt, die nur bei erneuten Zwischenfällen wirksam wird. Die erste Sperre gilt bereits beim Heimspiel gegen Darmstadt am 13. März. Tickets, sowohl Dauerkarten als auch Tageskarten für die Blöcke 3 bis 6, werden für den Zugang dann nicht mehr gültig sein.

Zusätzlich erwartet die Magdeburger eine empfindliche Geldbuße. Für die Auseinandersetzungen mit der Polizei muss der Klub 60.000 Euro zahlen, während das Abbrennen von Pyrotechnik eine weitere Strafe von 126.000 Euro nach sich zieht, die vom Sportgericht verhängt wurde.

Der FCM kündigte an, dass die organisatorische Abwicklung bezüglich bereits erworbener Tickets zeitnah über die offiziellen Kanäle kommuniziert wird.

„Bei der Festlegung des Strafmaßes haben wir berücksichtigt, dass der Verein durch wiederholte Verfehlungen seiner Fans bereits sportgerichtlich aufgefallen ist“, erklärte Stephan Oberholz, Vorsitzender des DFB-Sportgerichts, die Entscheidung.

In der weiteren Erklärung betonte Thomas Bergmann, dass das Hauptziel ein sicheres Stadion-Erlebnis sei: „Wir setzen dabei auf Kommunikation, Dialog und Austausch innerhalb der Vereine sowie auf eine Selbstkontrolle in den Fanblöcken.“

Dem DFB zufolge zeigten die bisherigen Maßnahmen keine Wirkung, „weshalb Kontrollausschuss und Sportgericht in diesem außergewöhnlichen Einzelfall zum Schutz der Mehrheit friedlicher Zuschauer gezwungen waren, strengere Schritte zu ergreifen“, so Bergmann in der Pressemitteilung.

Der 1. FC Magdeburg teilte abschließend mit, dass keine weiteren Rechtsmittel eingelegt werden, womit das Urteil rechtskräftig ist.