Nach VAR-Enttäuschung beim 1. FC Köln: So reagiert der DFB auf die umstrittene Szene
Köln/Frankfurt – Auch zwei Tage nach der schmerzhaften Heimniederlage gegen RB Leipzig (1:2) bleibt die Unzufriedenheit beim 1. FC Köln wegen der VAR-Entscheidung groß. Nun hat sich der DFB in die Diskussion eingeschaltet und Stellung bezogen.
Die Szene, die für Aufsehen sorgte, ereignete sich in der 77. Minute: Christoph Baumgart (26) blockte einen Schuss von Jan Thielmann (23) mit der Hand direkt vor der Torlinie und verhinderte so den scheinbar sicheren Ausgleich zum 2:2.
Doch statt eines Strafstoßes, einer roten Karte und dem Ausgleichstreffer gab es lediglich einen Freistoß für die Gäste.
Grund hierfür war ein knappes Abseits von Kölns Sebastian Sebulonsen (26) unmittelbar vor der Aktion. Diese Situation konnte jedoch erst nach einer langen Überprüfung von sechs Minuten durch den VAR geklärt werden.
Jetzt äußert sich der DFB offiziell: „Der Ball wurde im Sprung von David Raum (27) mit dem Kopf gespielt und gelangte anschließend zu Sebulonsen. Allerdings lagen bei Raums Kopfball nicht die notwendigen regeltechnischen Voraussetzungen vor, um von einem kontrollierten Ballkontakt auszugehen.“
Einfach gesagt bedeutet dies für die Fans, dass Raum den Ball bewusst köpfen hätte müssen, um eine neue Spielsituation zu ermöglichen.
Ein Kritiker der Entscheidung war am Sonntagnachmittag vor allem FC-Trainer Lukas Kwasniok (44).
Im Nachgang des Spiels äußerte er, dass durch solche Diskussionen das Niveau der Bundesliga-Spieler herabgesetzt werde. „Wenn man sich den Kopfball anschaut (...) wenn das unkontrolliert sein soll, dann haben wir ein grundsätzliches Problem, nämlich dass wir den Profis zu wenig zutrauen. So machen wir aus Erstliga-Spielern Amateure. Für mich war das ein klarer, freier Kopfball.“
Mit der jüngsten Stellungnahme des DFB dürfte weder er noch seine Mannschaft beruhigt sein.
Tabelle der 1. Bundesliga
Die Tabelle der Bundesliga hat folgende Bedeutung: Der Verein, der am Saisonende auf Rang 1 steht, wird Deutscher Meister. Die Teams auf den Plätzen 17 und 18 steigen in die 2. Bundesliga ab. Der Drittletzte (Platz 16) muss in die sogenannte Relegation, um den Verbleib in der Liga zu sichern. Dort trifft er auf den Drittplatzierten der 2. Bundesliga.