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Unsicherheit um Neuer: Nagelsmann äußert sich zum WM-Auftakt

Herzogenaurach/München – Manuel Neuer (40) wurde von DFB-Cheftrainer Julian Nagelsmann (38) als erste Wahl für die Weltmeisterschaft 2026 zurück in den Kader geholt. Dennoch plagt sich der Torhüter kurz vor Turnierstart weiterhin mit einer Verletzung herum. Kann er beim Eröffnungsspiel gegen Curaçao wirklich zwischen den Pfosten stehen?

Der Countdown zur WM läuft! Am Mittwoch versammelte sich die deutsche Nationalmannschaft erstmals im Teamhotel in Herzogenaurach. Dort gab der Bundestrainer direkt neue Einblicke in die personelle Lage des DFB-Teams.

Manuel Neuer kann aktuell wegen einer muskulären Verletzung an der linken Wade nicht mitwirken. Auch das DFB-Pokalfinale am vergangenen Wochenende gegen den VfB Stuttgart musste der 40-Jährige aus diesem Grund absagen.

"Wir haben im Trainerstab beschlossen, dass er am Sonntag (beim vorletzten WM-Test in Mainz gegen Finnland, Anm. d. Red.) noch nicht zum Einsatz kommen wird", erklärte Nagelsmann während der Pressekonferenz. Somit wird Neuer auch im vorletzten Testspiel vor der WM nicht im Tor stehen.

"Wie sich die kommende Woche entwickelt, werden wir beobachten und danach ein Update geben, ob er beim Spiel gegen die USA dabei sein kann. Für das Finnland-Spiel macht es meiner Meinung nach keinen Sinn, ihn unnötig zu belasten. Oliver Baumann wird spielen und seine Sache gut machen."

Doch reicht es rechtzeitig bis zum ersten WM-Spiel am 14. Juni? Bundestrainer Nagelsmann zeigt sich optimistisch: "Eine kleine Belastung birgt immer ein gewisses Restrisiko. Aber es besteht kein Grund zur Beunruhigung. Wenn man ihn fragen würde, würde er immer spielen wollen. Ich hingegen versuche, auch langfristig zu denken."

Die unerwartete Rückkehr von Manuel Neuer erfreut das DFB-Team weiterhin sehr. "Manu kennt ja jeden, das Trainerteam und alle Mitspieler." Der 40-Jährige sei schließlich kein Neuling, sondern ein Rückkehrer.

In Herzogenaurach betonte Nagelsmann: "Mit Manuel sind wir definitiv stärker als ohne ihn. Wir sind immer sehr froh, dass er dabei ist, uns unterstützt und erneut für Deutschland spielt."

Sportdirektor Rudi Völler (66) verteidigte die Entscheidung, Neuer zurückzuholen und Oliver Baumann (35) auf die Nummer zwei zu setzen – insbesondere was die Kommunikation von Bundestrainer Nagelsmann betrifft. "Ich kann mich nur wiederholen: Man kann es nie allen Recht machen. Manchmal wirkt die Kommunikation etwas holprig."

Der 66-Jährige bezeichnete Nagelsmanns Auftritt im Sportstudio als "herausfordernd, weil er kaum etwas sagen durfte. Normalerweise ist er rhetorisch sehr stark. Er hätte auch absagen können. Aber er stellt sich der Situation, obwohl er weiß, dass es etwas stockend werden könnte."

Doch genau das mache Nagelsmann laut Völler "sympathisch". "Deswegen schätze ich ihn und deshalb werden wir auch eine gute WM spielen."

Die Versetzung von Oliver Baumann auf die Ersatzbank löste zuletzt Kritik in der Fußballszene aus. Unter anderem äußerte sich Jens Lehmann (56) in der "Bild"-Zeitung und kritisierte die Entscheidung des Bundestrainers scharf:

"Julian Nagelsmann hatte sich zuletzt offen für Oliver Baumann als Nummer eins ausgesprochen. Sollte es wirklich stimmen, dass Manuel Neuer im WM-Tor stehen würde, wäre das ein Vertrauensbruch. Auch andere Spieler würden sich fragen: Kann ich den Aussagen des Bundestrainers noch glauben?"