Verhalten wird „nicht akzeptiert“: Deutsches Sturm-Talent sorgt für Streit beim Transfer
Mannheim – Für ordentlich Wirbel sorgt dieser Wechsel! Am Freitag gab der SC Paderborn die Verpflichtung von Kennedy Okpala (21) vom SV Waldhof Mannheim bekannt. Eigentlich ein gewöhnlicher Vorgang, doch der abgebende Klub fühlt sich offenbar überrumpelt.
In einer Stellungnahme auf den sozialen Medien äußerte sich der Drittligist überrascht: „Der SV Waldhof Mannheim 07 hat die heutige Pressemitteilung des SC Paderborn zum Wechsel von Kennedy Okpala mit Erstaunen aufgenommen.“
Demnach soll der 21-jährige Offensivspieler seinen bis Jahresende laufenden Vertrag am Alsenweg gekündigt haben und ist am Freitag nicht zum Training erschienen.
„Ein derartiges Verhalten akzeptiert der SV Waldhof Mannheim 07 nicht. Kennedy Okpala ist weiterhin Spieler unseres Vereins“, betonte der Klub.
Okpala, der aus der Jugend des SV Waldhof stammt, schaffte den Aufstieg zu den Profis bereits 2023 und entwickelte sich in den letzten Spielzeiten zu einem Leistungsträger und Fanliebling.
In der laufenden Saison konnte er in 18 Begegnungen bereits sieben Tore erzielen und drei weitere vorbereiten, was Begehrlichkeiten aus der 2. Bundesliga geweckt hat.
In den vergangenen Wochen verdichteten sich die Spekulationen, bis der SCP am Freitag schließlich den Transfer offiziell bestätigte.
„Wir freuen uns sehr, dass Kennedy sich für uns entschieden hat und bei SCP07 den nächsten Karriereschritt machen möchte. Er ist hochentwicklungsfähig, schnell, beidfüßig und in der Offensive vielseitig einsetzbar“, erklärte Paderborns Sport-Geschäftsführer Sebastian Lange (38) in einer Pressemitteilung.
Wie der „kicker“ berichtet, steht hinter der fristlosen Vertragskündigung wohl eine im Vertrag verankerte Ausstiegsklausel für den Winter, deren Auslegung zwischen den Parteien umstritten ist. Okpalas Berater Horst Kletke äußerte gegenüber dem „WDR“, dass Mannheim seine vertraglichen Verpflichtungen nicht erfüllt habe.
Zudem sei in der Klausel genau geregelt, „was wann und wie zu erfolgen hat. Dies wurde alles eingehalten – auch die Pflichten des SC Paderborn“, so Kletke weiter.
Andererseits erklärte Waldhofs Sportdirektor Gerhard Zuber (50) gegenüber dem „kicker“: „Nun müssen andere Instanzen entscheiden, ob das rechtlich zulässig ist. Er wird sich schon etwas dabei gedacht haben, so zu handeln. Grundsätzlich sind wir davon ausgegangen, dass er weiterhin unser Spieler ist.“ Zuber kündigte an, einen Fachanwalt für Arbeitsrecht einzuschalten, um den Sachverhalt prüfen zu lassen.
„Sie haben sich erkundigt und wollten den Spieler gerne verpflichten. Das Gespräch haben wir jedoch nicht weitergeführt. Das Management von Okpala ist der Ansicht, dass ein Wechsel möglich sei. Jetzt gilt es zu klären, ob das tatsächlich der Fall ist. Sollte es so sein, haben wir kaum Handlungsspielraum“, fügte er hinzu.